Kinder-Massengrab in Russland gefunden

Kinder-Massengrab in Russland gefunden
 
Russische Rechtspflegeorgane haben die Ermittlungen im Zusammenhang mit dem Auffinden eines Massengrabes aufgenommen. Bisher wurden in dem Massengrab sterbliche Überreste von 188 Menschen entdeckt, ein Großteil davon Kinder.
 
 
Das Massengrab wurde im Gebiet Pskow entdeckt und stammte aus der Zeit des Großen Vaterländischen Krieges. Insgesamt gab es zehn Grabungen im Gebiet Pskow, in der Nähe der Siedlung Glota, die im Rahmen der Genozid-Ermittlungen eingeleitet worden sind. Unter den 188 Ermordeten, waren 73 Kinder.
 
Videobegleitung: Vormarsch deutscher Truppen im Bereich Pskow
 
Die Ermittler haben eine Vielzahl von Beweismitteln sichergestellt, die darauf hindeuten, dass es sich bei den Ermordeten um Zivilisten handelt. Eingeleitet wurden gerichtsmedizinische Untersuchungen.
 
Die russischen Rechtspflegeorgane analysieren auch Archivunterlagen, um festzustellen, wer an diesen Ermordungen beteiligt gewesen ist.
 
Videobegleitung: Vormarsch deutscher Truppen im Bereich Pskow
 
Bereits im August wurde ein Strafverfahren wegen Völkermordes eingeleitet – dies im Zusammenhang mit dem Auffinden eines weiteren Massengrabes im Gebiet Pskow, in der Nähe der Siedlung Moglino. Hier wurde festgestellt, dass durch Deutsche ein Konzentrationslager eingerichtet worden war, in dem mindestens 3.000 Menschen ermordet worden sind.
 
Videobegleitung: Vormarsch deutscher Truppen im Bereich Pskow
 
Am 27. Oktober 2020 fällte das Kreisgericht der Stadt Solezk im Gebiet Nowgorod ein Präzedenzurteil. Erstmals in der russischen Rechtsprechung wurde die Ermordung von Zivilisten durch die deutschen Nazis während des Großen Vaterländischen Krieges als „Genozid“ klassifiziert. Grundlage für diesen Urteilsspruch war die Vernichtung des Dorfes Schestjanaja Gorka/Жестяная Горка im Jahre 1942.
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