Früher oder später wird Deutschland die Rechnung präsentiert

Früher oder später wird Deutschland die Rechnung präsentiert
 
Der stellvertretende UNO-Vertreter Russlands Dmitri Poljanski hat Deutschland auf seine Verantwortung für die Nawalny-Verleumdungskampagne hingewiesen. Früher oder später wird Deutschland dafür bezahlen müssen – so Poljanski in einer öffentlichen Anrede an den Vertreter der Bundesrepublik Deutschland bei der UNO.
 
 
Die Äußerungen des russischen Vertreters erfolgten während einer Sitzung des UN-Sicherheitsrates.
 
Grafik: Dmitri Poljanski, Stellvertretender UN-Botschafter der Russischen Föderation
 
„Vergessen Sie das bitte nicht, wenn Sie mit neuen phantastischen Enthüllungen des Herrn Nawalny spielen. Früher oder später müssen Sie sich für diese ganze Verleumdungskampagne, die von Berlin entfesselt wurde, verantworten.“
 
Der russische Vertreter erinnerte nochmals daran, dass die deutsche Seite auf die Vielzahl von Fragen seitens Russlands und auf die fünf Anfragen der russischen Generalstaatsanwaltschaft im Rahmen der Rechtshilfe, bisher immer noch nicht geantwortet hat.
 
„Ohne dem ist es einfach lächerlich zu glauben, dass sich Deutschland ernsthaft mit der Angelegenheit beschäftigt.“
 
Weiterhin antwortete der russische Vertreter auf den Einwurf des deutschen Botschafters, doch die Untersuchungen der Journals „DER SPIEGEL“ zu berücksichtigen. „In Russland ist schon lange bekannt, dass der „SPIEGEL“ Quellen nutzt, die das Sprachrohr westlicher Geheimdienste sind“, so Poljanski.
 
Der russische stellvertretende Botschafter wandte sich an seinen deutschen Kollegen und meinte, dass dieser wohl viele Jahre lang intensiver Leser der „New York Times“ war und nicht jeder hat die Kraft dem Einfluss einer derartig umfangreichen Masse von Fake-Informationen standzuhalten und nicht deren Einfluss zu unterliegen.
 
Grafik: Dr. Christoph Heusgen Botschafter und Ständiger Vertreter der Bundesrepublik Deutschland bei den Vereinten Nationen
 
Deutschland verlässt nach zwei Jahren den UN-Sicherheitsrat. Der russische Botschafter kommentierte die zweijährige Anwesenheit des deutschen Vertreters mit den Worten, dass dieser in diesen zwei Jahren ein interessantes Verhalten an den Tag gelegt habe. Es verging keine Sitzung, wo der deutsche Diplomat nicht irgendeine Kritik an die Adresse Russlands vorgebracht habe, selbst wenn die Kritik absolut nichts mit dem Thema zu tun hatte, weswegen sich der Sicherheitsrat versammelt hatte.
 
Der russische stellvertretende Botschafter verabschiedete sich mit beißendem Spott von seinem deutschen Kollegen:
 
"Lieber Christoph, ich möchte mich mit einem Aphorismus des Schriftstellers Michail Schvanetski, der kürzlich diese Welt verlassen hat, von Ihnen verabschieden: "Wie schade, dass Sie endlich gehen."
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Kommentare ( 1 )

  • Gego Tschetoch

    Veröffentlicht: 23. Dezember 2020 14:46 pm

    Mittlerweile empfinde ich diesen Medien-Krieg zunehmend als eine Vorbereitung auf einen tatsächlichen Krieg. Dazu passt sehr gut ein aktuelles 9-Min-Interview mit Wolfgang Ischinger bei "LBBW Mindset21" vom 10.12.2020. Dort erklärt er, dass er vor 2 Jahren ein Buch geschrieben hat "Welt in Gefahr - Deutschland und Europa in unsicheren Zeiten" und dass dieses Buch vor kurzem in englischer Fassung in den USA erschienen ist. Er betont, dass er dieses Buch mittlerweile mit "Welt in großer Gefahr" betiteln würde. Im weiteren kommt dann eine Aussage im Vergleich zu der Zeit vor dem Ausbruch des 1. Weltkrieges... "den niemand kommen sah, der dann plötzlich ausbrach, bloß weil irgendwo einer mit der Pistole angefangen hat zu schießen". Eine unglaubliche Aussage, denn jeder weiß, dass es anders war. Und auch das aktuelle Zeitgeschehen auf dem europäischen Boden sieht militär-politisch betrachtet inzwischen schon sehr brisant aus.
    Kriege entstehen niemals plötzlich, sie haben eine Vorgeschichte!

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