Reform der russischen Regierung angekündigt

Reform der russischen Regierung angekündigt
 
Der russische Premierminister Michael Mischustin hat am heutigen Montag eine Reform der russischen Regierung angekündigt. Sie beginnt am 1. Januar und wird innerhalb von drei Monaten beendet sein.
 
 
Betroffen von der Reform ist der zentrale Regierungsapparat in Moskau, sowie die föderalen Regierungsvertretungen.
 
Im zentralen Regierungsapparat sollen im Rahmen der Reform fünf Prozent und in den regionalen Regierungsvertretungen zehn Prozent an Personal eingespart werden. Im wesentlichen geht es nicht um Entlassungen, sondern um die Streichung von vakanten Funktionen.
 
Somit ist klar, dass die Dienstpflichten der vakanten Stellen, die nicht mehr besetzt werden, durch andere mit erfüllt werden. Wie Mischustin informierte, wird Russland bis zum Beginn der Reform das elektronische Portal für staatliche Dienstleistungen in einem derartigen Umfang entwickeln, dass vieles durch die Bürger von zu Hause aus erledigt werden kann und somit eine spürbare Entlastung der Regierungsstrukturen erfolgt, also die Umlagerung von Dienstpflichten auf andere Beamte keine großen Auswirkungen haben wird. Mit anderen Worten: Russland geht zur Digitalisierung der Regierung über.
 
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Mischustin informierte, dass es bei der Reform der Regierung nicht um das Einsparen von Geldern geht. Der zur Verfügung stehende Finanzhaushalt für die Regierung bleibt im bisherigen Umfang erhalten und wird nicht gekürzt.
 
Die Reform wird besonderen Einfluss auf das Gesundheitsministerium, das Bildungsministerium und die gesetzlichen Krankenversicherungen haben.
 
Es sei daran erinnert, dass Michael Mischustin seit Januar 2020 in der Funktion als Premierminister arbeitet. Davor war er viele Jahre Leiter der russischen Steuerbehörde und hat diese im großen Umfang digitalisiert. In Russland laufen fast alle steuerlichen Bürokratien digital ab. Einen direkten Kontakt mit Mitarbeitern der Steuerbehörden gibt es nur noch selten, was die Gefahr von Korruption erheblich senkt. Mit seinen Erfahrungen aus der Steuerbehörde reformiert Mischustin nun die gesamte russische Regierung.

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Kommentare ( 1 )

  • Hannelore Jülicher Nehme

    Veröffentlicht: 17. November 2020 07:53 pm

    Ich wünschte, dass D endlich aufwacht, und fix die Digitalisierung ernst nimmt, und einführt... In der Disziplin ist D echtes Mittelalter ❗
    Alles noch analog von Hand, Personal wird immer weniger, und die, die übrig bleiben, sind total überlastet. Man kann einen Staat auch kaputt sparen...😳

    • Uwe Erich Niemeier

      Veröffentlicht: 17. November 2020 07:58

      ... ich habe den Eindruck, als ob Deutschland gegenwärtig von der "Substanz" lebt und irgendwie ... es geht ja allen gut und die Steuern sprudeln und sprudeln ... nichts tut, um das Land wirklich vorwärts zu bringen. Man beschäftigt sich mit Dingen (Migration, Engagement in Außenpolitik), die dem Volk nicht, überhaupt nichts bringen, aber den verantwortlichen Politikern vielleicht "Ruhm" und den Friedensnobelpreis ... obwohl, den hat Frau Merkel eindeutig verpasst ...

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