Russland will keinen Schrott auf Rädern mehr

Russland will keinen Schrott auf Rädern mehr
Begleittext zur Videoinformation
Der hier veröffentlichte Text ist der gesprochene Begleittext zum Video und entspricht der Qualität eines Manuskripts. Am Ende des Textes finden Sie den eigentlichen Beitrag in Form einer Videoinformation. Nur der Manuskripttext enthält nicht alle angebotenen Informationen, denn im Videobeitrag gibt es zusätzliche eingeblendete Text-, Grafik- und Fotoinformationen.

 

 

Die russische Staatsduma hat dem russischen Transportministerium und dem Ministerium für Industrie und Handel vorgeschlagen, Altfahrzeuge zu verbieten. Bisher gibt es hierzu nur Überlegungen. Vorgeschlagen wurde, diese in Gesetzesform zu gießen.

In den bisher bekanntgewordenen Überlegungen sind keine Altersangaben gemacht worden, was die Initiatoren unter Altfahrzeug verstanden wissen wollen. Und es wurden auch noch keine Vorstellungen zu möglichen Strafen geäußert, die bei Verletzungen der Altersbegrenzung zu bezahlen sind.

Die Herausnahme von Altfahrzeugen aus dem Straßenverkehr soll stimuliert werden, so dass es den Besitzern von Altfahrzeugen leichter fällt, einen Neuwagen zu erwerben. Insbesondere geht es wohl um die Unterstützung des Kaufs von ökologischen Fahrzeugen.

Der Direktor der Agentur Avtostat vertrat die Ansicht, dass man derartige gesetzliche Regelungen nur für kommerzielle Fahrzeuge aufstellen kann. Privatbesitzer von Altfahrzeugen können davon nicht betroffen sein – so seine Meinung. Neben dem Alter des Fahrzeuges sollte der Gesetzgeber aber auch berücksichtigen, welche Anzahl von Kilometern ein Fahrzeug gefahren ist.

Nach Angaben der russischen Verkehrspolizei sind in Russland insgesamt 60,6 Mio. Fahrzeuge registriert. Fast ein Drittel davon ist älter als 15 Jahre, ein Fünftel ist älter als zehn Jahre.

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Kommentare ( 4 )

  • boromeus

    Veröffentlicht: 16. August 2019 08:42 pm

    Eine gute Nachricht.Betrachtet man manchen fahrbaren Untersatz im Oblast, so kann man nur hoffen ,dass es hier niemals zu einer Notsituation kommen mag.Unverständlich bei einem bestehenden Jahres -TÜV..Aufgefallen ist mir, dass eine Menge richtiger "Stinker" im Stadt und Landgebiet herumfahren.Immerhin bewegen sich in Kaliningrad mehr Autos ,wie in der 3 Millionen Metropole Berlin.Alt bedeutet nicht immer schlecht.Aber Motoren, die infolge von Verschleiß Motoröl verbrennen und eine Dunstglocke aus verbrannten Motoröl im Zentrum der Stadt hinterlassen, ist nicht unbedingt gesundheitsfördernd für die Bevölkerung der Stadt.Das gilt ebenfalls für Schrottbusse, die mit einer schwarzen Rußfahne unterwegs sind,als würde die Bismark zum Angriff übergehen..Wenn durch diesen Erlass die Sicherheit der Menschen und die Ökobilanz sich verbessert ,ist das als absolut positiv zu sehen.Ausserdem ist das gut für das Buisness.Der Absatz von Fahrzeugen steigt dann wieder .

    • Uwe Erich Niemeier

      Veröffentlicht: 16. August 2019 09:27

      ... ich denke mal, dass das Schicksal der angesprochenen Altbusse wohl in absehbarer Zeit entschieden sein wird - wohl spätestens in einem Jahr, wenn die Transportlizenzen ausgegeben werden.

  • ru-moto

    Veröffentlicht: 17. August 2019 01:04 pm

    [Der Direktor der Agentur Avtostat meint, dass man Regelungen nur für kommerzielle Fahrzeuge aufstellen kann. Privatbesitzer von Altfahrzeugen können davon nicht betroffen sein... Neben dem Fahrzeugalter sollte der Gesetzgeber auch die gefahrenen Kilometer berücksichtigen...]

    Ich beobachte seit 10 Jahren besonders genau den Zustand der fahrbaren Untersätze im KGD-Gebiet.

    Dass hier so viele Fahrzeuge welche 30 oder 40 Jahre alt sind mit gültigem Kennzeichen unterwegs sind und täglich noch verwendet werden, ist erstaunlich und europaweit wohl einzigartig.
    Ihr Zustand ist in den Augen verantwortungsvoller Leute, die sich mit Kfz-Technik und Oldtimern befassen, katastrophal schlecht.

    Diese Fahrzeuge nicht umgehend aus dem Verkehr zu ziehen, ist grob fahrlässig. Hier besteht akut massenweise Gefahr in Verzug!

    Der Raum Kaliningrad fungiert leider als fahrender "Autofriedhof" der Deutschen.
    Derart durchlöcherten Rost-Schrott habe ich bisher sonst nirgendwo gesehen. Eine Schande ist das!

  • ru-moto

    Veröffentlicht: 17. August 2019 01:24 pm

    Ein Bild sagt bekanntlich mehr als tausend Worte. In Kaliningrad fahren Schrottautos aus Deutschland umher, bei denen man Angst haben muss, dass sie jeden Augenblick auseinander fallen. Nach westl. Standards würden wohl 50% dieser rollenden Gefahren sofort ihre Zulassung verlieren.

    In Kaliningrad wird alles ohne Rücksicht auf den technischen Zustand gefahren, Hauptsache die Kiste springt an und bewegt sich...

    Optisch sieht es gleich aus: Da fahren dauerhaft "ganz normal" Fahrzeuge umher, bei denen nach Unfällen der gesamte Vorderbau inkl. Stoßstange, Kühlergrill und Scheinwerfer fehlt. Vorderste Teile dieser PKW sind häufig die freistehenden Kühler.

    Ich bezweifle, dass es in Kaliningrad eine wirksame technische Überprüfung (TÜV oder ähnliches) gefährlicher Schrott-Autos gibt.

    Im Westen (D, A) gab es bereits eine staatl. Abwrack-Prämie. Da wurden private Fahrzeuge, welche in KGD noch als "Neufahrzeuge" durchgehen würden, der Schrottpresse zugeführt. Es geht doch, wenn man nur will!

  • Радебергер Radeberger

    Veröffentlicht: 17. August 2019 20:39 pm

    Das ist doch wohl wieder eine Frage des Handgeldes, daß dann wohl jeder Schrottfahrzeugbesitzer an den "TÜV" - Prüfer oder wie der sich auch nennen mag, bezahlt und dafür seinen technischen Persilschein erhält.
    Wäre dem nicht so, brauchte man doch gar nicht über das Alter der Fahrzeuge diskutieren, was im Detail eigentlich vollkommen egal ist. Wenn die gesetzlichen Vorgaben eingehalten werden ...
    Vermutlich wird sich dann ein neuer Markt auftun, der solche Bescheinigungen dann fast täuschend echt fälscht, wie bei den angemaßten Generälen und Ordensträgern mit Uniform und Ausweisen und, und , und ...
    Aber viele können sich dann diesen Spuk nicht leisten.

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