Ein Insider plaudert – Warum wählte Jelzin Putin zu seinem Nachfolger

Ein Insider plaudert – Warum wählte Jelzin Putin zu seinem Nachfolger
 
Russische Medien informieren über Äußerungen eines Beraters des russischen Präsidenten Jelzin, der in die Entscheidungsfindung für einen Nachfolger Jelzins, einbezogen war. Es stellte sich heraus, dass die Suche nach einem Nachfolger für Jelzin nicht kurzfristig war, sondern sich über viele Jahre hinzog.
 
 
Anscheinend hatte Boris Jelzin schon zum Ende seiner ersten Amtszeit mit dem Gedanken gespielt, nicht wieder als Kandidat für das Amt des Präsidenten anzutreten. Im Jahre 1995 wurde ihm von Vertrauten die Frage gestellt, ob er sich denn wieder zur Wahl im Jahre 1996 stellen wolle. Daraufhin habe Jelzin geantwortet: „Wenn ich keinen anderen starken Kandidaten finde, der gegen die Kommunisten gewinnen kann, werde ich wohl wieder selbst antreten müssen.“
 
Bis 1996 gab es keine Person in Russland, die durch Jelzin als möglicher Nachfolger vorbereitet wurde.
 
Dann kam das Jahr 1998. Wir erinnern uns, dass zu Anfang des Jahres die Devalvierung der russischen Währung vorgenommen wurde und im August 1998 die große Finanzkrise über Russland hereinbrach. Dieses Ereignis war für Jelzin der absolute Schock. Das hatte er nicht erwartet und war darauf auch nicht vorbereitet – so sein ehemaliger Berater.
 
Videoeinspielung: Jelzin im Gespräch mit Journalisten 1998 zur Devalvierung
 
In Gesprächen über einen möglichen Nachfolger, hatte Jelzin immer Vorstellungen, dass es ein Mann in der Art wie Nemzow sein sollte. Nach den Ereignissen des Jahres 1998 änderte Jelzin seine Meinung radikal und begann nach einem Mann zu suchen, der das bisher Erreichte in Russland bewahrt und weiter ausbaut.
 
Jelzin schaute sich dann in den Reihen „verdienter Leute“ um. Zu diesem Kreis gehörte auch Putin.
 
Am 31. Dezember 1999 erklärte er dem russischen Volk seinen Rücktritt.
 
Videoeinspielung: Rücktrittserklärung des russischen Präsidenten Jelzin
 
Im August 2020 plauderte auch Alexander Lukaschenko, der belarussische Präsident über diese Auswahl Jelzins. Danach soll Jelzin geglaubt haben, Putin komme ständig zu ihm gelaufen, um sich Rat zu holen, zu den verschiedensten Fragen. Aber, so Lukaschenko, das war natürlich nicht möglich und völlig unakzeptabel für einen Putin.
 
Videoeinspielung: Putin am Grab von Jelzin im Februar 2020
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