Jeder Container eine Rakete?

Jeder Container eine Rakete?
 
Aus den Zeiten des Kalten Krieges kennen die USA und ihre NATO-Partner bereits den sogenannten Todeszug. Jetzt verfügt Russland wohl auch über Todesschiffe, wie russische Medien berichten.
 
 
Der sogenannte „Todeszug“ war ein ganz normaler Zug mit Güterwaggons und einem angekoppelten Personenwaggon. Dieser fuhr kreuz und quer durch die Sowjetunion und war bereit, zu jeder beliebigen Zeit irgendwo auf Strecke anzuhalten, die Dächer der Güterwaggons aufzuklappen und die darin befindlichen Atomraketen auf ein Ziel des Gegners abzuschießen. Die Ortung und somit rechtzeitige Bekämpfung wurde durch den ständigen Standortwechsel erschwert und stellte somit, ebenso wie die nicht sichtbaren Atom-U-Boote vor der Küste der USA, ein erhebliches Sicherheitsrisiko für mögliche Konfliktsituationen dar.
 
Grafik: Todeszug
 
Der Zug wurde nie in Serie produziert. Vermutlich wurden die wenigen Exemplare, Gerüchte sprechen von zwei, eingemottet und warten, wie viele andere Projekte aus Sowjetzeiten, nun darauf, wieder aktiviert zu werden.
 
Nun informierte der Direktor der Firma „JugRefTransport“ Viktor Kota über ein neues Projekt, welches durch ihn betreut wird. Es handelt sich um ein Gefrierschiff, welches für den Einsatz in der Arktis bestimmt ist und welches auch für militärische Zwecke genutzt werden kann. Als Beispiel nannte er das Transportschiff „Iwan Pananin“, welches Raketen, getarnt in Containern, transportiert.
 
Hierbei handelt es sich um die Raketen „Kalibr“, bekannt aus dem Ersteinsatz im Syrienkrieg, wo ein Massenstart, ausgeführt von Schiffen der Kaspiski-Flottille, punktgenau Stellungen der Terroristen über eine Entfernung von einigen tausend Kilometer traf.
 
Um diese Raketen auch auf normalen Transportschiffen einsetzen zu können, wurden ganz einfache ordinäre Transportcontainer genutzt. Für den Transport und Einsatz eines Raketenkomplexes werden drei Container und ein Kran mit einer Tragfähigkeit von 40 Tonnen benötigt, über die eigentlich fast jedes Transportschiff verfügt. In einem vierten Container hält sich die Bedienungsmannschaft auf.
 
Gegenwärtig ist geplant, dieses Schiff als Forschungsschiff in der Arktis einzusetzen – allerdings mit doppelter Nutzungsmöglichkeit.
 
Russische Medien informieren weiter, dass Russland plant, seine Eisbrecherflotte zu entwickeln. Der stellvertretende Stabschef für die materiell-technische Versorgung der russischen Streitkräfte informierte im Rahmen eines Runden Tisches im russischen Föderationsrat, dass Russland in den kommenden zehn Jahren den Bau von fünf dieser Eisbrecher plant.
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Kommentare ( 1 )

  • Bastian Радебергер Radeberger

    Veröffentlicht: 20. Oktober 2021 01:07 pm

    Und nun grübeln die US-Schlapphüte, was sind davon echte Nachrichten und was sind davon Knochen, an denen sich die US-Dienste samt Nato die Zähne ausbeißen können.
    Denn wenn man bedenkt, daß so ein Riesencontainer auf dem Handelsschiff Plüschtiere und Elektronik transprotieren kann und andererseits aber auch eine ganze Raketenbatterie, die eigentlich nicht zum Streicheln und Kuscheln geeignet ist, da wird wohl so manchem potentiellen Russenfresser US-Nato and Friends der kalte Schweiß ausbrechen.

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