Telegram-Kanal-Informationen 03. Juli 2022

Telegram-Kanal-Informationen 03. Juli 2022
 
„Kaliningrad-Domizil“ informiert auf seinem Telegram-Kanal „Baltische Welle“ über Ereignisse in und um Russland in Kurzfassung. Der Beitrag wird im Verlaufe des Tages ständig mit aktuellen Informationen und Nachrichten ergänzt.
 
 
03.07.2022 / 17:00 h / 01: Der russische Verteidigungsminister Schoigu meldete dem Oberkommandierenden der Bewaffneten Kräfte der Russischen Föderation Putin die vollständige Kontrolle über das Territorium der Lugansker Volksrepublik. Damit ist ein Teilziel der Militäroperation erfüllt. Putin informierte Ende Juni, dass die Militäroperation entsprechend der Planung verlaufe. Man werde keine Beschleunigungen vornehmen und auch keine Fristen vorgeben. Endziel ist die Befreiung des Donbass und Schaffung aller Voraussetzungen für die Sicherheit Russlands. Alles hat unter maximalem Erhalt des Lebens russischer Soldaten zu erfolgen.
 
03.07.2022 / 17:00 h / 02: Die amerikanische Botschaft in Moskau hat auf ihrer Internetseite die Adressenangabe verändert. Die Örtlichkeit, in der sich die Botschaft befindet, erhielt am 22. Juni durch einen Ukas des Moskauer Bürgermeisters die Bezeichnung „Platz der Donezker Volksrepublik“. Anstelle der neuen Adressbezeichnung, zeigt die Botschaft jetzt die geographischen Koordinaten an: 55,75566° N, 37,58028° E. Ob nun alle Post mit dieser Adressenbezeichnung ankommt wird die Zukunft zeigen.
 
03.07.2022 / 17:00 h / 03: Die ehemalige Mitarbeiterin des russischen Fernsehens Marina Ossjannikowa, die während einer laufenden Sendung mit einem Protestplakat vor die Kamera sprang, hat ihre Arbeit bei der Zeitung „Die Welt“ in Deutschland aufgegeben. Sie war aus Russland ausgereist und hatte einen Vertrag der Zeitung angenommen. Wie jetzt bekannt wurde, war dieser Vertrag auf drei Monate begrenzt und wurde nicht verlängert. Sie habe einzigartige Arbeitserfahrungen in diesen drei Monaten sammeln können – schreibt die Journalistin. Sie bedankte sich bei „Die Welt“ für die Unterstützung in einer schwierigen Zeit. Warum der Vertrag nicht verlängert wurde, teilte die Journalistin nicht mit. Womit sie jetzt ihr Brot verdienen will, teilte sie ebenfalls nicht mit.
 
03.07.2022 / 17:00 h / 04: Bei einem Treffen, in der Kaliningrader „Albatros-Sauna“, hatte ich ein kurzes Gespräch mit einem Bekannten. „Ich verstehe nicht, warum Ihr nicht die Technik und militärische Ausrüstung vernichtet, die vom Westen in die Ukraine gebracht wird. Es wird doch im wesentlichen mit der Eisenbahn transportiert. Wenn schon nicht direkt nach Grenzübertritt vernichtet wird, so doch zumindest auf dem Weg an die Front“, - stellte ich meine Frage. „Du musst wissen, dass diese Eisenbahntransporte gemischte Transporte sind, d.h. Güterwaggons und Passagierwaggons sind in einem Zug zusammengestellt. Bekämpfen wir diese Züge und vernichten die Waffen und Munition, sterben immer sehr viele Zivilisten. Und das wollen wir nicht. Somit müssen wir versuchen, die Waffen und Technik direkt an der Front oder im Endlager zu vernichten. So einfach ist es also nicht, wie viele glauben“, – meinte mein Bekannter.
 
03.07.2022 / 17:00 h / 05: Die Ukraine hat sich anscheinend entschlossen, keine Drohnensysteme mehr bei anderen Staaten, wie den USA und der Türkei einzukaufen. Die Verluste sind sehr hoch und die Drohnen sehr teuer. In der Anfangsperiode der Militäroperation waren die Drohnen beim Kampf gegen die russischen Truppen sehr effektiv. Jetzt hat die russische Armee sich an die Situation adaptiert und bekämpft die Drohnen mit hoher Effektivität. Die Verluste sind sehr hoch und ein Einsatz uneffektiv. Darüber informiert das Journal „Business Insider“. Die russische Armee hat eine sehr gute landgestützte Luftabwehr aufgebaut und die Einheiten des radioelektronischen Kampfes verhindern fast völlig jeden geführten Einsatz von Drohnen.
 
03.07.2022 / 17:00 h / 06: Russische Medien informieren ihre Leser, dass deutschen Medien bekannt geworden ist, dass bereits eine der teuren und kürzlich in die Ukraine gelieferten Selbstfahrhaubitzen PzH2000 den Besitzer gewechselt hat. Sie wurde außer Gefecht gesetzt und russische Spezialisten erhielten die Möglichkeit, sich mit der deutschen Technik im Detail zu beschäftigen. Angeblich soll die deutsche Selbstfahrhaubitze auch mit zuvor erbeuteter deutscher Technik (Granatwerfer) außer Gefecht gesetzt worden sein. Das heißt, Russland hat diese Technik zum Null-Tarif erhalten und keine eigenen Kosten gehabt. Der deutsche Steuerzahler finanziert somit nicht den Freiheitskampf der ukrainischen NAZIonalisten, sondern den technischen Fortschritt der russischen Armee. Es wird Zeit, dass auch in diesem Fall die Firma „Uralwagonsawod“ dem deutschen Bundeskanzler Scholz eine Danksagung schickt.
 
03.07.2022 / 19:00 h / 07: Der ukrainische Premierminister informierte, dass die Ukraine im vergangenen Jahr für den Unterhalt der Armee rund 5,3 Mrd. USD ausgegeben habe. Jetzt gäbe man 4,4 Mrd. USA aus – allerdings jeden Monat. Außerdem sind die Kosten für Sozialleistungen, für die Entschärfung von Minen und Blindgängern, die Wiederherstellung der Infrastruktur und die innere Migration stark angestiegen. Um das Haushaltsdefizit auszugleichen, benötige die Ukraine jeden Monat fünf Milliarden USD.
 
03.07.2022 / 19:00 h / 08: In Kaliningrad wurden die ersten zwei, von insgesamt drei geplanten Mc-Donalds-Nachfolgerestaurants eröffnet. Ein neues Restaurant befindet sich am Nordbahnhof, das zweite am Südbahnhof. Bei beiden handelt es sich um freistehende, speziell für McDonalds errichtete Restaurantgebäude.
Link zur Fotogalerie: https://kgd.ru/news/society/item/100775-v-kaliningrade-otkryli-restorany-seti-vkusno--i-tochka
 
 
Mensch, ärgere Dich nicht - ein Kurzvideo aus der Serie "Kaliningrad in 39 Sekunden"
 
 
 
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Kommentare ( 5 )

  • Bastian Радебергер Radeberger

    Veröffentlicht: 3. Juli 2022 19:08 pm

    "Sie bedankte sich bei „Die Welt“ für die Unterstützung in einer schwierigen Zeit. Warum der Vertrag nicht verlängert wurde, teilte die Journalistin nicht mit. Womit sie jetzt ihr Brot verdienen will, teilte sie ebenfalls nicht mit."

    Alles halb so schlimm. Sie ist doch eine Dissidentin, also 1. eine Gegnerin Putins. Zum anderen hat sie doch 2. mit ihrer bestimmt nicht unvorbereiteten Aktion "Mut" bewiesen. Drittens hat sie sofort bei Springers "Die Welt" für drei Monate einen Arbeitsvertrag gehabt. Deswegen wird sie nun 4. in der russophoben BRD in das soziale Netz fallen > Sozialwohnung + Hartz 4.
    Aus Dankbarkeit wird man dann von den bundesdeutschen Medien auf sie so ab und zu für russische Gruselstorys zurück greifen. Sie kann ja für eine kleine finanzielle Spritze entsprechend des vorgegebenen Textes aus dem russischen Fernsehnähkästchen plaudern.

  • Anton Amler

    Veröffentlicht: 4. Juli 2022 12:04 pm

    Meines Wissens ist die Gestaltung postalischer Zuschriften an Bestimmungen geknüpft.
    Kein Postbote ist verpflichtet, Sendungen an Hand von Koordinaten zu befördern, selbst wenn ihm diese Örtlichkeit bekannt ist.
    Da es sich um Amerikaner handelt, könnte hier der Liedtext ihres Landsmannes "Elvis" - "return to sender, address unknown"- hilfreich sein !

  • Anton Amler

    Veröffentlicht: 4. Juli 2022 12:25 pm

    Vielleicht sollte mal ein "Bildreporter" - kein Reporter der "Bild"- ein zweifelfrei aussagefähiges Bild von den Mischtransporten machen, und in einer seriöse Zeitung -schrift veröffentlichen, wie auch Bilder von den Getöteten, die den Schutz ziviler Einrichtungen für ihre Kampfhandlungen nutzend, den daraus resultierenden Beschuß auslösten.
    Die wie Pilze nach einem warmen Regen aus dem Boden schießenden Aufarbeitungsgremien hätten dann ein umfassendes Betätigungsfeld.

  • Anton Amler

    Veröffentlicht: 4. Juli 2022 12:42 pm

    Warum sollten die Russen nach Abzug von der Schlangeninsel diese mit Phosphorbomben bekämpfen, wo sie doch vor Ort all das hätten erledigen können?

  • Bastian Радебергер Radeberger

    Veröffentlicht: 4. Juli 2022 14:09 pm

    Hast es auch gemerkt ...
    "Warum sollten die Russen nach Abzug ..."
    Zumal offensichtlich die Ukrainer noch gar nicht das Eiland zurück "erobert" hatten. Also Bombardement eines leeren Felsens? Tss Tss?
    Aber offensichtlich glauben die Ukrainer und deren EU-Nato-Brüder, daß man dem über Jahrzehnte gezüchteten "dummen"-Bild-Leser und gleichartigen Geschöpfen allen Dreck zum geistigen Schlucken anbieten kann.

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