Russland und Belarus planen neue Logistik ohne baltische Staaten

Russland und Belarus planen neue Logistik ohne baltische Staaten
 
Die von Russland vor einigen Jahren begonnene Politik der Umgehung der baltischen Staaten beim Transport von Menschen, Waren und Dienstleistungen, findet nun seine Fortsetzung, gemeinsam mit Belarus. Beide Länder wollen den Transit von Erdölprodukten über litauische Häfen vollständig einstellen.
 
 
 
Videoeinspielung: „Priwalowskije Millionen“
 
Die Wirtschaft der baltischen Staaten hat jetzt schon mit erheblichen Schwierigkeiten, durch den Wegfall von über 50 Prozent des bisherigen Transits russischer Waren und Dienstleistungen, zu kämpfen. Ein Großteil der Haushalte dieser Länder besteht aus den Einnahmen aus dem Transit.
 
Nun wollen Russland und Belarus einen weiteren erheblichen Schritt gehen und Erdölprodukte nicht mehr über litauische Häfen abfertigen. Genutzt werden ausschließlich russische Häfen. Dies besprach der belarussische Präsident Lukaschenko am Donnerstag mit dem russischen Premierminister Mischustin während dessen Aufenthaltes in Minsk.
 
Videoeinspielung: „Priwalowskije Millionen“
 
Wie der russische Energieminister Nowak der Presse mitteilte, soll die neue Logistik auf Bitten Russlands organisiert werden. Alle logistischen Voraussetzungen für eine Neuorganisation sind in Russland vorhanden. Es verbleibt noch die Aufgabe, das Zusammenwirken russischer und belarussischer Firmen und Behörden zu koordinieren.
 
Videoeinspielung: „Unsichtbarer Reisender“
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Kommentare ( 1 )

  • Радебергер Radeberger

    Veröffentlicht: 4. September 2020 12:31 pm

    Das wurde aber auch höchste Zeit und kommt mindestens 10 Jahre zu spät. (Meiner Meinung nach). Das nächste große Problem, was ich als Laie sehe, daß die großen Fähren fehlen, um die derzeit doch so freundlichen Länder wie Ukraine, Polen und Baltikum in Richtung Westeuropa zu "umschiffen". Das dürfte auch für die ununterbrochene Versorgung von Kaliningrad von großer Bedeutung sein.

    • Uwe Erich Niemeier

      Veröffentlicht: 4. September 2020 13:38

      Zwei neue Fähren sind im Bau - eine davon wird in der Türkei gebaut. Dort gibt es einen Zeitverzug. Aber spätestens 2022 ist alles neu organisiert, d.h. geplant ist die erste neue Fähre 2021 und 2022 die zweite Fähre.

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