Kreml meldet sich zu Wort: Deutsche Ärzte kommentieren voreilig

Kreml meldet sich zu Wort: Deutsche Ärzte kommentieren voreilig
 
Erstmals kommentiert Dmitri Peskow, Pressesprecher des russischen Präsidenten, die Arbeit und die Äußerungen der deutschen Ärzte in der Charitè, die den Patienten Nawalny behandeln. Diese hatten in einer offiziellen Verlautbarung informiert, dass Alexej Nawalny vergiftet worden ist.
 
 
Dmitri Peskow kommentierte, dass die medizinischen Analysen der russischen und deutschen Ärzte vollständig übereinstimmen. Der Unterschied besteht jedoch darin, dass die deutschen Ärzte übereilt Schlüsse ziehen und meinen, beim Patienten Nawalny handelt es sich um eine Vergiftung. In Russland sieht man zum gegenwärtigen Zeitpunkt keinerlei Notwendigkeit, Ermittlungen einzuleiten. Die Äußerungen von bekannten deutschen PolitikerInnen, dass es sich um einen Anschlag auf den Oppositionär handelt, bezeichnete Peskow als leere Worte.
 
Videoeinspielung: Interview Norbert Röttgen - Tagesschau
 
Für derartig laute leere Erklärungen ist eigentlich kein Platz – meinte Peskow. Es ist notwendig, absolut ruhig das Gesagte und Geschriebene zu analysieren. Wir haben bisher überhaupt nichts Neues aus der (deutschen) Erklärung erfahren – so Peskow gegenüber Journalisten.
 
Videoeinspielung: Archiv-Zitat Pressesprecher Peskow
 
Dmitri Peskow informierte, dass man sich mit russischen Ärzten zur Erklärung der deutschen Ärzte besprochen habe.
 
„Adropin, über das die Deutschen sprechen und das, was man gegenwärtig tut, haben auch alles schon die Omsker Ärzte vom ersten Moment der Einlieferung von Nawalny in die Intensivstation getan. Die Niveau-Absenkung des Cholinesteras kann verschiedene Gründe haben, z.B. durch die Einnahme anderer Medikamente. Deshalb ist es notwendig zu erfahren, was denn zur Absenkung geführt hat“, - so Peskow weiter.
 
Weiterhin, so Peskow, haben weder die russischen noch die deutschen Ärzte das Mittel gefunden, mit dem eine Vergiftung stattgefunden hat. Es gibt kein Gift. Es ist leider nicht gelungen es festzustellen, die Analysen zeigen nichts …
 
Videoeinspielung: Diskussionsrunde mit russischem Präsidenten Putin
 
… somit zeigen die Analysen der deutschen Doktoren genau dasselbe wie unsere Analysen. Nur die Schlussfolgerungen daraus sind unterschiedlich. Wir verstehen nicht, so Peskow, warum die Kollegen es mit einer Vergiftung so eilig haben … es ist kein Gift gefunden worden.
 
Videoeinspielung: Diskussionsrunde mit russischem Präsidenten Putin
 
Peskow äußerte die Vermutung, dass die Ärzte in der Charitè wohl über Informationen verfügen, die ansonsten nicht bekannt sind.
 
„Vielleicht haben die Deutschen irgendwelche Informationen? Wenn dem so ist, so sind unsere Ärzte bereit, alle Erstanalysen zur Verfügung zu stellen und weiterhin alle Informationen zu den verschiedensten Bio-Materialien auszutauschen“, - so der Pressesprecher des russischen Präsidenten.
 
Videoeinspielung: Sowjetischer Kino-Klassiker – Jemeljan Pugatschow
 
Grund, um Ermittlungen aufzunehmen ist, wenn konkret das Gift festgestellt wird, welches angewandt worden sein soll. Um Ermittlungen aufzunehmen, muss ein Grund vorhanden sein. Gegenwärtig wissen wir nur, dass der Patient im Koma liegt – so Peskow.
 
Videoeinspielung: Sowjetischer Kino-Klassiker

 

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