Putin möchte höfliche Beamte. Unhöfliche Beamte werden zur Kasse gebeten

Putin möchte höfliche Beamte. Unhöfliche Beamte werden zur Kasse gebeten
 
Noch im alten Jahr hat der russische Präsident Putin ein Gesetz unterzeichnet, welches von den Beamten fordert, höflich mit den Menschen umzugehen, deren Steuern genutzt werden, um ihnen die Gehälter zu zahlen. Wer nicht höflich sein kann oder will, wird zukünftig per Gesetz zur Kasse gebeten.
 
 
 
 
 
 
Wird der Beamte erstmalig auffällig, so droht ihm eine verhältnismäßig geringe Strafe: zwischen 50.000-100.000 Rubel. Das durchschnittliche Gehalt eines Arbeitnehmers in Russland beträgt gegenwärtig rund 47.000 Rubel – also hat der Beamte ein bis zwei Monatsgehälter auf den Tisch zu packen, wenn er den Bürger „na … „ schickt.
 
Videoeinspielung: Internetfund zur Verhaltensweise von Beamten in Russland
 
Sollte der Beamte daraus nicht die richtigen Schlussfolgerungen gezogen haben zahlt er im Wiederholungsfall mindestens 100.000 oder bis zu 150.000 Rubel. Verschärfend kann ein Beamter auch für ein oder zwei Jahre „disqualifiziert“ werden, was Einfluss auf seinen laufenden monatlichen Lohn hat.
 
Das Gesetz hat eine längere Zeit gebraucht, bis es für den Präsidenten unterschriftsreif war. Im Mai wurde es von den Abgeordneten der Duma abgelehnt, da die dort festgelegten Prozeduren nicht effektiv genug erschienen, um die Interessen der Bürger zu schützen. Am 16. Dezember wurde das Gesetz dann in der Fassung durch die Duma angenommen, die der Präsident am 30. Dezember unterschrieben hat.
 
Im Gesetz werden gleichzeitig Strafen bis 200.000 Rubel für Beleidigungen festgelegt. Erfolgen die Beleidigungen in Massenmedien oder öffentlich, so wächst die Summe auf bis zu 700.000 Rubel an.  
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