Halbe Million Dollar für Ergreifung von Chodorkowski

Halbe Million Dollar für Ergreifung von Chodorkowski
 
 
Das amerikanische FBI hat ein Kopfgeld für Hinweise angeboten, die zur Verhaftung des russischen Staatsbürgers Prigoschin führen. Prigoschin hat nun ebenfalls ein Kopfgeld ausgesetzt.
 
Der russische Staatsbürger Prigoschin, für dessen Ergreifung das amerikanische FBI eine Summe von 250.000 USD ausgesetzt hat, scheint kein Kind von Traurigkeit zu sein. Russische Medien informierten, dass er eine Summe von 500.000 USD demjenigen angeboten hat, der Hinweise geben kann, die zur Verhaftung von Michael Chodorkowski führen. Die entsprechende Erklärung des Unternehmers wurde durch den Pressedienst seiner Firma „Konkord“ verbreitet.
 
 
Anlass waren Anfragen von Journalisten, wie Prigoschin auf den Fahndungsaufruf des amerikanischen FBI reagiere und insbesondere auf Kommentare, die Chodorkowski aus seinem Exil heraus zu diesem Thema verbreitet hat.
 
Chodorkowski hatte in einem Interview mit „Echo Moskau“ erklärt, dass Prigoschin jetzt ziemlich große Probleme habe und er hoffe, dass sich Prigoschin irgendwann einmal für all das, was er getan hat, vor einem russischen Gericht verantworten muss.
 
„In dieser Geschichte bin ich ein Patriot und guter Junge. Aber Chodorkowski ist ein schlechter Junge. Er ist ein ehemaliger Oligarch, der die oberste Führung des Landes in den damaligen 90er Jahren gekauft hat und der unserem Volk gewaltige Gelder gestohlen und dieses Geld in London versteckt hat und ab und zu mal einen Pups rauslässt. Aber „Echo Moskau“ schraubt die Lautstärke höher und verstärkt den Gestank einfach nur etwas“, - so der Firmeninhaber von „Konkord“.
 
Prigoschin kommentierte, dass die Amerikaner ihn beschuldigen, Dinge getan zu haben, die er nicht getan hat. Aber Chodorkowski hat viele Menschen ermordet. Deshalb ist es ihm ein Vergnügen, die Summe von 500.000 Dollar auszusetzen, die dazu führen, dass man Chodorkowski verhaften kann. Allerdings wird das Geld nur einem russischen Staatsbürger bezahlt. An Ausländer, die Russland ständig mit Sanktionen schlagen, wird er keinen Cent zahlen – so Prigoschin.
 
Prigoschin schloss aus, dass er jemals in einem amerikanischen Gefängnis sitzen werde. Dies könnte nur passieren, wenn es einen Verräter in den Reihen der russischen Machtstrukturen gibt, der bereit ist, seine Heimat zu verkaufen. Aber – so glaubt Prigoschin – in den allernächsten Jahren wird es eine derartige Gefahr nicht geben. Patrioten gibt es in Russland wesentlich mehr als es Liberale gibt, die bereit sind vor dem Westen zu katzbuggeln.
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