Telegram-Kanal-Informationen 06. Juli 2022

Telegram-Kanal-Informationen 06. Juli 2022
 
„Kaliningrad-Domizil“ informiert auf seinem Telegram-Kanal „Baltische Welle“ über Ereignisse in und um Russland in Kurzfassung. Der Beitrag wird im Verlaufe des Tages ständig mit aktuellen Informationen und Nachrichten ergänzt.
 
 
06.07.2022 / 11:00 h / 01: Mit großer Wahrscheinlichkeit werde ich im Zeitraum 07. Juli bis einschließlich 15. Juli keine Nachrichten veröffentlichen. Ich reise in das Gebiet Kurgan, dem Tor zu Sibirien und hoffe nach meiner Rückkehr interessante Reportagen veröffentlichen zu können.
 
06.07.2022 / 11:00 h / 02: Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow bedauert, dass man die gegenwärtigen Probleme rund um Kaliningrad nur mit Drohungen zu einer Lösung bringen kann. „Leider haben wir jetzt in der Welt eine derart emotionale Stimmung, dass man nur noch mit Drohungen irgendetwas erreichen kann. Leider ist dies so“, - so der Gouverneur. Sollte es zu einer Transitblockade für Transporte aus und nach den baltischen Staaten über das Kaliningrader Gebiet kommen, so will der Gouverneur diese Maßnahme nicht als Blockade charakterisieren. Wenn die baltischen Staaten irgendetwas transportieren wollen, so bliebe ihnen noch der Suwalsker Korridor.
 
06.07.2022 / 11:00 h / 03: Der Kaliningrader Gouverneur Alichanow meint, dass die generelle Lösung des Transitproblems zwischen Russland und Russland, der Bau eines Transportkorridors mit einer gesonderten Eisenbahnlinie und einer Fernverkehrsstraße sein könnte. Dieser Transportkorridor müsste technisch so gestaltet werden, dass ein Verlassen durch die Transitreisenden per Fahrzeug oder zu Fuß nicht möglich ist. Im Eisenbahnverkehr sollte bereits innerhalb des Kaliningrader Gebietes eine gesonderte Strecke für internationale Eisenbahntransporte gebaut werden, die dann im Transportkorridor mündet.  Vertragliche Vereinbarungen mit Litauen und ein internationales Transportreglement würden die beiderseitigen Interessen absichern – so der Gouverneur. Die vom Gouverneur Anton Alichanow vorgeschlagene Lösung erinnert stark an die Transitvereinbarung der BRD mit der DDR für Westberlin.
 
06.07.2022 / 11:00 h / 04: Der Vorsitzende der russischen Staatsduma Wjatscheslaw Wolodin beschuldigt die USA die Covid-19-Krise durch Experimente in ihren weltweiten Biolaboren ausgelöst zu haben. Er forderte die USA auf, allen betroffenen Staaten eine Entschädigung zu zahlen. Wolodin zitierte den Vorsitzenden der Kommission COVID-19 des medizinischen Journals „The Lancet“ Jaffry Saks. Dieser zeigte sich überzeugt, dass das Virus durch biotechnische Experimente in US-Laboren entstanden ist. Öffentlich trat der Mediziner damit auf einer internationalen Konferenz im Juli auf. Wolodin forderte die USA auf, ihre Experimente in den Laboren einzustellen und deren Tätigkeit offen zu legen.
 
06.07.2022 / 11:00 h / 05: Russische Hacker haben eine ukrainische Datenbank des Sicherheitsdienstes geknackt und die Daten von eintausend Militäraufklärern im Netz veröffentlicht. Es handelt sich um die russische Gruppe RaHDlt, die die Information auf ihrem Telegram-Kanal verbreitete. Unter den veröffentlichten Namen befinden sich Mitarbeiter die gegenwärtig in Russland, Indien, Österreich, Vietnam, Südafrika, Italien, der Türkei und im Iran tätig sind. Weiterhin wurden Namen derjenigen veröffentlicht, die die Militäraufklärung im Ausland anleiten. Hier wurden Namen von Chefaufklärern in Polen, Ungarn, Bulgarien und der Slowakei genannt. Weiterhin wurden Namen von Instrukteuren für Diversionsoperationen und Vertreter von Sondereinheiten zur Anleitung von Agenturen und bewaffneter Aufklärungseinheiten veröffentlicht.
 
06.07.2022 / 13:00 h / 06: Der Pressesprecher des russischen Präsidenten Dmitri Peskow kommentierte die Meldung, dass sich die ehemalige österreichische Außenministerin in die Anonymität zurückziehen musste, da sie für ihre Kontakte zu Putin bedroht wurde. Dies zeuge von einer kranken, ungesunden Gesellschaft – meinte Peskow. Peskow teilte keine Einzelheiten mit, kommentierte nur, dass die Bedingungen für Frau Kneissl einfach nicht mehr erträglich gewesen sind. Peskow antwortete auf eine entsprechende Frage, dass Frau Kneissl Russland nicht um Hilfe gebeten habe. Bekannt wurde, dass Frau Kneissl seit 2020 nicht mehr in Österreich wohnt. Sie habe das Land wegen Morddrohungen verlassen – schreibt „Washington Post“.
 
06.07.2022 / 13:00 h / 07: Das russische Verteidigungsministerium informiert über die Vernichtung der ersten beiden Starteinrichtungen „HIMARS“, die von den USA in die Ukraine geliefert worden waren. Ein entsprechender Videofilm wurde vom Verteidigungsministerium veröffentlicht. Die Vernichtung erfolgte in der Nähe der Siedlung Malotaranowka in der Donezker Volksrepublik. Der erste Einsatz der HIMARS erfolgte am 28. Juni in der Lugansker Volksrepublik.
 
06.07.2022 / 13:00 h / 08: Österreich hat sich entschlossen, die unterirdische Gaslagerstätte, die sich in russischem Besitz (Gasprom) befindet, zu enteignen. Als Grund führt der österreichische Bundeskanzler an, dass die Lagerstätte nicht mit Gas befüllt ist. Österreich habe das Prinzip begründet: Nutze oder verliere. Nun wird ein anderer Gaslieferant diese Anlage nutzen mit der Aufgabe, die Gasvorräte aufzufüllen.
 
06.07.2022 / 18:00 h / 09: „Bulgarian Military“ informiert, dass eine Gruppe von  ukrainischen Militärs zwei selbstfahrende Haubitzen des Typs „Caesar“, die aus Frankreich geliefert worden waren, der russischen Armee verkauft haben. Sie haben hierfür pro Stück 120.000 USD erhalten. Der reale Einkaufspreis für eine dieser Haubitzen beläuft sich auf ca. sieben Millionen Dollar. Wer diese Informationen geliefert hat, wird durch das Journal nicht mitgeteilt. Die Zeitung teilt mit, dass es Interpol bekannt ist, dass ukrainische Soldaten mit militärischen Ausrüstungen Handel betreiben. Erinnert wird an frühere Meldungen eines französischen Politikers, der informierte, dass es russischen Militärs gelungen ist, zwei französische Haubitzen dieses Typs in ihren Besitz zu bringen. Sie wurden während eines Gefechtes erobert.
 
06.07.2022 / 18:00 h / 09: Norwegen hat die helfenden Hinweise Russlands anscheinend verstanden und hat Russland den Zugang zu seinen Bürgern auf Spitzbergen wieder gestattet. Die angestauten Container mit Versorgungsgütern und Lebensmitteln konnten jetzt der russischen Siedlung auf Spitzbergen zugestellt werden. Der Vorsitzende der russischen Staatsduma hatte gefordert, Verträge mit Norwegen zu prüfen, die die Meeresgrenze regulieren. Russland hatte beim Abschluss der Verträge große territoriale Zugeständnisse an Norwegen gemacht, in der Hoffnung, damit ein gutes nachbarschaftliches Verhältnis zu fördern.
 
06.07.2022 / 18:00 h / 09: Die USA sollten sich erinnern, dass Alaska einmal russisches Territorium war – meinte der Vorsitzende der russischen Staatsduma Wjatscheslaw Wolodin. Die USA sollten sich daran erinnern, bevor sie beginnen, fremdes Eigentum im Ausland aufzuteilen. Auch Russland kann der USA gerne etwas zurückgeben. „Wenn man sich ordentlich aufführt, heißt dies nicht, dass man schwach ist. Wir wissen, wie wir zu antworten haben. Aber Amerika sollte sich ein für alle Mal daran erinnern: Es gibt so ein Gebiet – Alaska. Wenn sie also beginnen unsere Ressourcen im Ausland aufzuteilen, sollten sie vorher nachdenken, denn auch wir haben etwas, was wir zurückgeben können“, - so Wolodin während einer Sitzung der Staatsduma. 1867 wurde Alaska, nach Beendigung des Krim-Krieges an Amerika verkauft.
 
06.07.2022 / 18:00 h / 09: Gasprom setzt österreichischen Bundeskanzler auf den Topf. Dieser hatte erklärt, dass man das größte unterirdische Gaslager in Europa verstaatlichen werde, wenn Gasprom nicht mit der Auffüllung beginne. Gasprom hat nun dem Herrn Bundeskanzler die Eigentumsverhältnisse dargelegt. Daraus geht hervor, dass Gasprom seit einigen Monaten nicht mehr der Besitzer ist. Über eine Tochtergesellschaft halte man noch 11,11 Prozent. Deutschland ist mit 55,55 Prozent der Eigentümer und somit für die Auffüllung zuständig. Wie Deutschland sich zu einer Enteignung durch Österreich stellt, ist wohl Gasprom egal.
 
 
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Kommentare ( 4 )

  • Peter Nagel

    Veröffentlicht: 6. Juli 2022 16:01 pm

    Oh man wie soll ich das überleben ca. 1 Woche ohne Nachrichten aus Russland auszukommen!
    Unsere Medien kann man ja nicht mehr vertrauen!
    Ich wünsche trotzdem eine schöne gute Reise in ein bestimmt sehr schönes Gebiet, wo ich auch sehr gerne wäre.
    Dieser ganze Irrsinn hier in Germanistan ist ja nicht mehr zum aushalten.
    Erholen Sie sich gut und vor allem genießen Sie die Ruhe, wer weiß was uns noch bevorsteht!

    • Uwe Erich Niemeier

      Veröffentlicht: 6. Juli 2022 16:19

      ... ich bin immer wieder erstaunt, dass fast alle, die hier oder bei VK oder bei Telegram kommentieren, davon ausgehen, dass ich Urlaub mache ... schön wäre es, aber es ist doch mehr eine "Geschäfts"-Reise. Sie beginnt gleich am Montag mit einem Interview für den russischen TV-Sender GTRK und dann ist der Tag gespickt voll ... am nächsten Tag geht es dann schon ein paar hundert Kilometer weiter ...

  • Bastian Радебергер Radeberger

    Veröffentlicht: 6. Juli 2022 19:43 pm

    Aber Erichowitsch, wer wird denn die ganze Sache mißverstehen wollen. Eine "Geschäftsreise"? Dann wären doch die Urlaubsreisen aus China, Europa in 14 Tagen, alles Geschäftsreisen.
    Nichts destotrotz, ich wünsche Ihnen eine schöne. erlebnisreiche Reise mit vielen neuen Eindrücken und eine gesunde Rückkehr.
    Poka!

  • Gerd Joachim Göhler

    Veröffentlicht: 6. Juli 2022 22:27 pm

    Auch von mir für die Reise alles Gute und kommen Sie gesund zurück. Ihre Arbeit ist mehr Wert als Sie möglicherweise denken. Viele, in der zur Zeit den öffentlich rechtlichen kein Vertrauen mehr schenken, sind sie eine sehr wichtige Informationsquelle.
    Poka auch von mir.

    • Uwe Erich Niemeier

      Veröffentlicht: 7. Juli 2022 05:04

      ... besten Dank und einen letzten Gruß, bevor es in einer halben Stunde zum Airport geht ...

  • Hieronymus

    Veröffentlicht: 8. Juli 2022 12:02 pm

    Das Öffnen des Videos aus Kurgan ist bei mir trotz mehrfacher Versuche nicht möglich. Auch die "Saker"-Seiten sind nicht mehr zugänglich. Offenbar wird die Zensur nochmals straffer angezogen.

    • Uwe Erich Niemeier

      Veröffentlicht: 8. Juli 2022 12:04

      ... nein, glaube ich in diesem Fall nicht. Die Verknüpfung des Videos erfolgt über mein Account bei VKontakte und VKontakte scheint gegenwärtig Probleme zu haben. Deshalb können Sie das Video nicht abrufen.

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