Putins Wunsch ist der Kirche Befehl

Putins Wunsch ist der Kirche Befehl

 

Vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass in der größten russischen Kirche für Armeeangehörige, welche kurz vor der Einweihung im Park der Patrioten bei Moskau steht, Mosaikbilder mit russischen Persönlichkeiten dargestellt werden. Neben Stalin fand sich auch Putin. Dieser hatte davon Kenntnis genommen und eine Bitte geäußert.

 

 

Das die Kirche den heutigen Regierungsverantwortlich in gewissem Maße dankbar ist, dürfte allen klar sein, denn seit dem Zeitpunkt der Einsetzung Putins als Präsident der Russischen Föderation, hat die russisch-orthodoxe Kirche eine außerordentliche Entwicklung genommen. Sie hat in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens, so auch in der Armee, umfassend Fuß gefasst, viele Immobilien zurückerhalten und sich zu einer großen moralischen Stütze der russischen Gesellschaft entwickelt.

Die Möglichkeit des Baus der größten Kirche für das russische Militär im Park der Patrioten bei Moskau verdankt die Kirche auch den heutigen Regierungsverantwortlichen und hierbei wohl insbesondere den Militärs. Dafür erhielten diese dann auch Plätze in den kunstvoll gestalteten Mosaiken. Aufmerksame Betrachter fanden neben Wladimir Putin, den russischen Verteidigungsminister Schoigu, den Chef des Generalstabes Gerassimow, den FSB-Chef Bortnikow, den Sekretär des russischen Sicherheitsrates Patruschew, den Vorsitzenden der Staatsduma Wolodin, die Leiterin des Föderationsrates Matwijenko und weitere Persönlichkeiten.

Putin hatte davon Kenntnis erhalten und geäußert, dass es vielleicht noch ein wenig zu früh ist, ihm ein solches Denkmal zu setzen. Die nach ihm folgende Generation solle darüber entscheiden, ob er derartige Verdienste um Staat und Gesellschaft habe, dass man ein Denkmal in dieser oder jener Form aufstellen sollte.

Die Kirche hatte verstanden und jetzt mitgeteilt, dass das Mosaik noch gar nicht montiert wurden war. Die veröffentlichten Fotos zeigten die Arbeiten in der Künstlerwerkstatt. Man werde den Wunsch des Präsidenten berücksichtigen und das Mosaik nicht in der Kirche anbringen.

Andere Politiker äußerten sich nicht, zumindest nicht öffentlich. Man kann aber davon ausgehen, dass alle dem Beispiel des Präsidenten folgen und ihre Portraits sich nicht in der neuesten russisch-orthodoxen Kirche befinden werden. Somit bleiben historische Persönlichkeiten, wie z.B. Stalin in den Mosaikfresken der Kirche.

Die Kirche sollte Anfang Mai eingeweiht werden. Bedingt durch die Corona-Virus-Krise wurde die Einweihung nun auf unbestimmte Zeit verschoben.

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