Russland sucht nach deutschen Kriegsverbrechern

Russland sucht nach deutschen Kriegsverbrechern
 
Russischen Medienmitteilungen ist zu entnehmen, dass in Russland die zuständigen Rechtspflegeorgane die Ermittlungen wegen Kriegsverbrechen gegen die sowjetische Zivilbevölkerung durch deutsche Faschisten, Angehörige der verschiedensten bewaffneten Formationen, wieder aufgenommen haben.
 
 
Geht man davon aus, dass mögliche deutsche Kriegsverbrecher aus der damaligen Zeit die Verbrechen gegen die Zivilbevölkerung im Alter von 18 Jahren begangen haben, so sind diese heute mindestens 93 Jahre alt und kaum noch vernehmungs-, geschweige denn verhandlungsfähig. Es kann wohl auch davon ausgegangen werden, dass sich die russische Seite keinerlei Illusionen hingibt, dass Deutschland erkannte deutsche Kriegsverbrecher verhaftet oder gar nach Russland ausliefert.
 
Videobegleitung: Ausschnitte aus sowjetischen Informationsbeiträgen im Großen Vaterländischen Krieg
 
Somit haben die jetzigen Ermittlungen gegen die Verbrechen Deutschlands im Zweiten Weltkrieg ein anderes Ziel, welches wohl mehr auf staatlicher Ebene zu suchen ist. Vermutlich ist man in Russland zu der Überzeugung gekommen, dass Deutschland viel zu schnell die Verbrechen vergessen hat, welches die Vorfahren der heutigen Deutschen in der Sowjetunion begangen haben und die 27 Millionen sowjetischer Menschen das Leben kosteten.
 
Heute bewegt sich Deutschland in der internationalen Arena als Oberlehrer und als Einpeitscher einer Anti-Russland-Politik. Man kann zu der Schlussfolgerung kommen, dass Deutschland, 75 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges, auf der politischen Ebene Revanche nehmen will, für die Unterzeichnung der Kapitulationsurkunde am 8. Mai 1945 und versucht, Russland soviel politischen und wirtschaftlichen Schaden zuzufügen, wie eben nur möglich.
 
Das russische Informationsportal „Lenta.ru“ informiert, dass die russische Staatsanwaltschaft Veteranen des Krieges zu einem Ermittlungsgespräch eingeladen hat, um Vorgänge aus der Zeit des Kampfes um Stalingrad neu aufzurollen und deutsche Kriegsverbrecher zu ermitteln.
 
Der Meldung ist zu entnehmen, dass viele dieser Veteranen nicht mehr in der Lage sind, einer derartigen Vorladung Folge zu leisten, was durch die zuständige Staatsanwaltschaft mit Verständnis zur Kenntnis genommen wurde.
 
Bleibt somit festzustellen, dass die zu Anfang geäußerte Vermutung, dass Russland die Ermittlungen auf politischer Staatsebene fortsetzt, wohl eine gewisse Berechtigung hat. Wie durch die Staatsanwaltschaft mitgeteilt wurde, wird in ganz Russland nach noch lebenden Zeugen an deutschen Kriegsverbrechen gesucht.

 

Reklame

Kommentare ( 0 )

Um zu kommentieren, müssen Sie sich registrieren oder einloggen.

Autorisierung