Nawalny hat sich mit seinem Mörder per Telefon unterhalten

Nawalny hat sich mit seinem Mörder per Telefon unterhalten
 
Wieder einmal hat Alexej Nawalny ein Mittel gefunden, um das mangelnde Interesse der Weltöffentlichkeit, insbesondere aber der deutschen Bevölkerung für sich und sein Schicksal, durch neue sensationelle Informationen neu zu beleben.
 
 
Nawalny veröffentlichte ein aufgezeichnetes Telefongespräch, welches er angeblich mit dem Menschen geführt habe, der ihn ermorden sollte. In der vergangenen Woche wurden acht Personen genannt, die die Aufgabe hatten, ihn zu ermorden. Mit einem dieser Männer hatte er ein Telefongespräch geführt – allerdings einige Stunden bevor die Information über die acht angeblichen Mitarbeiter des FSB in den westlichen Medien veröffentlicht wurde.  
 
Videobegleitung: Auszug aus Nawalny Interview zur Planung und Durchführung seiner Vergiftung
 
Nawalny informierte, dass seine Mitarbeiter in Russland ein technisches Programm nutzten, welches die eigentliche Telefonnummer unterdrückt und eine Nummer anzeigt, die durch den Anrufer vorgegeben wird. Er rief alle acht genannten Personen an, wobei sieben mit ihm nicht sprechen wollten und den Hörer wieder auflegten. Nur einer soll sich bereit erklärt haben, Nawalny, der sich als Gehilfe eines Mitarbeiters des russischen Sicherheitsrates vorstellte, mit allen Einzelheiten des Giftanschlages zu versorgen.
 
Per Telefon soll ihm der FSB-Mitarbeiter erzählt haben, wie man die persönliche Bekleidung von Nawalny nach dessen Einlieferung in das Omsker Krankenhaus bearbeitet habe, um alle Spuren der Vergiftung zu beseitigen. Besondere Aufmerksamkeit haben die FSB-Mitarbeiter der Säuberung seiner Unterhose gewidmet – so erfuhr Nawalny von dem angeblich mitteilungsbedürftigen FSB-Offizier.
 
Der FSB-Mitarbeiter empfahl seinem telefonischen Gesprächspartner, mit einem anderen Mann, den er namentlich nannte, zu sprechen, da dieser über alle Einzelheiten informiert sei, da er die Operation geleitet habe.
 
Diejenigen unter meinen Zuschauern und Lesern, die in ihrem bisherigen Leben mindestens einen Spionageroman gelesen haben, haben eine ungefähre Vorstellung von der Realität der Darlegungen von Nawalny und wissen, dass ein Geheimdienstmitarbeiter per Telefon noch nicht mal über das Wetter spricht, geschweige denn irgendwelche anderen Unterhosendetails preisgeben würde. Aus der Praxis der Boulevardpresse wissen wir auch, dass Schauspieler, Sänger und andere Künstler in regelmäßigen Abständen dafür sorgen, durch selbstinszenierte Skandale wieder ins Gespräch zu kommen, wenn um sie herum das Interesse erlahmt. Vermutlich qualifiziert sich Herr Nawalny gegenwärtig in die Rubrik Volksschauspieler.
 
Videoeinspielung: Filmklassiker „Siebzehn Augenblicke des Frühlings“

 

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