Föderale Kurzinformationen - Woche 2020-05

Föderale Kurzinformationen - Woche 2020-05

 

Das Leben in Russland ist vielfältig und interessant. Aber nicht jede Information reicht für einen vollumfänglichen Artikel aus oder ist so wichtig, um darüber ausführlich zu berichten. Wir fassen sonstige Ereignisse zu Kurzinformationen zusammen und veröffentlichen diese am Wochenende für die jeweils abgelaufene Woche.

 

 

Der neue russische Vizepremier Marat Husnullin vertritt die Ansicht, dass in ganz Russland ein Renovationsprogramm, also der Abriss von Bauten aus der Sowjetzeit, durchgeführt werden muss. Der Vizepremier hat als ehemaliger Vizebürgermeister von Moskau dieses Programm in der Hauptstadt bereits erfolgreich organisiert.

Gesellschaftlich aktive Bürger haben vorgeschlagen, den freien Verkauf von Polizeiuniformen in Russland zu verbieten. Der Missbrauch dieser Uniformen nimmt zu. Obwohl die jetzige Gesetzgebung den Missbrauch unter Strafe stellt – bis zu 1.500 Rubel - schreckt dies Kriminelle nicht ab.

Das russische Arbeitsministerium hat vorgeschlagen, für den militärischen Alternativdienst auch Arbeiten in der „Post Russlands“ zuzulassen. Insgesamt gibt es in Russland 622 staatliche Einrichtungen, wo Alternativdienst abgeleistet werden kann.

Russland hat den zweiten Komplex von Flugabwehrraketen des Typs S-400 an China ausgeliefert. Die Auslieferung des zweiten Komplexes verzögerte sich, da das Schiff, welches das System transportierte, im Januar 2018 in einen Sturm geriet und die Technik beschädigt wurde.

Die Vizepremierin Tatjana Golikowa kommentierte in einem Interview, dass bei der Reorganisation des Gesundheitswesens in den Regionen viele Fehler zugelassen worden sind. Die Qualität und der Umfang der medizinischen Leistungen haben sich rapide verschlechtert. Wer hier die Schuld trägt, sei schwer zu sagen, meinte Golikowa.

Russische Strafgefangene haben ab sofort gesetzlichen Anspruch auf Entschädigung, wenn sie im Gefängnis nicht entsprechend den allgemeinen Festlegungen behandelt werden. Die Höhe der Entschädigung wird per Gerichtsbeschluss festgelegt. Die Entschädigung ist innerhalb von 90 Tagen an den Betroffenen zu überweisen.

Vizepremier der föderalen Regierung Tatjana Golikowa informierte, dass 18,5 Mio. Russen unterhalb der Armutsgrenze leben. Der größte Teil sind Familien mit Kindern. Die Tendenz ist leicht fallend – um 1,7 Mio. Menschen im Jahre 2019.

Die Summe eines durchschnittlichen Kredits für den Kauf eines PKW wuchs um 9,2 % auf 769.000 Rubel an. Russische Banken haben Kredite für den Fahrzeugkauf im Gesamtumfang von 615 Mrd. Rubel im Jahre 2019 ausgereicht. Im Jahre 2018 waren es nur 512 Mrd. Rubel. Begründet wird dieses Anwachsen mit dem Wunsch, teurere Autos zu kaufen.

Im Jahre 2019 gab es mehr als zwei Millionen registrierte Verbrechen in Russland. Das sind 1,6 Prozent mehr als 2018. Hierbei wuchsen die Verbrechen in 53 Regionen. In den restlichen 32 Regionen fiel die Anzahl. Der Schaden der durch diese Verbrechen entstanden ist, wird mit 628 Mrd. Rubel beziffert.

Ausländische Firmen erhalten in Russland mehr steuerliche Vergünstigungen als russische Firmen. Die Statistik zeigt, dass 75 Prozent aller ausländischen Firmen Steuervorteile erhalten, aber nur 65 Prozent der russischen Firmen. 44 Prozent aller Firmen informierten, dass sie keinerlei Steuervorteile nutzen.

Gallup International hat eine internationale Erhebung durchgeführt. Dabei sagten 42 Prozent der Russen, dass sie glücklich sind. Im Jahre 2018 waren nur 24 Prozent glücklich und 2013 waren sogar nur 18 Prozent glücklich.

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