Russischer Verteidigungsminister im Interview. Dritter Weltkrieg wird der letzte sein.

Russischer Verteidigungsminister im Interview. Dritter Weltkrieg wird der letzte sein.

 

Sergej Schoigu, russischer Verteidigungsminister, hat sich in einem Interview mit der russischen Zeitung „Moskauer Komsomolze“ zu einer ganzen Reihe von aktuellen Vorgängen in der Welt, insbesondere unter militärischen Aspekten geäußert. Die Hauptgefahr sieht er gegenwärtig in der Selbstüberschätzung der USA in ihre eigene Kraft.

 

„Wenn Du erkennst, dass Du in gewisser Weise eingebunden bist und Du auch daran interessiert bist, das Gleichgewicht der Kräfte zu erhalten, um eine ausgeglichene Sicherheit zu schaffen, dann schaltest Du auch Deinen Kopf zum Denken ein. Aber wenn Du glaubst, Du bist der Größte, so wie dies jetzt die USA tun, und Du glaubst, dass sich die Waage der ausgeglichenen Sicherheit zu Deinen Gunsten bewegt, so können manchmal die unglaublichsten Dinge in den Kopf kommen, die allerverschiedensten Ideen, darunter auch weniger kluge Ideen. Und gerade darin besteht gegenwärtig die größte Gefahr für Russland und nicht nur für Russland“, - so der russische Verteidigungsminister.

Der Minister informierte, dass man auf der Ebene der Generalstäbe mit den USA in Kontakt stehe und er hoffe, dass der Informationsaustausch so ist, dass niemand wirklich Dummheiten plane.

Das Russland an einem großen, vollumfänglichen Krieg teilnehmen könnte, schloss Schoigu aus. Jeder kennt heute die Risiken und Folgen eines globalen Krieges – so der Minister.

Zur Gefahr eines Dritten Weltkrieges äußerte Schoigu: „Ich weiß nicht, wie der Dritte Weltkrieg aussehen wird. Aber ich weiß ganz genau, dass dies der letzte Krieg sein wird.“

Sergej Schoigu zeigte sich überzeugt, dass der Westen versucht, Russland in die Sklaverei zu treiben. So hat man es mit den europäischen Kleinstaaten getan und mit den ehemaligen Sowjetrepubliken. Hätte der Westen all das eingehalten, was man damals unter Gorbatschow versprochen hatte, hätte sich die NATO nicht bis an die russischen Grenzen ausgedehnt, hätte sich der Westen nicht in die inneren Angelegenheiten Russlands gemischt und hätte seinen Einfluss in den unmittelbaren Nachbarstaaten nicht ausgedehnt, so hätte der Westen längst viel mehr erreicht.

Der Verteidigungsminister kommentierte, dass Russland lange nicht verstanden hat, was eigentlich vor sich geht, aber letztendlich habe man verstanden und habe verschiedene Prozesse noch rechtzeitig aufhalten können. Vieles was seit dem getan wurde, habe man nur unter größtem Kraftaufwand erreicht, fast auf dem Zahnfleisch kriechend, aber man habe geschafft, dass die Welt aufgehört habe, von einem Machtzentrum regiert zu werden. Der Westen kann nun nicht mehr das machen, wovon er immer geträumt habe und das gefällt natürlich vielen Personen in diesen Ländern nicht und der Westen versucht, das Herrschaftsmonopol über die Welt wieder herzustellen – so Schoigu.

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