RosStat informiert, wie sich die Russen durch´s Leben hungern

RosStat informiert, wie sich die Russen durch´s Leben hungern
Begleittext zur Videoinformation
Der hier veröffentlichte Text ist der gesprochene Begleittext zum Video und entspricht der Qualität eines Manuskripts. Am Ende des Textes finden Sie den eigentlichen Beitrag in Form einer Videoinformation. Nur der Manuskripttext enthält nicht alle angebotenen Informationen, denn im Videobeitrag gibt es zusätzliche eingeblendete Text-, Grafik- und Fotoinformationen.

 

 

Standhaft halten sich Gerüchte in Deutschland, wonach die Russen in Russland hungern und darben und ein elendes Leben führen. Die russische Statistikbehörde hat nun Zahlen zur Entwicklung der Ernährungsgewohnheiten der Russen über viele Jahrzehnte veröffentlicht.

Analysiert wurden Zahlen über einen Zeitraum von 40 Jahren – also einem Zeitraum, begonnen im Sozialismus, über die wilden 90er Jahre bis hin zum Jetztzeitraum. Zusammengefasst hat die russische Statistikbehörde festgestellt, dass sich die Russen heute wesentlich gesundheitsbewusster ernähren. Über hungernde und darbende Russen wurde nichts berichtet.

So wurde festgestellt, dass die Russen den Verbrauch von Kartoffeln seit 1980 radikal verkürzt haben, dafür aber einen doppelt so hohen Verbrauch an Obst und Beeren haben.

 

 

Vor 40 Jahren konsumierte ein Russe 117 Kilo Kartoffeln im Jahr. Im Jahre 2018 waren dies nur noch 59 Kilo. Umgekehrt ist dies bei Früchten, wo der Verbrauch von 35 Kilo auf 74 Kilo wuchs.

Auch der Verbrauch von Fisch und Fleisch änderte sich erheblich. 1980 konsumierten die Russen 17 Kilo Fisch, heute sind es 22 Kilo.

Der Gemüsekonsum wuchs von 92 auf 104 Kilo.

Im Jahre 1980 verbrauchten die Russen 70 Kilo Fleisch, aktuell essen sie 89 Kilo.  

Zurückgegangen ist der Verbrauch von Brot, Graupen und Makkaroni – 16 Kilo weniger und somit ein aktueller Verbrauch von 112 Kilo im Jahr.  

Ähnliche Rückgänge sind beim Verbrauch von Milchprodukten zu beobachten: von 390 Kilo auf 266 Kilo, Eier von 286 Stück auf 231 Stück und Zucker von 35 Kilo auf 31 Kilo.

RosStat kommentierte, dass man aus dieser Entwicklung die Schlussfolgerung ziehen kann, dass den Russen immer mehr bewusst wird, was man unter gesunder Ernährung versteht.

Ein zweiter Faktor für veränderte Verbrauchsgewohnheiten ist, dass zu sozialistischen Zeiten eine ganze Reihe von Produkten nicht erhältlich war, insbesondere Früchte. Dies änderte sich und somit kauften die Menschen natürlich auch mehr Früchte.

RosStat kommentierte weiter, dass man natürlich mit Zufriedenheit auf den Rückgang des Verbrauchs von Zucker und Konditoreierzeugnissen blicke. Aber trotzdem ist der Verbrauch dieser Nahrungsmittel noch auf einem zu hohen Niveau. Die Gefahr, durch übermäßigen Genuss Gesundheitsschäden davonzutragen, ist nach wie vor hoch.

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