Peinlicher Auftritt der britischen Außenministerin in Moskau

Peinlicher Auftritt der britischen Außenministerin in Moskau
 
Am Donnerstag fand das lange angekündigte Treffen des russischen Außenministers Lawrow mit seiner britischen Amtskollegin Liss Trass in Moskau statt. Lawrow hatte den Eindruck, mit tauben Ohren zu sprechen. Die britische Außenministerin blamierte sich mit Äußerungen, so dass der britische Botschafter eingreifen musste.
 
 
Ehrlich gesagt, bin ich etwas enttäuscht darüber, dass unser Gespräch wohl mit Tauben stattgefunden hat. Man hat wohl zugehört, aber trotzdem wohl nicht gehört – so der russische Außenminister auf der abschließenden Pressekonferenz.
 
Alles was Russland zur Erklärung der Situation vorbereitet hatte, fiel auf unvorbereiteten Boden. Entweder sind die Briten einfach nicht mit der Situation vertraut, oder aber sie ignorieren sie.
 
Das grundsätzliche Problem bestehe darin, dass die westlichen Politiker so ihre ganz eigenen Vorstellungen zur Unteilbarkeit der Sicherheit in Europa haben.
 
Die britische Außenministerin erwiderte, dass sie nicht taub sei. Sie habe den russischen Außenminister verstanden und sehr klar die britische Position dargelegt. Es ist nicht wahr, so die Britin, dass der Westen versuche, die Sicherheit Russlands zu zerstören. Sie rief Russland auf, die Truppen von der Grenze zur Ukraine abzuziehen.
 
An dieser Stelle kam es zu einem peinlichen Zwischenfall im Gespräch, welches eigentlich nicht an die Öffentlichkeit dringen sollte. Russische Medien erfuhren jedoch von zwei diplomatischen Quellen von dem Auftritt der britischen Außenministerin.
 
Nachdem die britische Ministerin gefordert hatte, dass Russland seine Truppen von der ukrainischen Grenze abzuziehen hat, teilte der russische Außenminister mit, dass sich die russischen Truppen auf russischem Territorium befinden. „…oder wollen Sie die hoheitliche Souveränität Russlands über die Rostower und Woronescher Regionen nicht anerkennen“,- fragte Lawrow die britische Amtskollegin.
 
Daraufhin antwortete diese, nach einer kurzen Gedankenpause: „Großbritannien wird niemals die Souveränität Russlands über diese Regionen anerkennen.“
 
In diese mehr als peinliche Situation mischte sich der britische Botschafter ein und teilte seiner Außenministerin mit, dass es sich bei diesen beiden Gebieten um ureigenste russische Territorien handele.
 
Daraufhin drohte die britische Außenministerin im weiteren Gespräch Russland wieder mit heftigen Sanktionen für den Fall, dass man in die Ukraine einmarschiere.
 
Minister Lawrow ergänzte bei seinen Darlegungen, dass es durchaus möglich ist, dass Russland dem Beispiel der USA und Großbritanniens folgt und einen Teil seiner Diplomaten, die nicht unbedingt für die Arbeit notwendig sind, aus der Ukraine abzieht.
 
 
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Kommentare ( 6 )

  • felix

    Veröffentlicht: 10. Februar 2022 21:12 pm

    Die Britischen Regierungen hatten die Welt eine Weile unterdrückt und ausgebeutet - gemeinsam mit den Amerikanern möchten sie es wieder tun, danach orientieren sie ihre Außenpolitik.
    Die EU und ihre Länder haben auch nicht nur "Engel" in den Regierungen, aber mehrheitlich sind sie für gutes und friedliches Miteinander in der Welt.

  • Anton Amler

    Veröffentlicht: 11. Februar 2022 11:32 pm

    Wenn der "Felix" schon nicht in der Lage ist, seine versprochene Abstinenz einzuhalten, so sollte er den Übergang Richtung "Rutube" wenigstens mit aussagefähigen Kommentaren zu bereichern versuchen, und nicht, wie bisher, mit leeren Floskeln !!!
    Wer den EU-Regierungen mehrheitlich den Status "Engel" zubilligt, und die Dauer britischer Kolonialunterdrückung mit dem Begriff "Weile" charakterisiert, der hat eine gestörte Realitätswahrnehmung !

    • Uwe Erich Niemeier

      Veröffentlicht: 11. Februar 2022 11:38

      ... ich verstehe seine Standhaftigkeit gegenüber diesem - ehrlich gesprochen - winzigen und bedeutungslosem Portal, von dem ich selber schon erklärt habe, dass es mein Stiefkind ist, nicht. Außer einigen wirren Gedanken in meinem Kopf zu seiner Motivation, habe ich wirklich keine Erklärung ...

  • Anton Amler

    Veröffentlicht: 11. Februar 2022 12:28 pm

    So, wie "Kobold" kein Versprecher der Annalena war, deuten die Aussage einer britischen Außenministerin bezüglich "Rostow und Woronesch"auf einen eklatanten Bildungshintergrund hin, der für die Befähigung zur Ausübung diplomatischer Tätigkeiten heute bereits Voraussetzung zu sein scheint.
    Für die gute, alte Matura, mußte man noch Allgemeinbildung vorweisen können, der man heute durch Abwahl unbequemer Fächer ausweichen kann.
    Ich kann mich in die Sprachlosigkeit eines Lawrow im Umgang mit solchen Gesprächspartnern hineindenken.
    Was ist aus dem Vaterland eines "Newton" oder "Darwin" geworden?

  • Anton Amler

    Veröffentlicht: 11. Februar 2022 12:46 pm

    Meine Bedenken gehen nur dahin, daß ich mich auf einem dann nicht mehr stiefkindlich behandelten Portal erneut seinen Ergüssen ausgesetzt sehe, wo ich mich doch schon so auf seine kurzzeitige Abwesenheit eingestellt hatte.
    Lieber Gott!
    Schenke ihm Gesundheit, Kraft, und die Weisheit, seine einmal gefaßten Entschlüsse dauerhaft in die Tat umzusetzen !!!
    Amen!

  • felix

    Veröffentlicht: 11. Februar 2022 14:13 pm

    @ Hallo Herr Niemeier,
    warum ich hier gelandet bin hab ich Ihnen schon mehrmals mitgeteilt. Sie haben mir dazu geantwortet, Ihr Portal ist dazu nicht geeignet, was ich etwas verzögert eingesehen habe.
    Relativ interessant finde ich Ihr Portal immer noch, deswegen schreibe ich noch manchmal - wenn Sie das, egal aus welchem Grund nicht möchten, dann lassen Sie bitte diesen Beitrag gleich weg.
    Ich werde hier dann noch ab und zu lesen, aber nichts mehr schreiben.
    Ich wünsche Ihnen alles Gute, und dem Ost - West - Konflikt einen guten Ausgang.

    • Uwe Erich Niemeier

      Veröffentlicht: 11. Februar 2022 14:26

      ... Zensur dieser Art gibt es bei mir nicht. Sie müssen schon selber entscheiden, ob Sie hier an der richtigen Stelle sind, mit Ihrem Engagement, Ihren Gedanken, oder nicht.

  • felix

    Veröffentlicht: 12. Februar 2022 13:14 pm

    @ A. A.
    Ich glaube an das Gute im Menschen, in Jedem, je mehr wir davon heraus lassen, desto besser wird fast Alles.

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