Kreml lässt sich ein wenig in die Karten schauen – Kein Grund zur Freude

Kreml lässt sich ein wenig in die Karten schauen – Kein Grund zur Freude
 
Am Wochenende ließ sich der Kreml ein wenig in die Karten schauen – zumindest was das Gespräch zwischen den Präsidenten Russlands und der USA und deren Folgen anbelangt. Putin hatte keinen Anlass, nach diesem Gespräch optimistisch fröhlich zu sein – meinen die russischen Medien.
 
 
Dmitri Peskow, Pressesprecher des russischen Präsidenten informierte, dass Biden während der Videokonferenz dem russischen Präsidenten mit der vollständigen finanziellen Isolierung des Landes gedroht habe, falls Russland die Ukraine angreifen sollte.
 
„Ja, so war es wirklich, Biden hat darüber gesprochen, dass, wenn dieser Blitzkrieg mit der Ukraine wirklich stattfindet … anscheinend glauben die Amerikaner nun schon selber an diese Geschichte, man Russland finanziell isolieren werde und so weiter und so weiter …“ – erzählte Peskow.
 
Peskow informierte weiter, dass das Gespräch einerseits in einer freundlichen Atmosphäre stattfand, aber thematisch doch sehr konkret war und keinerlei gegensätzliche Standpunkte akzeptiert wurden. Biden habe eine aggressive Rhetorik zum Thema der amerikanischen Truppen in Europa gezeigt und dies führe ganz bestimmt nicht zur Absenkung der Spannungslage – meinte Peskow.
 
Nach dem Ende des Gespräches gab es keinen Anlass für Putin, besonders erfreut zu sein – informierte Peskow in einem Interview mit dem TV-Format „Moskau-Kreml-Putin“.
 
Auch jetzt, nach dem Gespräch beider Präsidenten könne man nicht erkennen, dass die Biden-Administration die eingegangenen Versprechungen auch wirklich erfülle – es läuft alles so, wie auch früher – meinte Peskow.
 
 
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Kommentare ( 14 )

  • felix

    Veröffentlicht: 13. Dezember 2021 15:45 pm

    Die Schilderung ist gut vorstellbar.

    Die ständigen Angstschilderungen des Westens, der Nato, der EU, der G7 usw. halte ich zumindest teilweise für einen Trick um Russland als böses Land abzustempeln, mit dem man keine Geschäfte macht - und das ist ja eh und je der Wunsch der USA.

    Russland sollte sich vielleicht ähnlich verhalten, es kann doch auch ständig wiederholen:

    Truppen sind an der Grenze wegen Angst vor der Nato - und sie deswegen auch dort lassen.

    Russland kann sich auch auf einen pragmatischen Weg machen um endlich wieder friedlicher mit seinen Nachbarn leben zu können - sich damit an die Spitze der Friedlichen zu stellen, die an einem guten Miteinander zu ihren Nachbarn und der Welt interessiert sind.

    Damit könnte Russland sich wieder viele Vorteile in der Welt erarbeiten.

    Gut für Russland wäre auch, wenn es als erstes Land im Moment den Willen zum friedlichen Miteinander als großes Interesse darstellt, damit wären Schuldzuweisungen an Russland hinfällig.

  • Anton Amler

    Veröffentlicht: 14. Dezember 2021 11:53 pm

    Es ist ein Irrglaube, Rußland könne durch irgend ein Wohlverhalten den Wünschen des freien Westens angemessen entsprechen, es sei denn, man trenne sich von Putin und seiner Administration.
    Was ist trickreich an der ständigen Wiederholung einer Bedrohung durch Rußland?
    Sollte man im eigenen Land auf seine Hoheit verzichten, um fremden Ländern auf fremden Gebieten das Stationieren von neuester Militärtechnik nebst Personal zu gestatten, die eine messbare Bedrohung darstellen?
    Sie sollten sich die Unsinnigkeit Ihres letzten Satzes nochmals vor Augen führen!
    Zwischen Rußland und den USA liegen ein selbst verschuldet verarmter, korrupter Bettler mit Machtansprüchen, die Nato, und ein Ozean.
    Was also haben die USA vor Ort zu suchen, und was geben sie vor, zu bringen?
    Gott bewahre uns vor deren Demokratieverständnis !!!!!!!

  • felix

    Veröffentlicht: 14. Dezember 2021 14:14 pm

    Herr Anton Amler,
    falls Sie sich im letzten Kommentar auf mich bezogen haben - mit meinen Kommentaren versuche ich Anregungen für eine bessere Welt und für einen besseren Platz von Russland in der Welt zu beschreiben.

    Putin war und ist gut für Russland, das sehe ich auch so, mit der "Diplomatie der Westmächte" hat er aber ab und zu Probleme, deswegen schreibe ich so wie ich schreibe.

    Wenn Sie andere Ansichten haben, sehe ich das als Ihr gutes Recht.

    Im Krieg von Napoleon hat er Russland angegriffen.
    1. und 2. Weltkrieg wurde vom Westen gegen Russland geführt, aber Russland wird im Westen immer wieder als der schlimme Aggressor dargestellt - aber dazu kommt aus Russland fast keine diplomatische Gegenwehr, warum ?

    Denn mit dem Begriff vom "bösen Russland" sind vielerlei große Nachteile für Russland mit der Welt verbunden.

    • Uwe Erich Niemeier

      Veröffentlicht: 14. Dezember 2021 14:19

      ... ich mische mich mal kurz ein, um eine Bitte zu äußern, die "felix" hier angeregt hat. Wenn jemand auf den Kommentar eines "jemand" antwortet oder diesen anspricht, wäre es vorteilhaft, dies kenntlich zu machen, damit jeder weiß, dass er gemeint ist und ein Kommentar nicht einfach so im Raum stehenbleibt und niemand weiß, ob er denn antworten soll, ob er denn überhaupt gemeint ist. Deshalb mein Vorschlag, ähnlich wie bei YouTube, einfach @Anton Amler oder @felix zu schreiben und dann den Kommentar anzuhängen ...

  • Bastian Радебергер Radeberger

    Veröffentlicht: 14. Dezember 2021 14:25 pm

    Das ständige Aufplustern der USA, der EU und nun seit einigen Jahren auch der BRD, was man denn mit Rußland machen wölle, wenn ... Die europäischen Natoländer als auch die USA wissen doch, daß sie einer russischen Armee derzeit und vermutlich auch nie wieder ernsthaft etwas bei einer "Aggression" gegen die Ukraine entgegen setzen könnten. Die Nato und die USA samt noch so ein paar Vasallen müssen sich selbst und den anderen vormachen, wie gewaltig sie wären. Nicht daß jemand auf den Einfall kommt, daß ich die vor Waffen strotzende Nato unterschätze, aber erinnern wir uns an die Flucht der Nato aus Afghanistan. Rußland ist kein Land, daß man so einfach unterbuttert. Diesmal würde wohl auch die bis dahin immer verschont gebliebene Heimat der Gringos ziemlich zerzaust werden, damit die mal merken, was Krieg bedeutet. Und Rußland hat Partner, die eine solche Gelegenheit nutzen könnten, an anderer Stelle sich dieser Pest zu entledigen.

  • felix

    Veröffentlicht: 14. Dezember 2021 15:05 pm

    In Ordnung

  • felix

    Veröffentlicht: 14. Dezember 2021 22:12 pm

    @Uwe Erich Niemeier

    In Ordnung - es hat gedauert ?

    • Uwe Erich Niemeier

      Veröffentlicht: 14. Dezember 2021 22:19

      ... ja, somit wird gleich klar, wer angesprochen ist und derjenige kann (wenn er will) reagieren ...

  • Anton Amler

    Veröffentlicht: 15. Dezember 2021 09:40 pm

    Hallo Felix!
    Nix für Ungut!
    Respekt vor Ihrem Glauben an Vernunft und Einsicht - nur teile ich sie nicht.
    Mit dem Angebot Stalins - ein Deutschland ohne Pakt - begann die Rücksichtnahme.
    Die Hand wurde und wird immer ausgeschlagen - deutlicher und längerfristig kann man keine Meinung ausdrücken.
    Da hilft kein guter Wille mehr - nur Gegenhalten!

  • felix

    Veröffentlicht: 15. Dezember 2021 17:46 pm

    @Anton Amler
    es freut mich wenn wir uns mit etwas unterschiedlichen Standpunkten gegenseitig respektieren.

    Mit Vernunft und Einsicht kann man auch manchmal was erreichen, ich habe gute Erfahrungen mit gutem Miteinander gemacht.

    Was ich mit meinem ersten Kommentar zum obigen Thema ausdrücken wollte ist, wenn Russland mit einem Medienkrieg nach dem Anderen pombatiert wird, der für Russland mit vielen Nachteilen verbunden ist - warum schießt dann Russland nicht mit ähnlichen Waffen zurück und bringt sich damit auf einen besseren Platz in der Welt ?

    Damit meinte ich :
    Wenn Russland sich unübersehbar zu friedlichen und gutem Miteinander bereit erklärt, mit Verhandlungen dazu - dann hat die andere Seite ihr ständiges Argument vom bösen Russen verloren.

    Auf diesem Weg befindet sich Russland bereits, z.B. mit Telefonaten.

    "Mit gutem Miteinander kann man alles verbessern, mit Waffen nur sehr selten" - das ist meine Meinung, zu der ich auch selbst viele gute Erfahrungen gemacht habe.

  • felix

    Veröffentlicht: 15. Dezember 2021 18:27 pm

    @Anton Amler
    mein letzter Nachtrag zum Thema.
    Auch bei Verhandlungen im guten Miteinander muss man leider natürlich immer auch aufpassen dass man nicht betrogen wird, trotzdem ist es für mich der beste Weg zu Verbesserungen und Erfolg - und er kostet kein Menschenleben.

  • felix

    Veröffentlicht: 16. Dezember 2021 19:45 pm

    Ich besuche erst seit wenigen Tagen wieder diese Blogger Seiten - ich hätte bis vor Tagen nicht gedacht das Russland so viele Probleme mit dem Westen hat.

    Der Westen unternimmt scheinbar jeden Versuch um Russland das Leben schwer zu machen oder zu schaden.

    Selten liegt es vielleicht am im Westen schwer nachvollziehbaren Verhalten Russlands - häufiger scheint wenig Wissen über westliche Denk-und Verhaltensweisen der Grund zu sein.

    Ich denke sie bräuchten ein Team das sich gut mit westlichen Denk-und Verhaltensweisen auskennt und an einem vortschrittlichem Russland interessiert ist.

    Ich, Außenstehender Russland Freund, halte es für extrem wichtig diesen großen Mangel für eine gute Weiterentwicklung Russlands zu beheben.

    Damit Russland auch nach Putin noch so ein wunderbares Russland bleibt, und keine Kolonie des Westens wird.

    Ich weiß noch wie Putin im Deutschen Bundestag eine sehr gute Rede hielt, aber scheinbar keiner hat ihm zugehört.
    Mir fehlen die Buchstaben !

    • Uwe Erich Niemeier

      Veröffentlicht: 16. Dezember 2021 19:52

      ... interessante Gedanken, Ihrerseits. Ich habe ähnliche Gedanken, allerdings in umgekehrter Richtung. Ich denke mal, dass es dem Westen an notwendigem Grundwissen über Russland, die russische Gesellschaft und den russischen Menschen fehlt. Das war schon so zu Zeiten der Großen Armee (Sie erinnern sich, Napoleon wollte Russland erobern), das war zu Zeiten, als Deutschland von den braunen deutschen Horden regiert wurde so ... man hat sich immer über- und Russland (Sowjetunion) unterschätzt ... man kennt das Land nicht. Russland scheint sich aber im Westen recht gut auszukennen ... zumindest ist dies mein Eindruck. Der Unterschied zwischen dem Westen und Russland ist der, dass Russland vom Westen nichts fordert. Der Westen jedoch fordert ständig etwas von Russland. Aber ich möchte nicht das machen, was der Westen fordert ... deshalb habe ich mir Russland als neue Heimat ausgewählt - ich mag diesen Oberlehrer Deutschland nicht ...

  • felix

    Veröffentlicht: 16. Dezember 2021 21:10 pm

    @Uwe Erich Niemeier
    Mit dem gegenseitigen nicht kennen gebe ich Ihnen völlig Recht, dazu gab es ich glaube in den Sechzigern schon bessere Zeiten.

    Was ich sagen wollte, wenn der Westen zu weit geht, Russland manchmal auch, und keiner weiß wie er den anderen bremst, kann das zu einer Eskalation führen.

    Im Moment sehe ich das West-Verhalten noch schlimmer, sie provozieren stellen Russland pausenlos als Aggressor dar, und verpassen damit Russland das Bild eines Verbrecher Staates und fügen so großen wirtschaftlichen Schaden zu - nach ähnlichen Muster hat der Westen, aus meiner Sicht, auch die Sowjetunion zerstört.

    Mit Putin wird das nicht passieren - aber in Zeiten von Gorbatschow und Jelzin haben sich sicher schon Westmächte Gedanken gemacht wie sie Russland unter sich aufteilen.

    Im Schluss vom letzten Kommentar wollte ich schreiben, Putins Rede war zu lang, er hätte sie in jedem Bundesland, in Großbetrieben, im Fernsehen usw. wiederholen sollen damit man die Chance verstanden hätt

  • felix

    Veröffentlicht: 17. Dezember 2021 02:47 pm

    @ Uwe Erich Niemeier
    ich würde gerne mal Ihren Wissenstand und Ihre Meinung zu Russland und EU/USA meinem W.S. und M. gegenüber stellen, als kleines Beispiel Mensch aus Kaliningrad/Bayern, aus Ihrem letzten Beitrag.
    Gegens. kennen
    sollte auf beiden Seiten besser sein
    Forderungen
    Russland fordert wenig, der Westkapitalismus kriegt nie genug
    wirtschaftliche Interessen haben Beide, sind für Beide gut
    Der Westen will Macht, Einfluss, Profit, persönlich von Ihnen will er nichts
    Ihre neue Heimat
    hätte ich an Ihrer Stelle nicht gemacht, ich wollte immer nahe meiner Eltern und Geschwister sein
    Oberlehrer
    allgemein weniger geworden, gibt's aber noch
    bei Merkel war's erst wenig wurde aber schlechter, es ist im Westen mit Politikern wie bei Journalisten, sie werden von USA zu ihren Ansichten erzogen.

    • Uwe Erich Niemeier

      Veröffentlicht: 17. Dezember 2021 05:36

      ... zu den USA kann ich gar nichts sagen. Ich kenne das Land nur aus den Medien, habe auch nicht die Absicht, das Land persönlich kennenzulernen - ist mir zu weit weg.
      Ich bin mit 16 Jahren, beruflich bedingt, aus der elterlichen Wohnung weg. Somit war mein Entschluss, Deutschland zu verlassen, durch Familiäres nicht sehr beeinflusst.

  • felix

    Veröffentlicht: 17. Dezember 2021 03:33 pm

    @ Uwe Erich Niemeier
    Nachtrag über
    Baerbock, sie war in der Schule, war ein Jahr in USA, machte Abi, Studierte, ging in die Politik, hat Studium abgebrochen, wurde Außenministerin, Lügen und Übertreibungen zu ihrer Biographie sind ihr nicht fremd.
    Lügen allgemeinen
    in Deutschland findet leider eine große Mehrheit Lügen normal wenn es einen Vorteil bringt (ich nicht) - wie es damit in Russland steht weiß ich nicht.

  • felix

    Veröffentlicht: 18. Dezember 2021 17:15 pm

    Noch eine Notiz zu Fr. Baerbock unserer neuen Außenministerin :
    Obwohl sie bisher außer Schule nahezu nichts gearbeitet hat ist sie jetzt Außenministerin - und hat sich zwischenzeitlich schon mehrmals deutlich negativ zu Russland und auch zu Nordstream 2 geäußert - die USA aber gelobt.

    Warum ?
    Weil sie scheinbar gelernt hat, wie Fett, für ihren Erfolg immer oben zu schwimmen.

    Ich kann mir nicht vorstellen dass sie viel in unserer Welt verbessert.

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