Die Rache des Westens an Afghanistan. Wie die Bilder sich gleichen.

Die Rache des Westens an Afghanistan. Wie die Bilder sich gleichen.
 
Der Sonderbeauftrage des russischen Präsidenten für Afghanistan kommentierte, dass die Taliban nicht kompetent sind, ihr Land zu leiten. Sie sind unfähig und leiten das Land schlecht – so der Vertreter des russischen Außenministeriums.
 
 
Was sich auf den ersten Blick wie harsche Kritik Russlands an die Adresse der Taliban anhört, erweist sich, wenn man die Meldungen vollständig liest, als Schnellkurs zur Lösung von Problemen in der Führung des Staates.
 
Gleichzeitig zeigt der russische Politiker aber auch auf, wie der Westen, nach altbekanntem Muster, Rache an Ländern nimmt, die er sich nicht gefügig machen konnte. Man organisiert das menschliche Ausbluten der Länder, beraubt das Land seiner Führungskader und qualifizierten Bürger, um es damit führungsunfähig zu machen. Dies betrifft insbesondere auch Führungsstrukturen in der Wirtschaft.
 
Samir Kabulow, der Sonderbeauftragte des russischen Präsidenten für Afghanistan kommentierte, dass es in Afghanistan ein großes Defizit an kompetenten, qualifizierten Kadern gebe. Die westlichen Länder haben nicht nur die Kollaborateure aus dem Land geschafft, sondern auch sehr viele Spezialisten. Deshalb sind die Taliban nicht in der Lage, das Land kompetent zu führen.
 
Diese Vorgehensweise erinnert stark an die Situation in der ehemaligen DDR, wo gut ausgebildete Bürger den Verlockungen des Goldenen Westens erlagen, sogar direkt abgeworben worden sind und das Land, welches ihnen kostenlose Bildung hat angedeihen lassen, verraten haben. Dieser Prozess des Ausblutens der DDR konnte erst durch den Mauerbau gestoppt werden, der allerdings, durch die damaligen politisch Verantwortlichen, völlig verkehrt motiviert wurde.
 
Ähnliches geschah ab 1990 in der Sowjetunion bzw. den Staaten nach dem Zerfall der Sowjetunion.
 
Der Beauftrage des russischen Präsidenten warb dafür, ein Sonderprogramm aufzulegen, um ehrliche, patriotische, gut qualifizierte Afghanen aus dem Ausland zurückzuholen und diese unter den besonderen Schutz der Taliban-Regierung zu stellen. Diese Rückkehrer müssen spüren, dass sie etwas Besonderes sind und das der Staat sie ehrlich braucht und nicht nur zeitweilig benutzt.
 
Der Sonderbeauftragte des russischen Präsidenten betonte ausdrücklich, dass es nicht um die Afghanen gehe, die gemeinsam mit den US- und anderen Truppen nach Afghanistan gekommen waren, um hier zu stehlen und Unruhe zu stiften. Diese Leute sollten auch weiterhin dem Land fernbleiben.
 
Die Äußerungen des Sonderbeauftragten des russischen Präsidenten lassen den Eindruck aufkommen, als ob auch Russland daran interessiert ist, mit seinen Spezialisten in Afghanistan zu helfen, d.h. patriotische Kräfte Afghanistans an russischen Schulen und Universitäten auszubilden.
 
 
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Kommentare ( 1 )

  • felix

    Veröffentlicht: 30. Dezember 2021 15:54 pm

    Sicher ist das gut wenn Männer und Frauen aus Afghanistan eine gute Ausbildung bekommen.
    Soweit mir bekannt ist hat man dort, wie in leider vielen Regionen unserer Welt, große Probleme mit der Versorgung der Menschen, mit Nahrung, in der Medizin, mit Aufbau der Selbstversorgung, mit Schulen für Mädchen und Jungen usw.
    Es müsste sich Global mehr um Menschen die Hilfe brauchen gekümmert werden.
    Das wäre möglich, mit etwas mehr globalen Miteinander zwischen Reichen und Armen - dazu bräuchte unsere Welt eine globale Organisation, die wir leider noch nicht haben.
    Wenn jedes Land einen zumutbaren Beitrag dazu leistet kann vielleicht schon ausreichend geholfen werden ?

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