Russisches Gesundheitsministerium macht sich unbeliebt

Russisches Gesundheitsministerium macht sich unbeliebt

Mit neuen Überlegungen wird sich das russische Gesundheitsministerium, zumindest bei den Rauchern, unbeliebt machen. Man möchte nämlich den Rauchern das Gehalt kürzen – und zwar für die Zeit, wo sie rauchen und somit nicht arbeiten.

Warum sich mit diesen Fragen das Gesundheitsministerium beschäftigt, ist dem außenstehenden Raucher und Nichtraucher vielleicht nicht ganz verständlich, denn eigentlich ist dies die Sache des Arbeitgebers, der dafür Sorge tragen sollte, dass für das Gehalt, welches er seinen Mitarbeitern zahlt, auch effektiv gearbeitet wird.

 

 

Aber da Russland seit Jahren eine große Kampagne zur Diskreditierung des Rauchens als stark gesundheitsschädigendem Faktor führt, ist hier natürlich eine Erklärung gefunden, warum sich das Ministerium mit gesetzlichen Regelungen einbringen will. Insgesamt hat Russland eine negative demographische Entwicklung, d.h. die Sterberaten sind höher als die Geburten und hier finden wir wesentliche Ursachen im Rauchen und im Alkoholgenuss.

 

 

Das Ministerium meint, dass man für jeden Mitarbeiter individuell berechnen muss, wieviel er raucht und wie lange er raucht. Weiterhin sollen alle Officeeinrichtungen in Russland mit Rauchmeldern ausgestattet werden und das Rauchen in Officeeinrichtungen soll generell verboten werden.

Soweit zur Peitsche des russischen Gesundheitsministeriums. Als Zuckerbrot schlägt das Ministerium vor, dass die Kosten für eine Entwöhnungstherapie und für Medikamente, die die Entwöhnung begleiten, durch die Pflichtkrankenversicherung und durch den Arbeitgeber übernommen werden.

Weiterhin schlägt das Ministerium den Arbeitgebern vor, Einfluss auf die Raucher in der Art zu nehmen, dass man im Office Teller mit Äpfeln aufstellt und Ecken einrichtet, wo sich der Mitarbeiter durch körperliche Betätigung von seinem Drang nach rauchen ablenken kann.

Um generell eine gesunde Lebensweise zu fördern, gibt es Überlegungen zur Unterstützung von Firmenfeierlichkeiten ohne Alkohol. Weiterhin soll es ein Verbot des Verkaufs von allerlei Knabberkram und süßen Getränken in Officeeinrichtungen geben. Im Gegenzug sollen Trockenfrüchte und Mineralwasser angeboten werden.

 

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