Russland auf lange Sicht in Demographiegrube

Russland auf lange Sicht in Demographiegrube

 

Das russische Wirtschaftsministerium schätzt ein, dass sich der Bevölkerungsschwund in Russland mindestens bis zum Jahre 2023 fortsetzen werde. Die Einschätzung wird in einer Prognose zur sozialökonomischen Entwicklung Russlands im Zeitraum 2020-2022 getroffen, die der Staatsduma im Zusammenhang mit der Haushaltsberatung zugeleitet wurde.

Wenn es in den Jahren 2020-2023 zu einem Bevölkerungszuwachs kommt, so ist dies der Einwanderung von Migranten geschuldet. Erst ab dem Jahr 2024 geht das Ministerium von einem Bevölkerungszuwachs aus „eigenem Einsatz der russischen Bevölkerung“ aus.

Das Ministerium hat berechnet, dass die gegenwärtige Bevölkerung von 146,8 Mio. Menschen auf 147,7 Mio. im Jahre 2022 ansteigen könnte und im Jahre 2024 148,7 Mio. erreicht.

Grund für die derzeitige Demographiegrube ist das Fehlen von Frauen im gewöhnlichen Geburtenalter, also 20-34 Jahre. Weiterhin gibt es in Russland eine hohe Sterblichkeitsquote innerhalb der Bevölkerung im arbeitsfähigen Alter.

Das Wirtschaftsministerium prognostiziert, das im Jahre 2019 82 Mio. Bürger im arbeitsfähigen Alter sind, 2020 sind es 82,5 Mio. und 2024 85,3 Mio.

Im Jahre 2019 wird es einen Migrantenzuwachs bei der Bevölkerung von 295.300 Personen geben, 2020 von 440.700 Personen und 2024 500.400 Personen.

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