Diplomaten reisen ab – warum?

Diplomaten reisen ab – warum?
 
Wie bereits in der vergangenen Woche angekündigt, beginnen die Amerikaner ihre Diplomaten aus der Ukraine zu evakuieren. Russland hat für diesen Vorgang eine einfache Erklärung.
 
 
Russische Medien berichten, dass sieben amerikanische Diplomaten mit ihren Familien aus der Ukraine evakuiert werden. Als Grund wird die Gefahr von militärischen Aktionen seitens Russlands genannt.
 
Wenn weitere amerikanische Diplomaten das Land verlassen wollen, so können sie dies auf freiwilliger Basis tun. Den Amerikanern, die sich sonst noch in der Ukraine aufhalten, wird empfohlen, das Land zu verlassen. Von einer Reise nach Russland wird abgeraten.
 
Begleitet werden diese Informationen mit der ständigen Wiederholung von Informationen über einen bevorstehenden Angriff Russlands auf die Ukraine. Da dieser Angriff bisher nicht stattgefunden hat, werden jeweils immer wieder „verständliche“ Gründe für eine Verschiebung des russischen Angriffs genannt. Der meist traktierte Grund für die Verzögerung des russischen Angriffs sind die Witterungsbedingungen. Wer sich ein wenig in der Geschichte des vorigen Jahrhunderts auskennt, insbesondere im Zeitraum 1941 – 1945 wird sich erinnern, dass keinerlei Wetter die Rote Armee von irgendwelchen militärischen Operationen abhalten konnte.
 
Ein hochgestellter amerikanischer Beamter informierte, dass Kristina Kwin in der Botschaft der USA in Kiew verbleibt und mit der Wahrnehmung der Interessen der USA beauftragt wird. Mit anderen Worten, der Botschafter verlässt das Land in einem der angeblich kritischsten Momente. Eine merkwürdige Verhaltensweise – vergleicht man die gegenwärtige Situation mit einem Schiff, welches SOS funkt. Internationale Regeln besagen, dass der Kapitän das Schiff als Letzter verlässt. Wie es ausschaut, halten sich die Amerikaner an keinerlei Regelungen mehr. Wie auch in Afghanistan, wird das Land panikartig verlassen.
 
Auch Großbritannien hat begonnen, seine Diplomaten aus der Ukraine zu evakuieren. Russische Medien berichten, unter Bezug auf BBC, dass die Hälfte der Diplomaten das Land verlässt. Gleichzeitig informieren offizielle britische Quellen, dass es keine konkrete Bedrohung für die Diplomaten gibt.
 
Das russische Außenministerium hat sich zu den gegenwärtigen Evakuierungen ausländischer Diplomaten aus der Ukraine geäußert. Maria Sacharowa nannte diese Aktion „schrecklich“ und „unklug“
 
Der Abgeordnete der russischen Staatsduma Dmitri Nowikow kommentierte, dass es sich bei der Evakuierung der Diplomaten um eine Absprache zwischen der NATO und der Ukraine handelt. Dabei gehe es einfach nur darum, die aggressive Stimmung zu halten, damit die ukrainische Regierung die Möglichkeit erhalte, ihre Politik gegenüber dem Donbass durchzusetzen. Man will Pseudobeweise schaffen, dass Russland plane, in die Ukraine einzufallen.
 
Mit der Evakuierung ihrer Diplomaten beweisen diese Staaten gegenüber ihrer Bevölkerung, wie gefährlich und aggressiv sie die Handlungen Russlands einschätzen. Täglich wird die eigene Bevölkerung mit dramatischen Worten informiert und jetzt sieht die Bevölkerung reale Rettungsaktionen der politischen Führung ihres Landes. Das ist für viele der Beweis der Richtigkeit der Informationen, die über großangelegte antirussische Propagandaaktionen verbreitet werden.
 
Der Abgeordnete erinnerte in diesem Zusammenhang auch an die vergangene Olympiade in China, wo der Westen diesen Zeitraum genutzt hatte, um Tbilissi zu unterstützen und um den Konflikt in Abchasien und Südossetien zu schüren. Er wolle nicht ausschließen, dass man auch diesmal versuchen werde, die Atmosphäre der Spiele zu vergiften, China die Laune zu verderben, in dem man militärische Konflikte organisiere und die natürlich die Aufmerksamkeit von den Olympischen Spielen ablenken.
 
Im Verlaufe des Montags wurde bekannt, dass neben den USA und Großbritannien, auch Australien und Deutschland beginnen, ihre Mitarbeiter zu evakuieren. Die jeweiligen Außenministerien bzw. Ämter haben ihre Mitarbeiter aufgefordert, so schnell wie möglich mit dem nächstmöglichen Flug, die Ukraine zu verlassen.
Das österreichische Außenministerium hat entschieden, die geplante Evakuierung ihrer Mitarbeiter nicht durchzuführen. Man werde die Entwicklung der Ereignisse weiter beobachten.
 
Japan zeigt sich ebenfalls besorgt über die Entwicklung der Lage in der Ukraine und hat seinen Bürgern empfohlen, die Ukraine zu verlassen.
 
 
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Kommentare ( 3 )

  • Bastian Радебергер Radeberger

    Veröffentlicht: 25. Januar 2022 01:12 pm

    Ich habe mir nicht so genau gemerkt, wann das war, daß eine US-Gazette die Propaganda-Parole vom angeblichen Einmarsch der russischen Armee in die Ukraine brachte.
    Der Sicherheitsmops der Ukraine widersprach mehrmals bis er vermutl. die Order bekam, auch eine russ. Truppenkonzentration zu erkennen.
    Zwischenzeitlich hatte die gesamte Nato-Prop-Sirene volle Lautstärke erreicht, so daß man glauben konnte, die Russische Armee stünde schon kurz vor Warschau.
    Die ganzen Ansager des BRD- Staatsmediums brachten mit konzentrierten ernsten Gesichtern die Meldungen über die Nato-Sanktionen, wenn die RF ihre Invasion gegen die Ukraine nicht augenblicklich beenden sollte. Usw.
    Ein BuWe-Vize-Admiral beendet sprichwörtlich den Spuk, indem er den angeblichen Einmarsch als Nonsens bezeichnete.
    Die Nato hat auf das Kiewer Gejammer hin, massenhaft Waffen nach dort geschafft.
    Nun hat Kiew alles, was es zum Überfall auf Donezk und Lugansk braucht.
    Selenskij nun: Leute Ruhe bewahren. Uns will keiner überfal

  • Bastian Радебергер Radeberger

    Veröffentlicht: 25. Januar 2022 01:17 pm

    Weil der Vize-Admiral gesagt hatte, der angeblich geplante Überfall ist Nonsens mußten nun die Yankees und natürlich die Briten die Legende der allgegenwärtigen Gefahr aufrecht halten und begann mit der Evakuierung der Botschaftsangehörigen. Vielleicht sind die morgen vom Einkaufsbummel in Warschau schon wieder zurück. Wer weiß denn das bei diesen Laienschauspielern.

  • Anton Amler

    Veröffentlicht: 25. Januar 2022 12:09 pm

    Unter dem Begriff "Potemkinsche Dörfer" verstand man mal eine Fassade, hinter der sich Bedeutsames verbergen könne.
    Der Welt wird ein durch einen bösen Nachbar bedrohtes, in schwerster, und von Außen verursachter Not hilfebedürftiges Kriesengebiet vorgegaukelt, in das man nun, entgegen aller Vernunft und von Verträgen, Waffen liefern muß!
    Was man mit diesem "Schein" will, ist klar, aber was man mit dem "Tun" gegebenenfalls anrichtet, ist verantwortungslos!
    Selbst ein nicht zu erwartender Einfall würde aus der Ukraine kein heroisches, sondern nur ein untergegangenes Land machen.
    Nachfahren der tapfer kämpfenden Indianer bilden heute nur noch eine Unterschicht.

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