Telegram-Kanal-Informationen 05. Juli 2022

Telegram-Kanal-Informationen 05. Juli 2022
 
„Kaliningrad-Domizil“ informiert auf seinem Telegram-Kanal „Baltische Welle“ über Ereignisse in und um Russland in Kurzfassung. Der Beitrag wird im Verlaufe des Tages ständig mit aktuellen Informationen und Nachrichten ergänzt.
 
 
05.07.2022 / 14:00 h / 01: Kaliningrad entwickelt sich zur Kaderschmiede der Gebiete, die sich von der Ukraine losgesagt haben. So wurde der Erste Stellvertreter des Kaliningrader Gouverneurs, Vizegouverneur Sergej Jeliseew zum Regierungschef der Regierung des Chersoner Gebietes eingesetzt. Als sein Stellvertreter und Verantwortlicher für die Innenpolitik des Chersoner Gebietes wurde Wladimir Bespalow ernannt. Er arbeitete als stellvertretender Minister für Kommunalentwicklung des Kaliningrader Gebietes.
 
05.07.2022 / 14:00 h / 02: Die Kaliningrader Gebietsregierung zeigt sich nicht besonders beeindruckt von dem Gedanken, Stadt und Gebiet einen neuen Namen zu geben. Darüber informiert der Leiter des Pressedienstes der Gebietsregierung Dmitri Lyskow. Kaliningrad trägt bereits einen verdienten Namen und dabei sollte es bleiben. Die Diskussion um eine Umbenennung ist unangebracht.
 
05.07.2022 / 14:00 h / 03: Der Pressesprecher des russischen Präsidenten Dmitri Peskow kommentierte die Initiative des Parteichefs der Partei „Gerechtes Russland für die Wahrheit“ zur Umbenennung Kaliningrads in Wladibaltisk. Der Kreml habe hierzu überhaupt keine Meinung. Man weiß darüber nicht Bescheid. Russische Medien bezeichnen diese Initiative bereits als „exotisch“.
 
05.07.2022 / 14:00 h / 04: Die britische Zeitung „The Independent“ interviewte ukrainische Armeeangehörige, die von der Ostfront zurückgekehrt sind. Diese bezeichneten ihren Dienst an der vordersten Linie im Donbass als „Hölle auf Erden“. Die Wirklichkeit sehe völlig anders aus, als es die Fernsehreportagen zeigen und was wirklich an der Front passiert. Ein ukrainischer Militär kommentierte, dass die westlichen Waffenlieferungen nichts am Verlauf der Militäroperation in der Ukraine ändern werden. Seine Einheit, die an die Front verlegt wurde, hatte bereits nach wenigen Wochen keine Munition mehr. Man konnte den Kopf nicht mehr anheben in den Laufgräben, weil es ununterbrochenen Beschuss gab. Die täglichen offiziellen Verlustzahlen von 100-200 Soldaten stimmen nicht. In den ersten drei Tagen habe alleine seine Einheit 150 Tote gehabt. Viele verbluteten an der Front, weil Hilfe ausblieb. Den Offizieren ist der psychologische Zustand ihrer Soldaten völlig egal.
 
05.07.2022 / 14:00 h / 05: Der Sekretär des russischen Sicherheitsrates Nikolai Patruschew forderte mögliche Beteiligungen von Ausländern an Objekten der Energiesicherheit des Landes einzuschränken. Darunter versteht er nicht nur die Einschränkungen bei möglichen Gesellschafterbeteiligungen, sondern auch die Nichtzulassung von ausländischen Firmen beim Bau und der Wartung von infrastrukturkritischen Energieobjekten. Hierzu gehört auch der Austausch von ausländischen Ausrüstungen im Rahmen der Importablösungen. Patruschew rief dazu auf, sich mit der Dekriminalisierung des Energiesektors zu beschäftigen. Insbesondere im Fernen Osten stehe dieses Thema in aller Schärfe. Vieles auf dem Gebiet der Energiesicherheit ist vernachlässigt. Es gibt viele Objekte, für die sich niemand verantwortlich fühlt, die aber für die Energiesicherheit eine Rolle spielen. Im Fernen Osten sind ihm mindestens 1.500 derartige Objekte bekannt.
 
05.07.2022 / 14:00 h / 06: Die britische Zeitung „The Times“ teilt der erstaunten Weltöffentlichkeit mit, dass in Großbritannien die Munition nicht ausreicht, um Russland letztendlich zu besiegen. Der Journalist Edward Lucas weiß, das Moskau weiß, dass die britische Armee nicht ausreichend ausgestattet ist. Als Beispiel nannte der Journalist, unter Bezug auf amerikanische Militärquellen, dass während der Übung „Warfighter“ im Jahre 2021, den Briten bereits am achten Tag die Munition ausgegangen ist. Somit schlussfolgert der Journalist, dass es trübe aussieht in Großbritannien. Das Land habe nicht die notwendigen Kräfte und materiellen Möglichkeiten, um die wesentlichsten Gefechtsaufgaben zu erfüllen. Während der letzten Militärkonferenz der Briten zum Thema der modernen Konflikte in der Welt, wurde festgestellt, dass Großbritanniens Vorräte ausreichen, um zwei Tage mit Russland kämpfen zu können.
 
05.07.2022 / 14:00 h / 07: Ein schwedischer Söldner ist während der Kämpfe um „AsowStal“ in Mariupol in Gefangenschaft geraten. In den Verhören beteuerte er – wie viele andere auch – dass er an keinerlei Gefechten teilgenommen habe (vermutlich hat er während der Kämpfe die Bibel gelesen: Du sollst nicht töten). Er habe keinen einzigen Schuss abgegeben. Angeklagt wird er wegen Söldnertums. Ihm droht die Todesstrafe.
 
05.07.2022 / 17:00 h / 08: Russische Medien berichten über den stärksten Kursverfall des Euro. Er hat fast den Kursstand erreicht, wie zu Beginn der Einführung im Jahre 2002. Auf internationalen Börsen kostet ein Euro jetzt nur noch 1,0281 USD. Der Kursverfall wird begründet mit einer erwarteten Preisexplosion und einsetzenden Rezession vor dem Hintergrund des Preisanstieges für Gas in Europa. Es kam aber nicht nur zum Kursabsturz des Euro. Betroffen sind auch andere westliche Valuta: Japan, Norwegen,
 
05.07.2022 / 17:00 h / 09: Der russische Präsident Putin zeigte sich verwundert, dass selbst Tierfutter für Haustiere aus dem Ausland importiert wird. Der Chef der Republik Mordowia erzählte ihm bei einem Treffen, dass in seiner Republik die Produktion von Haustier-Tierfutter angelaufen ist und man somit den Markt mit russischen Produkten auffüllen kann. Putin bezeichnete den Import von Tierfutter als „Dummheit“. Bis vor kurzer Zeit, wurde in Russland Tierfutter nur importiert.
 
05.07.2022 / 17:00 h / 10: Der Vorsitzende der russischen Staatsduma, Wjatscheslaw Wolodin hat die Weisung erteilt, über eine Beendigung des Vertrages zur Übergabe eines Teiles der Barentssee an Norwegen nachzudenken. Mit der Analyse der vertraglichen Vereinbarungen beauftragte der den Duma-Ausschuss für internationale Angelegenheiten. Durch Russland wurden die vertraglichen Vereinbarungen im Jahre 2010 ratifiziert. 175.000 Quadratkilometer Barentssee wurden an Norwegen übergeben. Die Übergabe an Norwegen erfolgte damals mit der Begründung, dass man die Zusammenarbeit der arktischen Länder fördern wolle. Heute tut Norwegen nichts, um diese Bedingung zu erfüllen und verhindert sogar den Zugang Russlands zu seinem Teil von Spitzbergen, um die dort lebenden Russen mit Lebensmittel zu versorgen.
 
05.07.2022 / 19:00 h / 11: Die russische Staatsduma hat in erster Lesung Ergänzungen zum Gesetz „Über die Verteidigung“ beraten, welche sich mit der Sicherstellung von militärischen Operationen im Ausland beschäftigt. Das Gesetz verbietet zukünftig Firmen Staatsaufträge abzulehnen, die die Lieferung von Waren oder die Erweisung von Dienstleistungen für Militäroperationen beinhalten. Gleichzeitig erhält die Regierung eine Reihe von Vollmachten zur Sicherstellung derartiger Militäroperationen. Hierzu gehören u.a. die Endkonservierung von Mob-Technik, Arbeit mit der Staatsreserve, Änderungen von Arbeitszeiten in bestimmten Unternehmen, Einkauf von Waren und Dienstleistungen bei bestimmten Anbietern.
 
05.07.2022 / 19:00 h / 12: Der Vorsitzende der russischen Staatsduma Wjatscheslaw Wolodin äußerte während einer Sitzung der Duma, dass die Ukraine sich gegenwärtig so aufführe, dass ein einfach nicht mehr möglich ist, die Truppen an der Grenze der Donbass-Republiken zum Stillstand zu bringen. Die Ukraine ist zu einem Terrorstaat geworden. Der ukrainische Präsident führt ein Verbrecherregime an. Wir werden dem nicht schweigend zusehen. Wolodin erinnerte an die Angriffe, die die Ukraine gegen Zivilobjekte in der Russischen Föderation führt. Russland wird dies nicht mehr dulden und hart reagieren.
 
05.07.2022 / 19:00 h / 13: Verantwortliche Militärs der Lugansker Volksrepublik forderten, die ukrainischen Truppen bis an die Grenzen des Kiewer Gebietes zurückzudrängen. Das stellt sicher, dass die Raketen, über die Kiew verfüge, die Donbass-Republiken nicht mehr erreichen können. Die Milizen der Donbass-Republiken werden also weiter über die Grenzen der Republiken hinaus, die ukrainischen Truppen angreifen und zurückdrängen.
 
05.07.2022 / 19:00 h / 14: Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow erhöht den öffentlichen Druck auf Litauen und die Europäische Union. Er erklärte in einem Interview, dass Russland die Möglichkeit einer vollständigen Transitblockade für Transporte aller Art durch das Kaliningrader Gebiet für die drei baltischen Staaten oder aus den drei baltischen Republiken erwägt. Dies betrifft nicht nur Transporte dieser drei Kleinstaaten, sondern auch sämtliche Transporte von weiteren Staaten. Dies könnte eine der Antwortmaßnahmen Russland auf die Kaliningrad-Blockade sein. Diese Möglichkeit, so der Gouverneur, wurde schon vor einer Woche erwähnt, dürfte also keine große Überraschung sein.
 
 
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Kommentare ( 4 )

  • Vogonendichter

    Veröffentlicht: 5. Juli 2022 17:18 pm

    Auch auf anderen Portalen hat man schon festgestellt, das die Ukrainische Armee bzw die Gefangenen, nur aus Köchen, Mechaniker, Putz und Innendienstler zu bestehen scheint.
    Keiner bezichtigt sich doch freiwillig zur Kämpfenden Truppe, wenn die Todesstrafe droht.

  • Bastian Радебергер Radeberger

    Veröffentlicht: 5. Juli 2022 19:54 pm

    05.07.2022 / 14:00 h / 06: Die britische Zeitung „The Times“ teilt der erstaunten Weltöffentlichkeit mit, dass ....
    Eigentlich müßte doch der Journalist dieses Briten-Blattes wissen, daß die Briten gar nicht vorhaben - selbst - gegen die Russen kämpfen zu wollen. Schon gar nicht am Boden. Das ist doch der Platz für das Kanonfutter, welches keine oder nur eine kleine Monarchie hat. Die Germans, Franzosen oder Polen, Rumänen ... usw. Holländer, Belgier sind doch auch nicht mehr wert.
    Naja, so ein paar Special.. aber ansonsten sehen die sich als Kommandoebene mit den US-Gewaltigen.

  • Bastian Радебергер Radeberger

    Veröffentlicht: 5. Juli 2022 19:59 pm

    " Bis vor kurzer Zeit, wurde in Russland Tierfutter nur importiert."
    Das hatte nur einen Grund. Die niedlichen Fotografien auf den Verpackungen von kleinen Hunden, Katzen, Igeln oder Kaninchen. Das wird es wohl gewesen sein. Ansonsten müßte ich wohl eine schon bösartige Frage stellen.

  • Anton Amler

    Veröffentlicht: 6. Juli 2022 10:19 pm

    Man mag Stalin mögen, oder nicht, aber Eines hat er immer richtig eingeschätzt, und ist dem mit rigorosen Maßnahmen entgegengetreten:
    Kommunistisches Gedankengut ist der Todfeind des Kapitalismus, und wird von diesem unter allen Umständen, und mit der gleichen Erbarmungslosigkeit bekämpft werden!
    In sicherheitsrelevante Unternehmen wie Transport, Verkehr, Energieversorgung und Finanzwirtschaft, wären weder fremde Geldmittel, noch irgend welche ausländischen Berater involviert worden - das hätte selbst Nordkorea nicht strenger handhaben können.
    Stalin hatte persönliche, schmerzhafte Erfahrung damit wie es ist, wenn jemand vorgibt, ihm die Hand helfend zu reichen.
    Gorbatschow hat unter falscher Flagge den Ruin herbeigeführt, ein versoffener Jeltzin wurde "spirituell" entmündigt, und der deutschlandaffine junge Putin hat noch falsche Erwartungen gehabt - bis München.
    In der Zeit danach konnte nicht mehr alles wieder schnell auf die Füße gestellt werden.

    • Uwe Erich Niemeier

      Veröffentlicht: 6. Juli 2022 10:26

      ... ja, so könnte man es auf 1000 Zeichen begrenzt, zusammenfassen.

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