Föderale Kurzinformationen - Woche 2020-07

Föderale Kurzinformationen - Woche 2020-07

 

Das Leben in Russland ist vielfältig und interessant. Aber nicht jede Information reicht für einen vollumfänglichen Artikel aus oder ist so wichtig, um darüber ausführlich zu berichten. Wir fassen sonstige Ereignisse zu Kurzinformationen zusammen und veröffentlichen diese am Wochenende für die jeweils abgelaufene Woche.

 

 

Die durchschnittliche Rente in Russland ist im Jahre 2019, im Vergleich zu 2018, um 6 Prozent gestiegen. In absoluten Ziffern betrug sie im Jahre 2019 14.163 Rubel. Unter Berücksichtigung der Inflation gab es einen Realzuwachs von 1,5 Prozent.

Edward Snowden lebt, jetzt mit seiner Frau, nach wie vor in Russland und geht einer Arbeitstätigkeit nach. Seine Aufenthaltsgenehmigung endet im April 2020. Sein Anwalt teilte mit, dass Snowden plane, die Verlängerung zu beantragen. Über das Thema der Beantragung der russischen Staatsbürgerschaft habe man noch nicht gesprochen. 

Russland bildet mehrere Kommissionen von Beamten auf Regierungsebene, die die Aufgabe haben, ins Ausland zu fahren und mit dort ansässigen Russen über eine Rückkehr in das Land zu sprechen. In erster Linie soll keine Überzeugungsarbeit, sondern Informationsarbeit für eine freiwillige Rückkehr geleistet werden.

Russland hat mit der Vorbereitung der Militärparade zum 75. Jahrestag des Sieges im Großen Vaterländischen Krieg begonnen. Die Parade wird diesmal 90 Minuten dauern. 20 Staaten wurden eingeladen, militärische Einheiten nach Moskau zur Teilnahme an der Parade zu entsenden.

Der oberste Suchtbeauftragte Russlands vertritt die Ansicht, dass 30 Prozent der Bevölkerung in die Kategorie „Stille Alkoholiker“ eingeordnet werden muss. Sie trinken regelmäßig jeden Tag eine kleine Menge Alkohol und suchen keine Hilfe im medizinischen System.

Nissan in St. Petersburg zeigt sich besorgt zur Epidemiekrise in China. Sollte diese nicht mit 17. Februar unter Kontrolle gelangen, werden die Nissan-Zulieferer aus China keine Lieferungen von Zubehörteilen mehr vornehmen und das Werk in St. Petersburg wird gezwungen sein, seine Produktion einzustellen.

Der Leiter der russischen Statistikbehörde hat informiert, dass während der Volkszählung in Russland die Bürger, die im Donbass den russischen Pass beantragt und erhalten haben, nicht erfasst werden und somit die Bevölkerungszahl in Russland nicht beeinflussen.

RosOboronExport schließt die Möglichkeit nicht aus, dass sich die Lieferungen von Flugabwehrsystemen S-400 an China wegen der Verbreitung des Corona-Virus verzögern wird. Im Jahre 2014 wurden Verträge abgeschlossen. Die erste Lieferung erfolgte 2017. Die zweite Lieferung verzögerte sich um ein Jahr, weil das Schiff in einen Sturm geriet und die Raketen beschädigt worden.

Russische Anbieter von Mobilfunkdienstleistungen haben erstmals das RuNet im Verwaltungsbezirk Ural getestet. Die Ergebnisse waren insgesamt zufriedenstellend, wenn auch nicht repräsentativ, weil es sich um eine Region mit relativ wenig Internetteilnehmern handelt.

Russland will mit den USA Möglichkeiten der Zusammenarbeit bei der Erforschung des fernen Weltraums besprechen, teilte der Chef von RosKosmos Dmitri Rogosin mit. Bereits jetzt werden Gespräche über die Schaffung einer gemeinsamen Mondstation geführt.

Nach bewaffneten Zwischenfällen am Hauptoffice des FSB in Moskau, ist es Mitarbeitern, bei Androhung der Entlassung aus dem Dienst, ab sofort verboten, Telefone, Tablets und ähnliche elektronischen Geräte mit in das Gebäude zu nehmen. Es ist davon auszugehen, dass auch in den Regionalverwaltungen ähnliche Entscheidungen zur Sicherheit getroffen werden.

Gasprom informiert in einer Präsentation zum „Tag des Investors“ in New York, dass die Gasleitung „NordStream-2“ bis Ende 2020 zu Ende gebaut wird. Der russische Präsident Putin zeigte sich Ende 2019 weniger optimistisch und nannte das Datum 1. Quartal 2021. Die Leitung ist gegenwärtig zu 93,5 % fertiggestellt. Es verbleiben noch 160 km.

Der Sender „Radio Freiheit“ ist in die Liste der Ausländischen Medienagenten aufgenommen worden. Somit befinden sich auf der Liste des russischen Justizministeriums insgesamt 11 Ausländische Medienagenten.

Russland wird die Europäische Union nicht um die Aufhebung der Sanktionen bitten – so der ständige Vertreter Russlands bei der EU Wladimir Schukow. Er persönlich sehe keinen Durchbruch in den Beziehungen zur EU. Die EU hat sich selber in die Sackgasse der Sanktionen gebracht und soll nun zusehen, wie sie da wieder gesichtswahrend rauskomme.

Abgeordnete der Staatsduma haben vorgeschlagen, die Quote für ausländische Studenten an russischen Hochschulen und Universitäten in den Jahren 2021/22 um 100 Prozent, also von 15.000 auf 30.000 zu erhöhen. Wichtig ist, dass Russland auch im Bildungswesen einen neuen Platz im Weltmaßstab einnimmt – so die Abgeordneten.

Anfang des Jahres 2019 erklärten 41 Prozent aller Russen, keinerlei Sparrücklagen zu haben. Im vierten Quartal bekannten nur noch 36 Prozent, nicht für schwierige Zeiten Geld zurückgelegt zu haben.

Der russische Premierminister Michael Mischustin hat eine Anordnung zur Außerkraftsetzung von 3.621 Akten, Verordnungen und Durchführungsbestimmungen aus den Jahren 1923 bis 1991 unterzeichnet. Diese waren in ihren Forderungen nicht mehr aktuell oder wurden nicht mehr angewendet.

Der Staatsduma wurde ein Gesetzentwurf zugeleitet, welcher vorsieht, dass diejenigen Verbraucher kommunaler Dienstleistungen einen Preisnachlass erhalten, die auf die Zustellung der Rechnungen in Papierform verzichten. Bereits jetzt ist ein Gesetz in Vorbereitung, welches den Banken verbietet, Überweisungsgebühren für kommunale Dienstleistungen zu fordern.

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