Russische Ärzte nicht überrascht von Charitè-Erkenntnissen

Russische Ärzte nicht überrascht von Charitè-Erkenntnissen
 
Leitende Ärzte der Omsker Klinik, in der Alexej Nawalny behandelt worden war, kommentierten, dass die Erkenntnisse der deutschen Ärzte aus der Charitè nichts Neues darstellen. Man sei im Prinzip zu den gleichen Erkenntnissen, schon am ersten Tag der Untersuchung, gekommen. Die Diagnose „Vergiftung“ ist in diesem Fall nicht korrekt.
 
 
 
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Unmittelbar nach Einlieferung des Patienten haben die russischen Ärzte die Variante einer Intoxikation durch Choli nesterase-Hemmer untersucht. Es wurde aber nichts gefunden.
 
Die deutschen Ärzte sprechen von „klinischen Daten“ und nicht über die eigentliche Vergiftungssubstanz selbst, die weder durch uns und anscheinend bisher auch durch die deutschen Ärzte nicht gefunden wurden ist – so ein Vertreter der zuständigen Abteilung in der Omsker Klinik.
 
Das, was die deutschen Ärzte an Medikamentengabe (Atropin) angeordnet haben, hat man im Omsker Krankenhaus sofort in der ersten Minute nach der Einlieferung des Patienten ebenfalls verabreicht.
 
Die Omsker Ärzte haben auch über die Notwendigkeit einer wiederholten Medikamentengabe Atropin gesprochen.
 
Die festgestellte chemische Reaktion im Organismus des Patienten durch die deutschen Ärzte, kann eine Reaktion auf die Verabreichung anderer Medikamente sein, aber auch eine Reaktion des Körpers auf den ganz natürlichen Verlauf einer Erkrankung.
 
Durch russische verantwortliche Mediziner aus dem Gebiet Omsk wurde kommentiert, dass Nawalny in einem sehr breiten Spektrum möglicher Vergiftungen untersucht worden ist: Rauschgift, synthetische Mittel, Psychopharmaka und andere Medikamente, so eben auch auf den schon genannte Choli nesterase-Hemmer. Weiterhin zeigte der Patient keinerlei typische klinische Bilder, die bei einer derartigen Vergiftung auftreten.
 
Russische Medien erinnern, dass in der Omsker Klinik ein großes Ärztekonsilium durchgeführt wurde. Daran nahmen neben örtlichen Spezialisten auch Fachleute aus dem Nationalen Medizin-Chemischen Zentrum und dem Zentrum für Neurochirurgie teil – Einrichtungen, die dem Niveau der Charitè in nichts nachstehen.
 
Omsker Ärzte haben vorgeschlagen, den deutschen Kollegen alles an Bio-Material zur Verfügung zu stellen, was ihnen vorliegt, damit diese den Krankheitsverlauf lückenlos darstellen können.
 
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Trotzdem bisher nichts eindeutig geklärt ist, forderte die deutsche Bundeskanzlerin bereits jetzt Russland auf, den Vorfall zu untersuchen und die Schuldigen zu bestrafen.
 
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