Experte zeichnet ausweglose Lage für Russland

Experte zeichnet ausweglose Lage für Russland
 
Viele Experten versuchen sich gegenwärtig in Vorhersagen für dieses oder jenes Szenario in Europa im Allgemeinen und in Russland im Besonderen. Während bisher nur von „schlimmsten Sanktionen“ gegen Russland für den Fall eines Einmarsches in die Ukraine gesprochen wurde, werden jetzt Russland Sanktionen angedroht, ohne dass es einen Grund geben muss. Ziel ist, Russland einfach niederzuhalten.
 
 
Der russische Politologe Sergej Markow hat gegenüber dem Informationsportal „Lenta.ru“ die Meinung geäußert, dass die Europäische Union so oder so neue Sanktionen der schärfsten Art gegen Russland verhängen wird. Selbst wenn Russland nicht in die Ukraine einmarschieren sollte, werden Sanktionen verhängt. Ziel ist, Russland einfach niederzuhalten.
 
Im weiteren zählt der russische Politologe die Maßnahmen auf, die die Europäische Union gegen Russland verhängen könnte. Dies hört sich so illusorisch und realitätsfern an, dass das normale menschliche Vorstellungsvermögen nicht ausreicht, um diesen angeblichen Gedanken westlicher Politiker zu folgen. Es entsteht der Eindruck, als ob die westlichen Politiker in einer Einbahnstraße denken und bei ihren Überlegungen völlig außen vor lassen, dass Russland natürlich reagieren wird – reagieren wird mit Maßnahmen, die denen gleichen, die die Europäische Union verhängen wird.
 
So wird davon gesprochen, dass die Europäische Union Milliardenvermögen Russland und russischer Bürger auf westlichen Banken blockieren wird. Dies betrifft auch Geldbewegungen aus Russland nach Europa und aus Europa nach Russland, die auf dem Überweisungsweg beschlagnahmt werden. Dies wäre somit eine Ersatzlösung für die Blockierung von SWIFT für Russland. Weiterhin wird von der Beschlagnahme russischen Eigentums in Westeuropa gesprochen und von der Blockierung der Lieferung russischer Energieträger. Geplant wird durch die Europäische Union ein Flugverbot zwischen Russland und europäischen Städten.
 
Markow geht weiterhin davon aus, dass die russischen Diplomaten zu unerwünschten Personen erklärt werden – also das System der diplomatischen Kontakte völlig zusammenbricht.
 
Ein weiteres Element der Sanktionen könnte das Verbot sein, Lieferungen bestimmter Waren nach Russland zu verbieten. Hierzu gehören insbesondere Ersatz- und Einzelteile, die Russland für die eigene Produktion im Lande benötigt. Insbesondere von diesem Verbot erhofft man sich eine katastrophale Wirkung auf die russische Industrie.
 
Eine weitere Sanktion könnte sein, dass man Russland aus dem Europarat ausschließt. Die Wahrscheinlichkeit ist sehr hoch – meinte Markow.
 
Sergej Markow ist davon überzeugt, dass es zu einer derartigen Entwicklung kommen wird – selbst für den Fall, dass es zu keinerlei militärischen Aktivitäten Russlands Richtung Ukraine kommt.
 
Die Überlegungen des russischen Politologen fußen auf Äußerungen der Leiterin der Europäischen Kommission, die erklärt hatte, dass man gemeinsam mit allen Partnern umfangreiche Sanktionen gegen Russland verhängen wird, falls sich die Situation in der Ukraine verschlechtere. Mit anderen Worten, Russland wird jetzt auch verantwortlich gemacht, wenn es der Ukraine durch deren eigene Politik schlechter geht, ohne das Russland irgendeinen Einfluss genommen hat. Eine Situation, die absurder nicht sein kann.
 
Markow zeigt sich auch überzeugt, dass die Freundlichkeiten Russlands im Umgang mit dem Westen überhaupt nicht zielführend sind. Der Westen legt das zurückhaltende und immer auf Ausgleich bemühte Verhalten Russlands als Schwäche aus. Je zurückhaltender sich Russland zeigt, umso wahrscheinlicher wird es zu den genannten scharfen Sanktionen kommen.
 
 
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Kommentare ( 3 )

  • felix

    Veröffentlicht: 20. Januar 2022 14:11 pm

    Dieser Russische Politologe verdreht die Tatsachen mit seiner Polemik, dass mir schlecht wird, ich habe einen empfindlichen Magen.
    Ich möchte Mal Tatsachen aus meiner Sicht ins Spiel bringen.
    1. Die ferne Macht versucht schon lange auf ihre Art die Welt auszubeuten wie und wo es nur geht, das versucht sie auch mit Russland, nicht mehr und nicht weniger ! Russland hat da keinen Ehrenplatz.
    2. Die EU hat die Aktionen ihres "Freundes" allgemeinen, nicht nur mit Russland, leider so gut wie immer mitgetragen, so wird das nicht bleiben, das ist offensichtlich !
    3. Die EU weißt darauf hin was passieren muss und wahrscheinlich auch wird wenn Russland weiter eskaliert statt zu deeskalieren, denn mit Krim und Ostukraine sind auch noch annehmbare Lösungen erforderlich.
    4. Mit einem von der EU angestrebten normalen Miteinander zu Russland, will sie keinerlei Sanktionen sondern möglichst gute Zusammenarbeit.
    Auf den Stuss dieses Herrn möchte ich gar nicht weiter eingehen.
    Widerspruch zwecklos !

  • Bastian Радебергер Radeberger

    Veröffentlicht: 21. Januar 2022 04:06 pm

    @felix
    Ach felix, Sie sind ein Träumer. Erinnern Sie sich, was der Kriegs-Nobelpreisträger nach dem Beitritt der Krim zur RF gesagt hat in Richtung Putin. Dafür wird er teuer bezahlen. Sein Gesicht war dabei wie versteinert. Mit diesem Schritt der Aufnahme der Krim hat Rußland Obamas ganzen schönen Plan versaut, in Sewastopol einen US-Navy-Stützpunkt zur Kontrolle und Beherrschung des Schwarzen Meeres einzurichten. Nun ging es um die Sanktionen gegen Rußland, wo offensichtlich nicht alle Nato-Länder mitmachen wollten. Was meinte dazu Obama später in einem Anfall von Ehrlichkeit, daß man diesen Ländern eben" mal den Arm ein bisschen umgedreht habe".
    Ob nun dieser Markow in jedem Punkt die Realität getroffen hat, ist doch vollkommen nebensächlich. Vieles von dem wird doch schon gegen Rußland oder andere Länder praktiziert. Ich verstehe gar nicht, was Sie daran so erschüttert. War Ihnen nicht bekannt, daß auf Betreiben der USA der Iran vor Jahren aus dem Swift-Abkommen ausgeschlossen wurd

  • felix

    Veröffentlicht: 21. Januar 2022 16:13 pm

    @ Bastian Radeberger,
    1. Obama nehme ich nicht alles übel, er musste auch berücksichtigen kein weiteres Afro Amerikanisches Opfer zu werden.
    2. Das Iran von Swift ausgeschlossen ist wußte ich gar nicht, Russland brauchen und können Sie aber damit nicht auf eine Stufe stellen.
    "für die schlechten Taten aus Übersee könnte man eine Buch-Serie schreiben", oder sich behaupten wie z.B. China, das auch Probleme mit ihnen hat, und trotzdem auch wirtschaftlichen Erfolg.

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