Nowitschok-Erfinder meldet sich zu Wort

Nowitschok-Erfinder meldet sich zu Wort
 
Einer der Entwickler des chemischen Kampfstoffes „Nowitschok“, Doktor der chemischen Wissenschaften und Biochemiker Leonid Rink äußert sich zum Verlauf der Entwicklung des Kampfstoffes im Auftrage der sowjetischen Armee.
 
 
Die Entwicklung von chemischen Kampfstoffen aus der sogenannten Gruppe „Nowitschok“ begann Ende der 70er Jahre, nachdem bekannt geworden war, dass die USA einen derartigen Kampfstoff entwickelt hatten und die Sowjetunion dem nichts entgegenzusetzen hatte.
 
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Die Militärs hatten konkrete Forderungen an die Eigenschaften, die dieser Kampfstoff haben sollte. Eine Reihe von Chemikern, so auch Dr. Rink, begannen diesen Kampfstoff zu entwickeln. Die Entwicklung dauerte zehn Jahre und letztendlich erhielt man einen Kampfstoff, der alle Forderungen der sowjetischen Militärs erfüllte. Welche Forderungen standen, wollte Dr. Rink im Interview mit dem Informationsportal „Lenta.ru“ nicht darlegen.
 
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Dr. Rink informierte, dass dieser Kampfstoff im Verlaufe der Jahre einige Male die Bezeichnung gewechselt hatte. Immer waren es die Militärs, die die Bezeichnung änderten. Anfänglich trug der Kampfstoff die Bezeichnung „Nuklon“, dann die Bezeichnung „Loschadch (Pferd)“. Letztendlich tauchte die Bezeichnung „Nowitschok“ Ende der 80er Jahre auf: „Ein Oberst hatte sich die Bezeichnung einfallen lassen“, - so Dr. Rink.
 
Videoeinspielung: Russischer Filmklassiker „Unsichtbarer Reisender“
 
Am 3. September äußerte sich der Cheftoxikologe des Gebietes Omsk und des Sibirischen föderalen Verwaltungsbezirkes Alexander Sabajew zu den aktuellen Erkenntnissen deutscher Mediziner. Wenn Nawalny wirklich mit „Nowitschok“ vergiftet worden wäre, so wären auch alle anderen Menschen, die mit ihm mittelbaren oder unmittelbaren Kontakt hatten, mit diesem Gift vergiftet worden. Aber es gibt keine weiteren Vergiftungsfälle.
 
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