Telegram-Kanal-Informationen 13. Mai 2022

Telegram-Kanal-Informationen 13. Mai 2022
 
„Kaliningrad-Domizil“ informiert auf seinem Telegram-Kanal „Baltische Welle“ über Ereignisse in und um Russland in Kurzfassung. Der Beitrag wird im Verlaufe des Tages ständig mit aktuellen Informationen und Nachrichten ergänzt.
 
 
13.05.22 / 09.00 Uhr: Rutube hat anscheinend seine Arbeit wieder in gewohnter Qualität aufgenommen, d.h. in russischer Sprache ohne weitere bemerkenswerte Ergänzungen seines Serviceangebotes. Es sind Spekulationen aufgetaucht, wonach ehemalige Mitarbeiter von Rutube durch Schwatzhaftigkeit oder aber auch Böswilligkeit, technische Interna aus der Arbeit des Videoservice verraten haben könnten und dies zum Totalabsturz des Videoservice führte. Die Untersuchungen laufen gegenwärtig noch. „Baltische Welle“ wird „Rutube“ wieder nutzen, wenn reale Verbesserungen zu erkennen sind und die Freischaltung von Videos in akzeptabler Zeit erfolgt. Bis vor dem Absturz dauerte die Freischaltung bis zu sieben Tage.
 
13.05.22 / 09.00 Uhr: Nun hat auch Italien zugestimmt, russisches Gas mit russischen Rubeln zu bezahlen. Die Firma Eni informierte über diese Entscheidung. Noch hat die Firma kein Rubelkonto bei der Gasprom Bank, hat aber bereits mit den Vorbereitungsarbeiten begonnen. Allerdings warte man noch auf eindeutige Erklärungen der Europäischen Union, wie sich die Gaskunden zu verhalten haben, um die Sanktionen nicht zu verletzen.
 
13.05.22 / 09.00 Uhr: Der österreichische Kanzler hat Gasprom damit gedroht, die Gaslagerstätte in Salzburg zu verstaatlichen, wenn die Firma diese nicht mit Gas auffüllt. Sollte dies nicht geschehen, wird die Lagerstätte einer anderen Firma aus Salzburg übergeben, die bereits den größten Gasspeicher in Österreich betreibt.
 
Kaum zu glauben, aber wahr. Die stellvertretende Chefin des föderalen Steuerdienstes – also wirklich keine kleine Dienststellung – hat sich von Telefonbetrügern um 1,2 Mio. Rubel abzocken lassen. Die Betrüger stellten sich als Mitarbeiter der Sberbank und der Zentralbank vor. Sie veranlassten die Steuerspezialistin, unter dem Vorwand, dass sie ihr Geld vor Betrügern schützen müsse, die Summe am Bankautomaten von ihrem Konto abzuheben und auf das Konto eines Unbekannten einzuzahlen. Über so viel Naivität kann man nur den Kopf schütteln und die Frage stellen: Sind meine Steuern sicher? Übrigens, die Stellvertretende Leiterin des föderalen Steuerdienstes arbeitet in dieser Funktion schon seit 2011. Sie ist verantwortlich für die Kontrolle der rechtzeitigen und qualitativen Ausführung von Weisungen der Regierung und des Präsidenten zu Fragen der Steuergesetzgebung.
 
13.05.22 / 15.00 Uhr: In Großbritannien hat man mit Sorgenfalten auf der Stirn die erfolgreiche Reise des russischen Außenministers Lawrow in das Sultanat Oman und nach Algerien zur Kenntnis genommen. In beiden Ländern wurde die Neutralität im Zusammenhang mit den Ereignissen in der Ukraine betont, aber auch der Wille, die Zusammenarbeit mit Russland auszubauen. Wichtig waren auch die Vereinbarungen zur weiteren Koordinierung der gemeinsamen Zusammenarbeit über die OPEK. Somit wurde klar, dass beide Länder, ungeachtet der Sanktionen, weiterhin Energieressourcen aus Russland beziehen werden. Arabische Medien haben hervorgehoben, dass das Auftreten Russlands sich generell vom Auftreten der USA und anderer westlicher Staaten unterscheidet. Diese führen sich wie Kolonialherren auf, während Russland versucht, mit Verständnis die Probleme des Landes zu lösen.
 
 
13.05.22 / 15.00 Uhr: Russland hat die Bankkonten der polnischen Botschaft in Moskau eingefroren. Der russische Botschafter in Warschau informierte darüber. Das Einfrieren der polnischen Konten war eine Antwort auf das Einfrieren der Konten der russischen Botschaft in Warschau, das die polnischen Verantwortlichen bereits am 23. März vorgenommen hatten. Auf den russischen Konten in Warschau befanden sich rund 1,1 Mio. USD. Man handle auf dem Prinzip der Gegenseitigkeit – so der Kommentar des Diplomaten. Außer dem Einfrieren russischer Konten, hatten die Polen auch russische diplomatische Immobilien beschlagnahmt – so auch ein Gebäude, in dem russische Diplomaten wohnten. Polen kommentierte, dass man die russischen Gelder eingefroren habe, weil man befürchte, dass Russland die Gelder für die Finanzierung von Terrorismus und für Geldwäsche verwende. Gegenwärtig plant Polen, eine russische Erholungsbasis zu enteignen.
 
13.05.22 / 15.00 Uhr: Der polnische Präsident meint, dass Russland an die Ukraine Kontribution zu zahlen habe. Er folgte damit den Überlegungen, die die jetzigen Verantwortlichen der Ukraine bereits geäußert hatten. Der polnische Präsident hat tiefes Vertrauen in die internationale Gemeinschaft, die Russland zwingen wird, Kontributionen zur Wiederherstellung all dessen zu zahlen, was in der Ukraine zerstört wurde. Bleibt jedoch nur noch die Frage zu klären, ob die Ukraine nach Beendigung des Militäreinsatzes, der EndNAZIfizierung und der Demilitarisierung selber noch besteht und wenn nicht – wovon wohl gegenwärtig jeder real denkende Mensch ausgeht – wem dann diese Kontribution zu zahlen ist.
 
Sofortmeldung: Der Chef des US-Kriegsministeriums hat mit dem russischen Verteidigungsminister telefoniert. Damit endet das zweimonatige Bemühen der USA um einen Kontakt zu dem Mann, der für Russlands Armee verantwortlich zeichnet, endlich mit Erfolg. Worüber die beiden gesprochen haben, wurde nicht mitgeteilt, lässt sich aber vermuten: über die Ukraine.
 
13.05.22 / 20.00 Uhr: Russland stellt am 14. Mai die Stromversorgung Finnlands ein. Dies melden russische Medien. Bereits Ende April hatte Finnland seinen Strombezug aus Russland um ein Drittel gesenkt. Nun senkt Russland die restlichen verbliebenen zwei Drittel. Grund für die Einstellung der Stromlieferungen sind Schwierigkeiten mit der Bezahlung durch Finnland. Finnland informiert, dass diese Entscheidung Russlands keinerlei Auswirkungen auf das tägliche Leben in Finnland hat.
 
Hinweis: Ich weiß, dass die Frage schwer zu beantworten ist. Wer es trotzdem wagen will, kann hierfür die Kommentarfunktion nutzen
 
13.05.22 / 20.00 Uhr: Polen hat eine neue Variante der Einmischung in die Ukraine-Thematik und der Entsendung seines Militärs in die Ukraine ins Gespräch gebracht. Polen schlägt vor, eine internationale Gruppe von Minenräumspezialisten zu schaffen. Diese sollen der Ukraine helfen die Gebiete zu entminen, die von den russischen Truppen geräumt worden waren. Diese Variante wurde von Polen nach einem Treffen mit dem Verteidigungsminister Litauens ins Gespräch gebracht. Besonders wichtig ist diese Arbeit auf landwirtschaftlichen Flächen, damit dort mit der Erntevorbereitung begonnen werden kann. Die internationale Gruppe soll aus Polizeieinheiten und nicht aus Militäreinheiten bestehen. Dies soll verhindern, dass Russland Grund hat, Einfluss zu nehmen.
 
 
 
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Kommentare ( 2 )

  • Anton Amler

    Veröffentlicht: 14. Mai 2022 20:01 pm

    Quer durch die Lande, also unisono, wird immer wieder lautstark verkündet, daß die Abschaltung von Energieeinspeisung durch Rußland ohne spürbaren Einfluß auf die betroffenen Länder bleibt.
    Mensch, Russen, macht`s endlich !!!
    Noch werden alle russischen Aktionen im Schongang durchgeführt, aber Krieg, falls unvermeidbar, wird dann anders aussehen, und die Schuldfrage ist dann im Endergebnis irrelevant.

    • Uwe Erich Niemeier

      Veröffentlicht: 14. Mai 2022 20:11

      ... ja, ich denke auch häufig so: "... nun macht es doch endlich." Und kann es dann kaum erwarten, wenn die Katastrophe hereinbricht. Ebenso, wie ich die militärischen Handlungen in der Ukraine nicht verstehe, die nach meinem Geschmack, zu langsam vorangehen. Aber dann sehe ich die Nervosität des Westens und wie man sich mit Treffen, Beratungen, symoblischen Handlungen, förmlich überschlägt und sage mir dann: Das hat Ursachen. Und die können in der Taktik liegen, die Russland eingeschlagen hat: Langsam, aber gründlich. Ich hoffe, ich irre mich nicht.

  • Anton Amler

    Veröffentlicht: 15. Mai 2022 10:00 pm

    dakor!

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