ExVorsitzender des Europaparlaments Martin Schulz in Moskau über die russische Seele

ExVorsitzender des Europaparlaments Martin Schulz in Moskau über die russische Seele
 
Der ehemalige Vorsitzende des Europaparlaments und exVorsitzende der SPD Martin Schulz hat sich zu einem Besuch in Moskau aufgehalten. Er erhielt die Möglichkeit, mit einer Reihe hochgestellter russischer Persönlichkeiten zu sprechen und war erstaunt über die entspannte, gutmütige russische Seele.
 
 
Martin Schulz traf sich mit dem russischen Außenminister Lawrow. Dieser hatte an einem Deutsch-Russischen Forum in Moskau am Dienstag teilgenommen. Das Gespräch war sehr offen und die Atmosphäre sehr konstruktiv – wird Schulz von RIA Novosti zitiert.
 
„Ich gebe es zu, als ich am Sonntag hierhergeflogen bin, dachte ich, dass unsere Gespräche in einer völlig anderen Atmosphäre stattfinden werden. Aber nicht nur zu meiner Verwunderung, sondern auch zur Verwunderung der gesamten deutschen Delegation fanden wir eine völlig andere Atmosphäre vor, als wir befürchtet hatten“, - so der deutsche Politiker.
 
Ebenso offen und konstruktiv war sein Gespräch im Föderationsrat, der Oberkammer der russischen Staatsduma.
 
Erstmalig hatte er auch ein Treffen mit dem Pressesprecher des russischen Präsidenten Dmitri Peskow. Trotz unterschiedlicher Positionen in den Ansichten, habe er keinerlei Feindschaft bei seinem Gesprächspartner bemerkt.
 
Schulz vertrat die Ansicht, dass ein Krieg zwischen den Weltmächten wieder wahrscheinlich geworden ist. Die angespannte Lage zwischen den USA und China könnte in einen Konflikt ausarten, der auch die Länder der Europäischen Union betrifft. Gerade vor diesem Hintergrund ist Russland besonders wichtig, ungeachtet aller Probleme die es im Verhältnis zwischen der Europäischen Union und mit Deutschland gäbe – so Schulz in einer Meinungsäußerung.
 
 

 

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Kommentare ( 7 )

  • Bastian Радебергер Radeberger

    Veröffentlicht: 11. November 2021 01:41 pm

    Naja, Schulz(zug). Da würde ich nicht allzuviel darauf geben. Die Karriere dieses Mannes ist doch eigentlich typisch für die EU. Die im Heimatland nichts werden, werden nach Brüssel ausgelagert oder lagern sich selbst aus. Der Job dort ist ja schließlich finanziell ziemlich lukrativ. Deswegen wundert es mich, daß nicht mehr Leute von Format nach Brüssel wechseln. Aber der Ruf von EU-Brüssel scheint dermaßen versaut zu sein, daß sich dort nur Leute niederlassen, die diese auch persönliche Rufschädigung irgendwie weg stecken können.
    Um auf Schulz zurück zukommen, in der Heimat hat er nicht nur einen Durchfaller erlebt. Er ist mit dem Schulzzug in Höchstgeschwindigkeit ganz unten angekommen. Ein Mann, ohne Schulabschluß, ohne Berufsabschluß, Zeitungs-und Buchverkäufer, der noch vor einigen Monaten in Brüssel vier persönliche Butler zur Verfügung hatte. Dem der zufällige unangenehme Furz noch vom Hintern weg gewedelt wurde.
    Man sollte nicht allzuviel darauf geben.

    • Uwe Erich Niemeier

      Veröffentlicht: 11. November 2021 05:28

      ... schade. Und ich dachte schon, der Mann könnte echt etwas für das Image Russlands tun und den gutmütigen russischen Bären im Westen für Streicheleinheiten empfehlen.

  • Anton Amler

    Veröffentlicht: 11. November 2021 13:54 pm

    Ihre naive Erwartungshaltung gegenüber Vertretern Deutschlands zeigt mir, wie sehr Sie schon russisch, hoffend denken.
    Außer einer größeren Anzahl noch mit Erinnerungsvermögen ausgestatteter DDR Bürger sind Leute unserer Denkart einer breiten Masse auf Rußlandhass Eingestimmter gegenüberstehend.
    So ist die Realität.
    Wenn man heute unisono in der Zeitung liest, daß Rußland in vollem Umfang vertraglich liefert, gleichzeitig aber vorwurfsvoll die Frage aufgeworfen wird, ob Rußland wirklich alles tut, um ZUSÄTZLICHE MENGEN zu liefern, dann läßt sich ganz deutlich erkennen:
    Man sucht nur nach Angriffsflächen.
    Deutschland ist nicht mehr bereit, die Kriegsopfer der SU ebenbürtig zu bewerten.
    6 Millionen Juden und Andere, von denen eine nicht kleine Zahl auch Slawen waren, haben einen anderen Stellenwert.
    Kommentatoren wie "Weltraumbummler" zeigen den Level der erfolgreich gezüchteten Saat.
    Die Brecht`sche Periode - Wehret den Anfängen - ist schon vorbei.

    • Uwe Erich Niemeier

      Veröffentlicht: 11. November 2021 14:24

      ... tja, was will man machen. Russland hat jahrzehntelang Deutschland, die deutschen Politiker und die Deutschen angehimmelt. Die Deutschen waren immer etwas besonderes, ungeachtet, dass sie Millionen von Sowjetbürgern ermordet hatten. Und das färbt natürlich ab. Während Russland wohl schon den Rückwärtsgang eingeschaltet hat und Richtung Deutschland mit anderen Augen schaut, habe ich die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass sich Deutschland auch auf sich besinnt ...

  • Anton Amler

    Veröffentlicht: 12. November 2021 10:50 pm

    sich besinnen hieße, die Machtstrukturen ändern, und das wird bestraft.
    Die Konsequenzen sind mir bekannt.
    Wer sich mal mit vorrevolutionärer Literatur beschäftigt hat, weiß um die "Russische Seele".
    Sie taugt nicht für die Gegenwart, weil werteorientiert.
    Ihre Hoffnungen sind lobenswert, aber leider wirklichkeitsfern.
    Das sagt Ihnen ein im real existierenden Deutschland Lebender, durchaus nicht verbitteter Bürger.

  • Anton Amler

    Veröffentlicht: 13. November 2021 11:20 pm

    ich entschuldige mich für das fehlende "r" in verbitterter Bürger

    • Uwe Erich Niemeier

      Veröffentlicht: 13. November 2021 13:00

      ... ach wissen Sie, es gibt Schlimmeres. Mein Vater hat mir erzählt, wie er als ungezogener Schuljunge mit seinen Kumpels in den 40Jahren des vorigen Jahrhunderts die Reklameschrift am Schaufenster eines Fischladens korrigiert hat. Er hat den Buchstaben "b" aus dem Wort "Rotbarsch" gelöscht ... das war dann schon effektvoller ...

  • Anton Amler

    Veröffentlicht: 14. November 2021 11:04 pm

    Sprachen und deren schriftliches Abbild können dann Waffen sein, wenn man sie sicher und kontrolliert handhabt.
    Mir hat das schon, selbst in erniedrigender Kleidung, geholfen.
    Gehe ich recht in der Annahme, daß für den erfolgreichen Betrieb des Kanals die Anzahl der Aufrufe bedeutsam ist, wobei natürlich Zustimmung erwünscht, vernünftige Kommentierung aber belebend wirken.
    Manch einer könnte aber seinen nicht wirklich aussagefähigen Kommentar sparen, indem er einem bereits Formulierten seine Zustimung oder Ablehnung erteilt.
    Mit diesem kleinen Klick demonstriert er ja, daß er den Beitrag eröffnet hat.
    Leider steht die überwiegend positive Bewertung Ihrer Beiträge in starkem Gegensatz zur öffentlichen Haltung der BRD.
    Die Suche nach einer real möglichen Änderung dieser Situation blieb mir bislang den Erfolg schuldig.

    • Uwe Erich Niemeier

      Veröffentlicht: 14. November 2021 16:00

      ... selbstverständlich sind Zugriffszahlen und Kommentare (egal welchen Inhalts) der Hauptmotor, um den Kanal populär zu machen. YouTube hat hier technische Möglichkeiten dies festzustellen und beginnt dann, den Kanal zu empfehlen, also Werbung zu machen. Dadurch steigen die Zugriffszahlen, die Werbeeinnahmen werden mehr usw. usw. ... also irgendwie ein selbstlaufender Prozess, wenn der Kanalbetreiber immer am Ball bleibt und seinen Kanal pflegt und mit interessanten Informationen füttert. Bitte nicht den YouTube-Kanal mit dem hiesigen Portal verwechseln - das sind zwei völlig andere Welten. Hier spielt es überhaupt keine Rolle, wie viele Leute kommentieren oder das Portal aufrufen. Das Portal kann sich nur entwickeln, wenn es liebevoll gepflegt wird (was ich nicht tue) und wenn es durch zusätzliche Werbung bekannt gemacht wird (was ich nicht tue).
      Wenn ich merke, dass meine Meinung in Übereinstimmung steht mit der Meinung der Offiziellen Bundesrepublik Deutschland, dann schalte ich Kanal und Portal ab ... dann habe ich etwas verkehrt gemacht.

  • Anton Amler

    Veröffentlicht: 15. November 2021 12:00 pm

    Das Portal ist für mich ein Weg, um gewissermaßen von Haus zu Haus zu kommunizieren.
    Youtube ist mein Pfad für die Kommentierung.
    Da ich fast alle Kommentare lese stört mich etwas, daß auf Antworten zu den Kommentaren, die ich teilweise auch kommentiere, meist eine Antwort schuldig geblieben wird - ich werde trotzdem weiter so verfahren.

    • Uwe Erich Niemeier

      Veröffentlicht: 15. November 2021 12:07

      ... was mich anbelangt, so kann ich nicht auf alle Kommentare antworten - das ist zeitlich völlig unmöglich. Täglich werden hunderte von Kommentaren gepostet. Dazu kommt noch Post, die mich per email erreicht und die manchmal sehr umfangreich ist ... und ab und zu muss ich auch mal ein Video produzieren ... An sich gehe ich davon aus, dass ich in meinen Beiträgen alles gesagt habe und andere den Beitrag ergänzen oder korrigieren können. Wenn es eine dringende Notwendigkeit gibt, dann antworte ich auf ausgewählte Kommentare ... Ich bin Einzelkämpfer. Andere Blogger (aber auch Politiker) haben Medienmitarbeiter, die die Konten der Sozialnetzwerke pflegen und so tun, als ob sie der Blogger oder Politiker wären ...

  • Anton Amler

    Veröffentlicht: 16. November 2021 10:22 pm

    Da ich Ihre Arbeit sehr schätze ärgern mich bestimmte Einträge, die das Prädikat "Kommentar" nicht verdienen.
    Man kann Beifall zollen, begründend Ablehnung ausdrücken, oder ergänzen, aber nicht einfach zusammenhangslos und in unverständlichen Satzfetzen das Papier beleidigen. Das müllt den Beitrag nur zu, und erschwert sowohl Ihnen, wie auch geneigten Lesern wie mich, die Übersicht.
    Wir sind dizipliniert aufgewachsen, haben auch Dank der politischen Situation gelernt, erst das Hirn, und dann das Maul einzuschalten, und so aufkommenden Emotionen kontrolliert zu begegnen. Es wird heute gern übersehen, daß sich auch Systemüberzeugte mit offensichtlichen Problemen und deren Verursachern, häufig auf einem niederen Level Zurückgebliebener, kritisch auseinandersetzen mußten, ohne dabei ein gewisses Gefahrenpotential außer Acht lassen zu können.
    Wir sind daran gereift, und deshalb erwarte ich, wohl fälschlicherweise, ein Minimum an Anstand im zwischenmenschlichen Umgang.

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