Föderale Kurzinformationen - Woche 2020-03

Föderale Kurzinformationen - Woche 2020-03

 

Das Leben in Russland ist vielfältig und interessant. Aber nicht jede Information reicht für einen vollumfänglichen Artikel aus oder ist so wichtig, um darüber ausführlich zu berichten. Wir fassen sonstige Ereignisse zu Kurzinformationen zusammen und veröffentlichen diese am Wochenende für die jeweils abgelaufene Woche.

 

 

Der Vorsitzende der Gilde der Brot- und Backwarenhersteller in Russland warnte vor möglichen Preiserhöhungen für Brot um bis zu 6,5 Prozent. Gründe hierfür sind die geringen Vorräte und geringe Qualität an Getreide für die Produktion.

Nach Meldungen über Pläne des Irak, mit Russland die Gespräche über den Kauf von Raketenkomplexen S-300 wieder aufzunehmen, berichten amerikanische Quellen, dass der Irak mit Russland Gespräche über den Kauf von S-400-Flugabwehrsystemen führt.

Russland und Sri Lanka setzen die Zusammenarbeit im militärtechnischen Bereich fort. Russland wird die Lieferung von sechs Flugzeugen SU-30 und Schützenpanzer BTR-82A mit über 500 Mio. USD kreditieren. Weiterhin werden Gespräche zur Lieferung von Küstenschutzschiffen geführt.

Das Büro für Kredithistorie informierte, dass im vergangenen Jahr durch die russischen Banken nur 40 Prozent aller beantragten Kredite genehmigt worden sind. Besonders häufig wurden Kreditanträge in der Zeit vor dem Jahreswechsel abgelehnt.

Die russische Registrierungsbehörde für Grund und Boden hat bei Kontrollen festgestellt, dass in geografischem Kartenmaterial häufig die russischen Territorien Kaliningrad, Krim und Kurilen fehlen. Derartige kartographische Fehler sollen zukünftig mit Geldstrafen belegt werden.

Auf Anregung des russischen Präsidenten Putin wird die Schulspeisung für Schüler bis zur vierten Klasse zukünftig kostenlos sein. Putin kommentierte, dass es hierzu unterschiedliche Meinungen in der Regierung gab. Die Versorgung soll ab 1. September beginnen. Spätestens 2023 sollen alle Schulen zur kostenlosen warmen Essensversorgung übergehen.

Russland setzt die Politik der Ablösung des USD als internationales Zahlungsmittel im zwischenstaatlichen Rechnungsausgleich fort. Grund hierfür ist das immer aggressivere Auftreten der USA und die Nutzung der Währung als Druckmittel gegenüber Drittstaaten.

Der russische Rechnungshof geht davon aus, dass jährlich zwei bis drei Milliarden Rubel aus dem russischen Staatshaushalt gestohlen werden. Bei Kontrollen im Jahre 2019 wurden Verstöße gegen die Finanzdisziplin im Umfang von 804 Mrd. Rubel festgestellt. Zukünftig wird sich der Rechnungshof verstärkt der Suche nach Systemfehlern widmen.

In Tscheljabinsk wurde die Wohnung einer Reinemachefrau durch die Behörden zwangsgesäubert. Vier LKW-Ladungen stinkender Abfälle und Müll wurden abtransportiert. Nach wenigen Tagen wandte sich die Frau an die Behörde und beschwerte sich über die schlechte Qualität der Reinigung ihrer Wohnung.

Die russische Währung stabilisiert sich weiter. Der Leitzins ist auf einem historischen Tief mit 6,25 Prozent. Somit fallen auch die Zinsen für Geldanlagen. Im Januar haben die TOP-10 Banken einen durchschnittlichen Zins bis zu 5,9 Prozent angeboten.

In Russland wurden die ersten Video-Bankautomaten aufgestellt. Diese erfüllen die Rolle einer kleinen Bankfiliale. Die Bankomaten erfüllen die üblichen Funktionen, stellen aber auch Videokontakt zu einem Zentraloffice her, wo der Kunde sich mit Spezialisten konsultieren kann. Dieser Automat kann 90 % aller täglich üblichen Bankfilialfunktionen erfüllen.

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