Telegram-Kanal-Informationen 01. Juli 2022

Telegram-Kanal-Informationen 01. Juli 2022
 
„Kaliningrad-Domizil“ informiert auf seinem Telegram-Kanal „Baltische Welle“ über Ereignisse in und um Russland in Kurzfassung. Der Beitrag wird im Verlaufe des Tages ständig mit aktuellen Informationen und Nachrichten ergänzt.
 
 
01.07.2022 / 16:00 h / 01: Die Vermutungen, dass die Europäische Union den Blockadevorgang gegen das Kaliningrader Gebiet in die Länge ziehen will, scheint sich zu bestätigen. Nachdem Litauen bis dato die Verantwortung der EU zugeschoben hat und die EU argumentiert hat, dass Litauen es mit den Sanktionen wohl übertrieben haben könnte, hatte man versprochen, sich mit der Lösung der Angelegenheit zu beschäftigen. Jetzt informiert Bloomberg, dass in einem siebten Sanktionspaket die Thematik des Transits von Russland nach Russland geregelt werden soll. Wann dieses siebte Sanktionspaket in Kraft tritt, welches eigentlich weitere Erschwernisse für Russland schaffen soll, ist unbekannt. Es handelt sich somit um reine Verzögerungstaktik, um die Geduld Russlands zu testen. Es wird Zeit, dass Russland zeigt, dass es auch ungeduldig werden kann. Die großtönig in der vergangenen Woche angekündigten Antwortsanktionen sind bisher nicht in Kraft getreten.
 
01.07.2022 / 16:00 h / 02: Die „Nord-Stream AG“ informiert, dass vom 11. – 21. Juli die Gasleitung für planmäßige Instandsetzungen komplett abgeschaltet wird. Die Abschaltung ist mit allen Partnern der Gasleitung abgesprochen worden. Abgeschaltet werden beide Röhren von Nordstream-1 gleichzeitig. Es bleibt zu hoffen, dass die planmäßige Untersuchung der Gasleitung keine ernsthafteren Mängel aufzeigt, die zu einer nochmaligen Einschränkung des Gasdurchlaufes führen könnte. Deutsche Medien, deren Aufgabe es in dieser schwierigen Zeit sein sollte, Optimismus zu verbreiten, informieren über einen Verlust von 12,5 Prozent des Bruttoinlandproduktes und 5,6 Mio. Arbeitsplätzen, für den Fall, dass Russland die Gasversorgung Deutschlands einstellt.
 
01.07.2022 / 16:00 h / 03: Die russische Regierung hat beschlossen, Mehrkosten, die den russischen Fluggesellschaften durch den erschwerten Luftverkehr mit Kaliningrad entstehen, zu kompensieren. Die baltischen Staaten hatten den Luftraum für russische Zivilflugzeuge gesperrt und somit verlängert sich die Reisezeit durch den großen Umweg über internationale Gewässer nach St. Petersburg oder Moskau um fast das Doppelte. Weiterhin werde Russland die Tarife für den Fährbetrieb zwischen Kaliningrad und St. Petersburg stützen, so dass durch die feindlichen Handlungen Litauens zur Transportblockade des Kaliningrader Gebietes, es zu keinen Preiserhöhungen für den Endverbraucher kommt. Der Vizepremier der Föderalregierung Belousow forderte den Aufbau einer stabilen Fährverbindung mit dem russischen Mutterland.
 
01.07.2022 / 16:00 h / 04: In Russland wollte man nicht ausschließen, dass die zum Tode verurteilen Briten, die sich im Söldnereinsatz in der Ukraine befanden, nicht hingerichtet werden. Sollte es zu einem Beitritt der Donbass-Volksrepubliken zum Bestand der russischen Föderation kommen, so werde von diesen auch die russische Gesetzgebung übernommen. Russland selber hat ein Moratorium für die Verhängung und Ausführung der Todesstrafe verfügt. Schwieriger wird es wohl das Leben der Briten zu retten, wenn durch die Feindstaaten Russlands Anstrengungen unternommen werden, die einen Beitritt der Republiken verhindern. Die am heutigen Tag in der Donezker Volksrepublik in Kraft getretene neue Strafgesetzgebung sieht vor, dass verhängte Todesurteile erst in 2,5 Jahren zur Vollstreckung kommen dürfen. Es gibt somit für alle Interessierten genug Zeit zum Nachdenken.
 
01.07.2022 / 16:00 h / 05: Militärspezialisten erklärten den Sinn von Beutetechnik, die in großer Anzahl in die Hände der russischen Armee gefallen ist. Bei vielen Beutestücken, wie z.B. der französischen Selbstfahrhaubitze „Ceasar“, handelt es sich um wenig interessante Technik. Vieles an Beutetechnik wird von Russland als uninteressant eingestuft. Wichtig ist für Russland, dass häufig mit dieser Beutetechnik, auch digitale Führungstechnik erbeutet wird. Und dies sind die eigentlich wertvollen Beutestücke. Die russische Armee verfüge noch nicht über derartige Technik. Man sei aber dabei, sie zu entwickeln. Dabei leistet digitale Beutetechnik wertvolle Hilfe. Die Amerikaner waren schlauer als die Franzosen. Sie haben die Haubitzen M777 ohne moderne Digitalführungstechnik der Ukraine übergeben. Sie hatten Angst vor dem Verlust.
 
01.07.2022 / 16:00 h / 06: Der Sonderbeauftragte des russischen Präsidenten für den Umweltschutz und Transport erklärte, dass die in Russland vorhandenen Zivilflugzeuge den Luftverkehr noch drei bis vier Jahre gewährleisten werden. Ähnliches trifft auch auf Verkehrstechnik für den Straßenbau zu. Da sich niemand in Russland irgendwelchen Illusionen hingibt und allen klar ist, dass auch in vier Jahren die Sanktionen noch funktionieren werden, muss man sich heute schon Gedanken um neue Lösungen machen.
 
01.07.2022 / 16:00 h / 07: Meldungen russischer Medien deuten seit dem gestrigen Tag darauf hin, dass es in Kürze zum Abbruch der diplomatischen Beziehungen mit Bulgarien kommen könnte. Bulgarien hatte in der vergangenen Woche 70 russische Diplomaten ausgewiesen. Auf die Forderung Russlands, bis 1. Juli diesen Beschluss wieder aufzuheben, hat Bulgarien mit einer Zurückweisung reagiert. Nun schlägt der russische Botschafter in Bulgarien vor, über eine Schließung der diplomatischen Vertretungen nachzudenken. Gegenwärtig berate man die notwendigen Schritte im russischen Außenministerium und schlägt dem russischen Präsidenten eine Entscheidung vor.
 
 
Reklame

Kommentare ( 16 )

  • Hieronymus

    Veröffentlicht: 1. Juli 2022 18:56 pm

    Die litauische Kaliningradblockade dient sicherlich als Test der Geduld Rußlands. Zwar kann man Verständnis für die Forderung haben, daß Rußland zeigen soll, daß es auch ungeduldig werden kann. Aber wir sollten dankbar sein für diese Zurückhaltung und hoffen, daß die bösen Ränke der NATO schließlich an der russischen Geduld zerschellen.

  • Müller-Thurgau

    Veröffentlicht: 1. Juli 2022 20:09 pm

    »Es wird Zeit, dass Russland zeigt, dass es auch ungeduldig werden kann.«
     
    Meine ich auch. - Welchen Grund könnte es haben, die angekündigten Gegenmaßnahmen nicht SOFORT umzusetzen, um der Forderung Nachdruck zu verleihen? Gibt es womöglich gar keine praktikablen Maßnahmen, abgesehen von militärischen?
     
    Und wie geht es eigentlich auf Spitzbergen weiter?

  • Müller-Thurgau

    Veröffentlicht: 1. Juli 2022 20:45 pm

    Zu 03:
    Es ist sehr wichtig, den Transport nach Kaliningrad zu subventionieren. Ich wundere mich etwas, weil das bisher noch nicht geschehen ist. Trotz der Abgelegenheit darf in Kaliningrad nichts teurer sein als in Moskau. Es darf auch nichts fehlen.
     
    Zu 06:
    Noch 3-4 Jahre für die vorhandenen Flugzeuge, das erscheint mir zu optimistisch. Flugzeuge müssen ständig gewartet werden und dafür müssen alle Ersatzteile vorhanden sein. Vielleicht sind sie ja vorhanden. - Rußland sollte schnellstens auf selbstgebaute und vielleicht auf chinesische Flugzeuge umstellen.
     
    Zu 07:
    Es ist traurig, daß ausgerechnet das Bruderland Bulgarien sich so feindselig verhält. Die USA haben eben überall ihre Vasallen in Stellung gebracht und die Masse folgt mehr oder weniger der Propaganda. Ich sehe schwarz für diesen Kontinent.

    • Uwe Erich Niemeier

      Veröffentlicht: 1. Juli 2022 20:56

      ... die Ersatzteillager für Flugzeugteile scheinen noch gut gefüllt zu sein. Wenn diese dann aufgebraucht sind, werden Flugzeuge als Ersatzteilspender genutzt. Und Russland ist jetzt dabei, seine Zivil-Flugzeugindustrie wieder aufzubauen. Die Produktionszahlen sind aber, im Vergleich zum Bedarf, gering. Wenn keine neuen Kapazitäten geschaffen werden, braucht man mindestens zehn Jahre ...

      Was Bulgarien anbelangt, so scheint dort eigentlich alles nach Plan zu verlaufen. Dort herrscht bereits eine Regierungskrise. Der russophobe Premier stellt sich gegen den russlandloyalen Präsidenten. Die Regierungskoalition ist geplatzt und es sieht so aus, als ob der Premier keine neue Regierung zusammenbekommt. Wenn jetzt der große Krach mit Russland kommt, schmeißt der Präsident die Regierung raus und bildet selber eine Übergangsregierung ... und dann, so kommentieren Politologen, ändert Bulgarien seine Politik radikal ... Also bisher läuft alles nach Plan ...

  • Vogonendichter

    Veröffentlicht: 1. Juli 2022 23:02 pm

    Die EU scheint wohl einer Katastrophe näher zu sein als Viele, mich eingeschlossen, vermutet haben.
    Quelle RT "Energie-Engpass in Deutschland schlimmer als in einem Kriegsland? Ukraine muss Strom exportieren "
    Aus eigener Erfahrung, (ich komme aus der Kohlebranche) weiss ich, das man Kohlekraftwerke nicht einfach so An- und Abschalten kann. Von den Tagebauen die diese mit Kohle beliefern ganz zu schweigen.
    Ich glaub, wenn es in Europa richtig Heiss oder richtig Kalt wird, also quasi der Stromverbrauch hochschnellt, wird es "Lustig" hier.

  • Manfred SCHARTOW

    Veröffentlicht: 1. Juli 2022 23:05 pm

    Nach der Räumung der Schlangeninsel, den Problemen in der Region Cherson und der Tatsache, dass auch in, um, bei Donezk es nicht so läuft, wie tatsächlich erforderlich, ist das Problem Kaliningrad noch das Geringste. Da ändern auch die Erfolgsmeldungen aus Luhansk
    nichts dran.
    Hinzu kommt ja noch der Ärger mit den Norwegern.
    Und schon jetzt muss sich Russland Gedanken machen um das Gebiet um Murmansk.
    Als Sofageneral sage ich, keine Gedanken an irgendwas mit Suwalki und so! Das endet wie bei der Schlangeninsel. Ich will mich nicht zu meinen bisherigen Kommentaren wiederholen.

    • Uwe Erich Niemeier

      Veröffentlicht: 2. Juli 2022 05:27

      Russland muss sich nicht nur Sorgen um Murmansk, Kaliningrad, Kurilen, Krim und Karelien machen. Russland muss sich insgesamt Sorgen um die Existenz der Föderation machen, denn das erklärte Ziel der USA ist es, die Russische Föderation aufzulösen. Und genau das versucht Russland jetzt zu verhindern und hat der NATO angeboten, über ein neues Sicherheitskonzept nachzudenken. Da die NATO dies nicht wollte, passiert eben das, was passiert - eine Militäroperation. Zum Glück ist es nur eine Militäroperation, obwohl Russland eigentlich längst der NATO hätte den Krieg erklären müssen.

  • Bastian Радебергер Radeberger

    Veröffentlicht: 2. Juli 2022 00:11 pm

    "Dabei leistet digitale Beutetechnik wertvolle Hilfe. Die Amerikaner waren schlauer als die Franzosen. Sie haben die Haubitzen M777 ohne moderne Digitalführungstechnik der Ukraine übergeben. Sie hatten Angst vor dem Verlust."
    Das wird wohl auch der wahre Grund sein, wie ich vor einiger Zeit schon mal schrieb, weshalb Scholz die Auslieferung der zugesagten besten aller besten Waffensysteme an die Ukraine so lange verhindert, zumindest hinaus zieht. Das ist doch auch ein Indikator dafür, daß entgegen den großmäuligen Unterstützungsbekundungen von Scholz und Co. die Ukraine - eigentlich - schon abgeschrieben ist und man ein Kriegsende etwa auf Endes dieses Jahres vermuten. die deutsche Rüstungsindustrie will nicht die dann kostenlose Vorlage für die russische Rüstung sein. Man muß ja nichts kopieren. Aber allein die Hinweise auf so manches ist doch sehr wirksam, im positiven wie im negativen Sinn.

  • Bastian Радебергер Radeberger

    Veröffentlicht: 2. Juli 2022 00:31 pm

    Müller-Thurgau
    Veröffentlicht: 1. Juli 2022 20:45 pm
    "Auch im Zuge der russischen Invasion in der Ukraine tauchte das Thema wieder auf. Zuletzt brachte der Präsident der Republik Tatarstan, Rustam Minnichanow, Anfang März die Tu-334 wieder als Alternative zu westlichen Airlinern aufs Tapet und schlug vor, die Produktion des Flugzeugs in Kasan zeitnah aufzunehmen – zusammen mit einem erhöhten Ausstoß an Tu-214, deren Fertigung ebenfalls in Kasan erfolgt. Darüber berichtete das russische Portal Business Online." (Flugrevue Patrick Zwerger 24.05.2022)
    Es war noch ein zweites Flugzeug im Gespräch. Es geht vor allem um eine schnelle Entscheidung über das Zusammengehen mit der staatlichen Industrie- und Rüstungsholding Rostec, unter deren Dach die anderen Zivil-Flugzeuge entwickelt und gebaut werden.

  • Hieronymus

    Veröffentlicht: 2. Juli 2022 09:42 pm

    Es zeichnet sich ab, daß die angekündigte Antwort auf die litauische Kaliningradblockade asymmetrisch sein wird, indem NordStream-1 nach der Wartung vom 11.-21.7.2022 (vorläufig?) nicht wieder liefern kann, weil die Sanktionen verhindern, daß notwendige Ersatzteile verfügbar sind.

    • Uwe Erich Niemeier

      Veröffentlicht: 2. Juli 2022 09:57

      ... Ihre Schlussfolgerung zu möglichen Folgen der laufenden Instandsetzung von Nordstream-1 könnten durchaus zutreffen - tja, so ist das eben, wenn Ersatzteile fehlen ... Pech für Russland, dass es dann kein Gas mehr liefern kann und keine Einnahmen aus Deutschland mehr erhält.

      Diesen bedauernswerten Umstand aber mit Kaliningrad zu verknüpfen ... nein, das glaube ich nicht.

  • Manfred SCHARTOW

    Veröffentlicht: 2. Juli 2022 12:46 pm

    Im Subtext Ihrer Erwiderung zu meinem gestrigen Beitrag ergeben sich Zweifel. Zweifel die wohl bei Ihnen zunehmen.
    Woraus nährt sich das?
    Die "Kriegskasse" Russlands ist doch gut gefüllt. Damit kann man doch über eine Zeit von ein bis zwei Jahren einiges an sozialer Absicherung für sanktionierte Arbeitsplätze überbrücken. Schauen Sie auf den Iran.....die sind länger sanktioniert als Russland..

    Dieser unsinnige Bruderkrieg muss beendet werden!

    • Uwe Erich Niemeier

      Veröffentlicht: 2. Juli 2022 12:53

      ... was Sie nicht alles aus meinen virtuellen Zwischenzeilen herauslesen. Wenn es die Zeit zulässt, werde ich mir meinen Kommentar nochmal durchlesen, um zu schauen, wo ich mich denn da so zweifelhaft ausgedrückt haben könnte.

  • Anton Amler

    Veröffentlicht: 2. Juli 2022 20:01 pm

    M. Schartow.
    Darf ich Sie so verstehen, daß Rußland nur seine Militäräktion beenden, Donezk, Luhansk, die Krim verlassen, und die infolge Sanktionen Arbeitslosen für zwei Jahre unterhalten müssen, damit dann die Welt für Rußland wieder in Ordnung ist?

    • Uwe Erich Niemeier

      Veröffentlicht: 2. Juli 2022 20:48

      ... sehr gute, zusammenfassende Frage, der ich mich gerne anschließe. Warten wir beide also auf Antwort von Herrn Schartow.

  • Bastian Радебергер Radeberger

    Veröffentlicht: 3. Juli 2022 00:53 pm

    "01.07.2022 / 16:00 h / 02: Die „Nord-Stream AG“ informiert, dass vom 11. – 21. Juli die Gasleitung für planmäßige Instandsetzungen komplett abgeschaltet wird."
    Ich finde diese folgende Formulierung eigentlich sehr treffend. Das dieses Deutschland in seiner transatlantischen Hinterfotzigkeit vor allem leiden wird, ... Danke Habeck!
    " Bekanntlich ist Nord Stream die Hauptversorgungsroute für russisches Gas. Und im Zusammenhang mit der Transitblockade Kaliningrads, die von Litauern auf Befehl aus Übersee verhängt wurde, könnte sich das bekannte Postulat bewahrheiten, dass nichts dauerhafter als vorübergehend ist. Es ist kein Zufall, das Deutschland versucht, das Problem der Belagerung der russischen Region zu lösen. Wie die deutsche Presse berichtet, fordert Berlin Vilnius dringend auf, zur Vernunft zu kommen und die Blockade aufzuheben, um die ohnehin schon schwierigen Beziehungen zu Moskau nicht noch weiter zu erschweren. Andernfalls wird es ausnahmslos für alle schwierig werden."

  • Vogonendichter

    Veröffentlicht: 3. Juli 2022 03:13 pm

    Ich beantworte das mal, da ja nichts kommt.
    Die "Welt", (damit ist natürlich nur der Westen mit den seine ca 40 Staaten gemeint), wird erst dann wieder in Ordnung sein, wenn sich Russland endlich dem Westen ergibt, sich auf den Rücken wirft und demutsvoll alles erduldet was sich der Westen sonst noch so einfallen lässt.
    Die amerikanischen Rohstoffe, die der liebe Herrgott in Russland vergraben hat, sollten endlich ihrer endgültigen Bestimmung übergeben werden und Russland sollte ein Offenbarungseid ablegen nie wieder daran zu rütteln, um den Preis der Vernichtung der eigenen Rasse.
    Ich kann mich nur "wage" daran erinnern das dieser Satz, der woanders vergrabenen Rohstoffe schon einmal von jemand anders benutzt wurde.
    War es Clinton, Kissinger oder gar Brzeziński

  • Anton Amler

    Veröffentlicht: 3. Juli 2022 10:25 pm

    Der mit dem, "vom lieben Gott versehentlich in Rußland vergrabenen, amerikanischen Rohstoffen" gebildete Satz ist so schön und elegant, daß man ihn auch weltweit und mahnend verbreiten sollte.
    Hätte Schliemann den Schatz des Priamos nicht ausgegraben, läge er noch heute dort, und nichts würde von Kunst und Können dieser Zeit, und der Menschen in dieser Zeit, erinnern.
    Forschende reicherer Neuzeitländer haben mit hohem Aufwand Schätze aus Gebieten gefördert, und diese dann in Museen, und mit Bezug auf den kulturellen Wert aus dieser Epoche, der Weltöffentlichkeit zugänglich gemacht.
    Ein aktueller Trend zielt auf die Rückführung dieser Kulturgüter.
    Würden sie dann auch dort in gleicher Weise wirken können, ok, und würden Louvre, Tower und andere ebenso einbezogen, 2mal ok, aber ....?
    Das träfe dann aber auch auf die Rückgabe der, wenn auch versehentlich, aber eben doch in Rußland vergrabenen Schätze zu !!!

  • Bastian Радебергер Radeberger

    Veröffentlicht: 3. Juli 2022 12:56 pm

    Anton Amler
    Veröffentlicht: 3. Juli 2022 10:25 pm
    "Hätte Schliemann den Schatz des Priamos nicht ausgegraben, läge er noch heute dort, ..." - und so vieles andere mehr ....
    Nun würde mich aber interessieren, ob die bundesdeutschen Kunst-Polit-Banausen wenigstens so schlau waren, daß sie vor der Rückgabe "aus Sicherungsgründen" nicht nur Fotografien, sondern auch Kopien angefertigt haben. Irgendwo habe ich da mal gelesen, daß das eigentlich per Laser und 3-D-Druck gar nicht mehr so schwierig wäre.
    Ob die so schlau waren oder eben nur von zwölf bis mittags denken können.

  • Vogonendichter

    Veröffentlicht: 3. Juli 2022 14:29 pm

    Anton Amler
    Mit dem Schatz des Priamos, verlief es doch genauso. Man hat ihn gefunden und erstmal ausser Landes geschafft, wie so viele Antike Funde zB auch im Orient.
    Aber die Ausrede "damit der Weltöffentlichkeit zugänglich gemacht" ist halt nur eine Ausrede. Diese Schätze gehören uns nicht und sind meines Erachtens auch nicht veräußerbar.
    Ist wie mit den Reccoursen dieser Erde, man braucht nur eine wohlfeile Regierung instalieren und schon hat man die Kontrolle darüber.
    Schau mal nach Südamerika, wo mir der Spruch von Musk einfällt, "Wir holen uns was wir wollen"
    den er aber schnell wieder löschte.

  • Anton Amler

    Veröffentlicht: 4. Juli 2022 08:26 pm

    Vogonendichter
    Das mit der Ausrede ist schon richtig, aber ich würde den "Suchenden" nicht grundsätzlich das Streben nach materiellem Besitz unterstellen.
    Das sind Getriebene, die oftmals sehr große Risiken und Mühen auf sich genommen haben, die einem Traum nachgingen.
    Die Frage des Besitzes ist zweifelsfrei - eine Rückführung sollte aber an eine "artgerechte Haltung" gebunden sein, und die war wohl vor Ort, zu Zeiten des Fundes, nicht immer gegeben, oder angestrebt.

Um zu kommentieren, müssen Sie sich registrieren oder einloggen.

Autorisierung