Spannungen zwischen Deutschland und Russland nehmen zu

Spannungen zwischen Deutschland und Russland nehmen zu
 
Der Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Litauen hat sich zur Thematik des Zweiten Weltkrieges geäußert. Russland fühlt sich hierdurch zum wiederholten Male provoziert und fordert von Berlin eine Erklärung.
 
 
Der deutsche Botschafter in Litauen Matthias Sonn, hatte sich über die Ziele der Sowjetunion im Zweiten Weltkrieg geäußert. Die Darlegungen des Herrn Botschafters sind eine Provokation – so Maria Sacharowa, die offizielle Sprecherin des russischen Außenministeriums über Facebook.
 
Moskau zeigt sich empört über die Rede des Leiters der Diplomatischen Vertretung in Litauen. Dieser hatte erklärt, dass das Ziel der Sowjetunion im Zweiten Weltkrieg, die „Errichtung einer durch Stalin organisierten repressiven Herrschaft über ein besiegtes Land war, obwohl offiziell gesagt wurde, dass man Deutschland vom Faschismus befreien wolle.
 
Maria Sacharowa bezeichnete die Rede des deutschen Botschafters als zynisch. Man erwarte eine Erklärung aus Berlin. Sie fügte hinzu, dass dies nicht der erste derartige Fall in den letzten Jahren ist, wo sich Deutschland in dieser Art äußert. Man bemerkte die Tendenz in Deutschland, das kommunistische mit dem nationalsozialistischen Regime gleichzusetzen, um damit die Verantwortung Deutschlands für die unmenschlichen Verbrechen des Nationalsozialismus zu minimieren.
 
Frau Sacharowa kommentierte, dass die neuerlichen Äußerungen der deutschen Seite den Prozess der Versöhnung der Völker beider Länder nach dem Krieg in Frage stellen.
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Kommentare ( 3 )

  • Gerald Hübner

    Veröffentlicht: 19. November 2020 22:46 pm

    Welche Aufgae hat ein Diplomat, ein deutscher noch dazu. Als "Historiker" aufzutreten sicher nicht, jedoch spricht der nicht für mich, noch für die Deutsche Bevölkerung. Als Hamburger ohnehin nicht - um nicht Wessi zu sagen. Seine geschichtliche Bildung ist wohl gerade auf der Strecke geblieben. Nun, die Finnen haben in den 60-iger des vorigen Jahrhundert das Bildungssystem der DDR, nicht das kleinstaatlich organisierte der BRD besucht. Sollte mal materialistisch die Situation der Balten untersuchen! VG aus Potsdam

  • Jan Heller

    Veröffentlicht: 20. November 2020 21:38 pm

    Fluch und Segen der Diplomatie.
    Schmiert man dem eigenen Gastgeber Honig um den Mund , trifft es unter Umständen den Nachbarn im Gebälk.
    Ist sicher nicht einfach, und ich unterstelle erstrangig keine bewusste Provokation. Nur für einen Berufsdiplomaten sollte es nicht ungewöhnlich sein sich ab und an auch in vermintem Gelände zu bewegen. Daher auch mit ein Grund, dass für gewisse diplomatische Stationen jahrelange Erfahrung die Grundvoraussetzung ist für die Beorderung. Alles andere wäre auch sehr enttäuschend im sonst so traditionsbewussten deutschen Auswärtigen Dienst.

    • Uwe Erich Niemeier

      Veröffentlicht: 20. November 2020 21:42

      ... und das Ergebnis? Das deutsch-russische Verhältnis ist weiter abgesackt. Was hat Deutschland von solchen Auftritten? Ich sehe keinerlei Vorteile, außer dass man sich freuen kann, den russischen Bären mal wieder gereizt zu haben ... Und wir wissen doch alle: Leben ist Geben und Nehmen ... ich bin auf die kommenden Tage gespannt, wenn Russland dann endlicht "Gibt".

  • Jan Heller

    Veröffentlicht: 20. November 2020 22:03 pm

    Es gibt neben den offiziellen Noten immer noch die, die im Verborgenen ausgetauscht werden.
    Ich hoffe in dieser Hinsicht im momentan sich nach Aussen hin sehr gespannt darstellenden deutsch-russischem Verhältnis inständig auf die zuletzt genannte Variante.

    • Uwe Erich Niemeier

      Veröffentlicht: 20. November 2020 22:06

      ... natürlich gibt es Diplomatie hinter den Kulissen. Aber all das, was sich bisher abgespielt hat und das Deutschland regelmäßig das Feuer wieder anfacht ... z.B. mit derartigen Botschafterauftritten und die laute Verkündung am 12. November, dass die Sanktionen gegen Deutschland beschlossen sind, lassen mich leider nichts gutes erhoffen ...

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