Präsident Putin wendet sich an die NATO mit unglaublichem Vorschlag

Präsident Putin wendet sich an die NATO mit unglaublichem Vorschlag
 
Russische Medien informieren, dass sich der russische Präsident Putin mit einem Vorschlag an die NATO gewandt hat. Diese soll die Möglichkeit erhalten, die militärischen Objekte und Raketenanlagen in Kaliningrad zu kontrollieren und die technischen Parameter der dortigen Bewaffnung festzustellen.
 
 
 
Screen: Titelaufmachungen russischer Internetportale
 
Der unvorbereitete Leser glaubt seinen Augen nicht zu trauen, wenn er heute in russischen Medien liest, dass der russische Präsident der NATO vorgeschlagen hat, die größten militärischen Geheimnisse und Heiligtümer im Kaliningrader Gebiet besuchen und kontrollieren zu dürfen.
 
Videobegleitung: Iskander-Raketen unter Übungsbedingungen
 
Offiziell ist diese Information auf der Internetseite des Kreml nachzulesen.
 
Putin kommentiert, dass Russland bereit ist, keine Raketen vom Typ 9M729, sprich Iskander-Raketen in Europa, sprich Kaliningrad, zu stationieren, wenn auch die NATO entsprechende Antwortschritte in Europa unternimmt.
 
„Wir fordern außerdem alle interessierten Länder auf, nach Möglichkeiten zur Wahrung der Stabilität und zur Verhinderung von Raketenkrisen … zu suchen. Wir sind offen für eine gemeinsame Arbeit in dieser Richtung“, sagte Putin in einer Erklärung.
 
In den russischen Medien wird darauf hingewiesen, dass der Vertrag über die Liquidierung von Kurz- und Mittelstreckenraketen seine Gültigkeit am 2. August durch Initiative der USA verloren hat. Die USA hatten dies damit begründet, dass Russland sich nicht an die Festlegungen des Vertrages halte. Der Vertrag stammt aus dem Jahre 1987.
 
Am Montagabend meldeten russische Medien die Reaktion Deutschlands auf den Vorschlag des russischen Präsidenten.
 
Deutschland hält die Forderung Russlands nach einem Moratorium für den Einsatz bodengestützter Mittel- und Kurzstreckenraketen in Europa für nicht vertrauenswürdig. Dies erklärte eine Vertreterin des deutschen Auswärtigen Amtes.
 
„Das ist nicht neu: Russland hat in der Vergangenheit bereits mehrmals ein solches Moratorium angekündigt. Generalsekretär Stoltenberg hat im vergangenen Jahr zu diesem Thema gesprochen. Angesichts der Tatsache, dass Russland selbst vom INF-Vertrag zurückgetreten ist, sagte der NATO-Generalsekretär, dass das Moratorium oder eine solche Ablehnung kein Vertrauen schaffen. Wir teilen diese Einschätzung“, so die Vertreterin des Auswärtigen Amtes gegenüber Reportern.
 
Somit findet Russland auch zu diesem Punkt keine Gemeinsamkeiten mit Deutschland. Die veröffentlichte Formulierung des deutschen Außenamtes wird das so schon, bis zum zerreißen angespannte Verhältnis zwischen beiden Ländern, noch mehr zuspitzen. Es bleibt zu hoffen, dass Russland seinen, in den letzten Wochen gezeigten kühlen Kopf, auch weiterhin bewahrt und Entscheidungen trifft, die die eigenen Interessen wahren.
 
Videoeinspielung: Filmklassiker „Besonderheiten des nationalen Angelns.“
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