Telegram-Kanal-Informationen 14. März 2022

Telegram-Kanal-Informationen 14. März 2022
 
„Kaliningrad-Domizil“ informiert auf seinem Telegram-Kanal „Baltische Welle“ über Ereignisse in und um Russland in Kurzfassung. Der Beitrag wird im Verlaufe des Tages ständig mit aktuellen Informationen und Nachrichten ergänzt.
 
 
14.03.22 / 06.00 Uhr: Der Pressesprecher des russischen Präsidenten Dmitri Peskow informierte, dass die nächste Verhandlungsrunde mit der Ukraine am 14. März im Videoformat stattfinden wird. Die ersten drei Treffen fanden am 28. Februar, dritten und siebten März statt. Alle Zeichen deuten darauf hin, dass man sich jetzt ziemlich schnell einem Kompromiss nähert. Durch beide Seiten wird dieser Eindruck bestätigt.
 
14.03.22 / 06.00 Uhr: Das weißrussische Verteidigungsministerium hat Meldungen dementiert, wonach es angeblich in Einheiten der weißrussischen Armee zu Meuterei gekommen sein soll. Grund für die angeblichen Meutereien sollen Pläne sein, Einheiten in die Ukraine zu entsenden. Durch das ukrainische Ministerium für Kultur und Informationspolitik wurde die Nachricht verbreitet, dass im Rahmen der Frühjahrseinberufung von Wehrpflichtigen in Weißrussland unter diesen eine Panik ausgebrochen sein soll, weil sie befürchteten, in der Ukraine eingesetzt zu werden.
 
14.03.22 / 06.00 Uhr: Der Sicherheitsbeauftragte des amerikanischen Präsidenten Sullivan kommentierte, dass die USA auch weiterhin militärische Ausrüstungsgüter in die Ukraine entsenden werden und dies unabhängig davon, dass Russland damit gedroht habe, diese Transporte zu vernichten. Sullivan zeigte sich überzeugt, dass die USA über alle notwendigen Systeme verfügen, um auch weiterhin der Ukraine militärisch-materielle Hilfe zu leisten.
 
14.03.22 / 06.00 Uhr: Der ukrainische Präsident Selenski hat Microsoft aufgefordert, die technische Unterstützung seiner Produkte in Russland einzustellen. Ein gleicher Aufruf erging an Oracle und SAP. Selenski forderte keine halbherzigen Entscheidungen zu treffen. Entweder alles oder nichts. Es gibt nur schwarz und weiß, gut und böse.
 
14.03.22 / 06.00 Uhr: The Guardian informierte, dass es in einer Reihe von Regionen in der Welt zu einem Lebensmitteldefizit und zu Hungersnöten kommen könnte. Ursache hierfür ist die ausfallende Ernte der Ukraine in diesem Jahr und die ausfallenden Lieferungen von Getreide aus Russland, dem weltweit größten Exporteur. Diese Effekte werden noch durch die Corona-Virus-Krise verschärft. Ein weiterer Effekt ist die Verteuerung der Lebensmittel. All das kann dazu führen, dass es zu großen geopolitischen Spannungen in der Welt kommt. Die Zeitung informiert, dass 10 Prozent aller Weizenlieferungen und 15 Prozent aller Maislieferungen für die Welt aus der Ukraine kommen. Russland ist ein noch größerer Exporteur. Ein Großabnehmer ist Afrika und der Nahe Osten. Hier werden schon die ersten Preissteigerungen registriert.
 
14.03.22 / 09.00 Uhr: Youtube hat alle russischen Kanäle blockiert, die alte sowjetische Filme und kulturelle Radiosendungen angeboten haben. Ruft man diese Kanäle in Russland auf, erscheint der Hinweis „Dieser Kanal ist in Ihrem Land nicht erreichbar.“ Russland wird also von seiner eigenen Kultur durch den US-Monopolisten abgeschaltet.
 
14.03.22 / 09.00 Uhr: Seit heute Nacht ist Instagram in Russland nicht mehr erreichbar. Die russische Aufsichtsbehörde für das Internet hat Instagram in die Datenbank der verbotenen Medien in Russland eingetragen. Die Abschaltung von Instagram erfolgte auf Forderung der russischen Generalstaatsanwaltschaft vom 11. März. Allen russischen Nutzern wurden 48 Stunden Zeit gegeben, um ihre Fotos und Videos aus dieser Plattform zu sichern.
 
14.03.22 / 09.00 Uhr: Der stellvertretende russische Außenminister Sergej Werschinin erklärte, dass Russland niemanden bitten wird, die Sanktionen zu annullieren. Man werde sich auf seine Freunde und Gleichgesinnte stützen und die Entwicklung des Landes in eigene Hände nehmen. Die durch die USA mit ihren Satelliten gegen Russland verhängten Sanktionen sind ein sehr gutes Signal für viele andere Länder in der Welt.
 
14.03.22 / 09.00 Uhr: Die russische Zeitung „Roter Stern“ informierte, dass 1.400 verwundete russische Soldaten aus den medizinischen Einrichtungen entlassen werden konnten. Nach der Entlassung werden die Soldaten in Rehabilitationszentren zur weiteren Wiederherstellung der Gesundheit geschickt. Wie die Zeitung informiert, wollen alle Soldaten nach der Rehabilitation wieder in ihre Stammtruppenteile zurückkehren und dort ihre Aufgaben weiter erfüllen.
 
14.03.22 / 09.00 Uhr: Maria Maksakowa, Wirtschaftsspezialistin, hat der Zeitung „Praim“ ein Interview gegeben und die Meinung vertreten, dass der Westen sich auf große wirtschaftliche Probleme einstellen sollte. Es wird Schwierigkeiten mit Metallen und Düngemitteln geben, die zu einem Großteil aus Russland importiert worden sind. Russland gehört zu den fünf größten Produzenten von Düngemitteln. Zwei Drittel der produzierten Menge gehen in den Export. Das entstehende Defizit an Düngemitteln könnte den europäischen, aber auch den Weltmarkt für Lebensmittel in eine erheblich Disbilanz bringen. Weitere Probleme wird es bei Metallen geben, wo Russland den Weltbedarf bei Nickel mit 12 Prozent, Titan mit 13 Prozent und Palladium mit 40 Prozent sicherstellt.
 
14.03.22 / 09.00 Uhr: Indien und Russland beraten gegenwärtig zu Fragen des gegenseitigen Zahlungsverkehrs in der jeweiligen Nationalwährung. Dies ermöglicht es den indischen Exporteuren von Waren und Dienstleistungen nach Russland Zahlungen in der indischen Landeswährung zu erhalten. Damit wird der Dollar und der Euro aus dem Zahlungsverkehr ausgeschaltet. Damit dieses System funktioniert, müssen beide Länder im jeweils anderen Land Bankvertretungen eröffnen. Einige kleinere Erfahrungen im gegenseitigen Zahlungsverkehr in Nationalvaluta liegen den beiden Ländern bereits vor. Indien kauft sehr viel Militär- und Atomtechnik in Russland und exportiert medizinische und landwirtschaftliche Erzeugnisse, sowie Anlagen für den Maschinenbau.
 
14.03.22 / 09.00 Uhr: Das Stockholmer internationale Institut für die Erforschung von Friedensproblemen informiert, dass die USA (39 Prozent) und Russland (19 Prozent) die größten Exporteure von Militärtechnik in der Welt sind. Die USA haben im Zeitraum 2017-2021 ihre Waffenexporte um 14 Prozent erhöhen können, Russland senkte seine Waffenexporte im gleichen Zeitraum um 26 Prozent. Insgesamt ist der Waffenexport weltweit um 4,6 Prozent im genannten Zeitraum rückläufig.
 
14.03.22 / 16.00 Uhr: Die russische Weltraumbehörde „Roskosmos“ hat informiert, dass man den amerikanischen Kosmonauten, der sich gegenwärtig in der Internationalen Raumstation befindet, nicht im Stich lassen werde. Der planmäßige Arbeitsaufenthalt endet am 30. März und an diesem Tag wird er auch auf die Erde zurückkehren. Entgegen den verleumderischen Meldungen westlicher Medien, hat Russland seine vertraglichen Verbindlichkeiten auf allen Gebieten stets eingehalten. So wird es auch in diesem Fall sein. Außer dem amerikanischen Astronauten, befinden sich auch zwei russische Kosmonauten an Bord und werden zum gleichen Datum zurückgeholt. Alle drei befanden sich seit April 2021 in der Station.
 
14.03.22 / 16.00 Uhr: Der Minister für auswärtige Angelegenheiten des Iran wird am 15. März in Moskau eintreffen. Geplant sind Gespräche zum Atomabkommen. Im Vorfeld gab es eine Vielzahl von Gesprächen auf der Arbeitsebene.
 
14.03.22 / 16.00 Uhr: Der Vertreter eines der größten Tourismusunternehmen in Vietnam informierte, dass sich das Land auf einen Ansturm russischer Erholungssuchender vorbereite. Vietnam öffne seine Grenzen wieder, die zwei Jahre lang wegen der Corona-Pandemie geschlossen waren. Vor der Pandemie besuchten jährlich 600.000 russische Touristen das Land. Vietnam führt den visafreien Reiseverkehr mit Russland ein. Russische Touristen können sich somit 15 Tage visafrei im Lande aufhalten.
 
14.03.22 / 16.00 Uhr: Der russische Präsident Putin hat mit dem Luxemburger Premierminister per Telefon die Situation der Ukraine besprochen. Der Premierminister hatte den russischen Präsidenten gebeten, ihn über die Situation in der Ukraine zu informieren. Dieser Bitte kam der russische Präsident nach. Beide Politiker erklärten ihr Interesse, weiterhin Kontakt zu halten.
 
14.03.22 / 16.00 Uhr: Der russische Präsident Putin hat ein Gesetz unterzeichnet, welches defacto die in Russland befindlichen ausländischen Leasingflugzeuge an Russland übereignet. Mit diesem Gesetz werden die Flugzeuge in Russland zertifiziert und für den nationalen Flugverkehr zugelassen. Damit verbleiben die Flugzeuge in Russland und gewährleisten den vollständigen und ununterbrochenen Flugverkehr innerhalb des Landes. Insgesamt verfügt Russland über 1.367 Flugzeuge, davon 739, die bisher im Ausland registriert sind.
 
14.03.22 / 16.00 Uhr: Der Kreml informiert, dass der russische Präsident Putin angewiesen habe, keine der ukrainischen Städte jetzt unverzüglich im Sturm zu nehmen. Es sei die Anwesenheit von bewaffneten Kämpfern in den Städten zu berücksichtigen.
 
14.03.22 / 16.00 Uhr: Pfiffige russische Bürger nutzen die Sanktionsmöglichkeiten, um Geld zu verdienen und sind in ihren Business-Phantasien grenzenlos. So bietet man über „Avito“, die Alternative zu Ebay, Zuckertütchen von McDonalds zum Preis von einigen Tausend Rubel an. Verkäufer formulieren: „… ein Tütchen Zucker von McDonalds für nur 1000 Rubel“, was ungefähr einen Gegenwert von 10 Euro entspricht. Wer ein solches Zuckertütchen kauft, bekommt noch ein Paket mit scharfer MC-Donalds-Soße als Zugabe. Schon wenige Stunden vor Schließung der MC-Donalds-Filialen haben pfiffige Händler begonnen, die angebotenen Speisen aufzukaufen und verkauften diese ein paar Stunden später mit riesigem Aufschlag.
 
14.03.22 / 16.00 Uhr: Der russische Großunternehmer und Gründer des Unternehmens „EwroChim, Andrej Melnitschenko sagte der Welt eine Lebensmittelkrise voraus. Er brachte diese Gefahr im Zusammenhang mit der Krise in der Ukraine. Reuters zitiert ihn mit den Worten, dass eines der größten Opfer die Landwirtschaft und Lebensmittelindustrie werden wird. Schon jetzt schießen die Preise für Dünger in die Höhe und viele Landwirte können diese nicht mehr bezahlen. Während er für Europa eine Lebensmittelkrise voraussagt, befürchtet er für die ärmeren Länder dieser Welt eine Hungersnot.
 
14.03.22 / 16.00 Uhr: Die Deutsche Bank hat, neben der Commerzbank, seine Tätigkeit in Russland eingestellt. Wie bekannt wurde, haben sich führende Banken in der Europäischen Union hinter verschlossenen Türen getroffen und die Folgen besprochen, die aus den westlichen Sanktionen gegen Russland für den Bankensektor entstehen. Der Vertreter der UBS Group AG verursachte einen Skandal, als er von gigantischen Verlusten seiner Finanzgruppe sprach. Alleine in den letzten drei Tagen habe man 70 Milliarden Euro verloren.
 
14.03.22 / 16.00 Uhr: Russische Medien informieren, dass Deutschland sich an Polen mit der Bitte gewandt habe, den Migrationsstrom aus Polen nach Deutschland einzustellen. Informiert haben soll darüber der polnische Innenminister in einer TV-Sendung von TVN-24 am heutigen Montag. Der deutsche Innenminister habe per Telefon über Flüchtlingsstaus in Deutschland gesprochen. Man sei auf eine derartige Situation nicht vorbereitet. Der polnische Innenminister zeigte sich verwundert, denn in den letzten Tagen habe man nur 28.000 Ukrainer nach Deutschland geschickt, wobei in Polen insgesamt 1,5 Mio. Menschen gestrandet sind. Polen hofft auf die Solidarität der anderen EU-Staaten bei der Aufnahme von Flüchtlingen.
 
14.03.22 / 16.00 Uhr: Der ehemalige Finanzminister Tschechiens sagt voraus, dass sich 20 Prozent aller Haushalte in Tschechien zum Status „Armutshaushalt“ bewegen. Er forderte, dass sich die tschechische Regierung nicht nur um die Flüchtlinge kümmert, sondern um die eigenen Bürger. Diese sind in erster Linie im Zusammenhang mit der Ukraine-Krise zu unterstützen. Der exMinister befürchtet im Rahmen der Preisexplosion in seinem Land eine Panik. Für sein Land sagte er einen Absturz des Lebensniveaus voraus. Das Land sei nicht in der Lage, dies alles zu kompensieren.
 
14.03.22 / 16.00 Uhr: Russland wird den Europarat in Kürze endgültig verlassen, dies erklärte der Senator Pjotr Tolstoi. Russland wurde am 25. Februar als dem Europarat zeitweilig ausgeschlossen. Russland nimmt schon eine gewisse Zeit nicht mehr an der Arbeit des Europarates und dessen Strukturen teil. Das russische Außenministerium hatte bereits erklärt, dass die anderen Mitgliedsländer ihre Mehrheit nutzen, um Russland zu diskreditieren, was keine gleichberechtigte Zusammenarbeit ermöglicht. Mit dem Ausscheiden aus dem Europarat werden alle bisherigen Vereinbarungen und Verpflichtungen hinfällig, die Russland eingehen musste, um Mitglied dieser Organisation zu werden.
 
14.03.22 / 16.00 Uhr: Nach Abschalten von Facebook und Instagram (weitere Abschaltungen westlicher Sozialnetzwerke sind nicht ausgeschlossen), nehmen die russischen Alternativen an Popularität zu. So verzeichnet das Sozialnetzwerk „Odnoklassnik“ (Klassenkamerad) seit Anfang März einen Zuwachs an registrierten Mitgliedern von 66 Prozent. Parallel zu den Neuzugängen, verzeichnet man auch eine Aktivierung von Accounts, die nicht mehr bedient worden sind. Alleine in einer Woche wurden 36 Prozent der „schlafenden Accounts“ geweckt.
 
14.03.22 / 16.00 Uhr: Russland hat die USA und andere Staaten vor wenigen Tagen aufgefordert, die Sanktionen gegen die russische Weltraumbehörde RosKosmos aufzuheben. In Abhängigkeit von der Reaktion, wird Russland festlegen, wann man die internationale Zusammenarbeit einstellen wird. Russland hat den USA, Kanada und der Europäischen Union bis Ende März Zeit für eine Antwort gegeben. Es sei daran erinnert, dass am 30. März die jetzige Besatzung, bestehend aus einem Amerikaner und zwei russischen Bürgern, zur Erde zurückgeholt wird.
 
14.03.22 / 20.00 Uhr: Der stellvertretende Leiter des Ausschusses für Informationspolitik der russischen Staatsduma Anton Gorelkin schließt nicht aus, dass Youtube in Russland blockiert wird. An den Videoservice wurde die Aufforderung geschickt, die Kanäle, welche sowjetische Filme zeigen, wieder freizuschalten. Sollte dies nicht fristgerecht erfolgen, droht die Blockierung von Youtube. Gorelkin wies auf die Entschlossenheit Russlands hin und erinnerte an die Abschaltung von Facebook und Instagram. Weiterhin steht die Forderung offen, dass Youtube 2501 Beiträge zu löschen hat, die unrichtige Informationen über die Ereignisse in der Ukraine verbreiten. Vorgeworfen wird Youtube ebenfalls, Zensur gegenüber russischen Nutzern und russischen Massenmedien auszuüben.
 
14.03.22 / 20.00 Uhr: Nach dem Ansturm neuer Nutzer und der Aktivierung „schlafender Konten“ im Sozialnetzwerk „Odnoklassniki“ (Schulkameraden), meldet nun auch VKontakte innerhalb eines Monats einen Zuwachs von Nutzern um 400 Prozent. Täglich wird das Netzwerk gegenwärtig von 50 Millionen Menschen genutzt. Die Nutzung des Videoservice erhöhte sich um 15,5 Prozent, 25 Prozent mehr Zuschauer haben die Nachrichtenseiten.
 
14.03.22 / 20.00 Uhr: Russland hat den Export von Pellets nach Großbritannien verboten. Dies wird in Großbritannien zu einem sehr großen Preisanstieg für das Holzgranulat führen – kommentiert The Telegraph. In Großbritannien wird ein Großteil der Heizungsanlagen mit dem Holzgranulat betrieben. Die britische Regierung hat in den letzten Jahren den Wechsel zu dieser ökologisch besseren Variante der Wärmeerzeugung finanziell subventioniert. Es wird erwartet, dass die Preise um bis zu 40 Prozent steigen werden. Aber nicht nur in Großbritannien hat das russische Exportverbot Auswirkungen, sondern weltweit. Da Großbritannien Ersatzlieferer sucht, werden diese dorthin liefern, wo der höchste Preis geboten wird und es haben diejenigen Länder den Nachteil, die die Preise nicht bezahlen können.
Die Mehrzahl der Häuser in Großbritannien wird jedoch mit Gas beheizt. Im Verlaufe der letzten sechs Monate stiegen die Gaspreise in Großbritannien um das Fünffache. Im kommenden Monat sollen die Preise für Strom und Gas um weitere 50 Prozent steigen.
 
14.03.22 / 20.00 Uhr: Die Generalstaatsanwältin der Ukraine wollte die Möglichkeit eines gegenseitigen Gefangenenaustausches nicht ausschließen. Offizielle Zahlen über die Anzahl der russischen Gefangenen gibt es nicht. Russland selber hat die Information über einen Gefangenenaustausch bisher nicht kommentiert. Auch die Generalstaatsanwältin der Ukraine wollte keine weiteren Details an die Medien übergeben. Das Thema sei zu empfindlich, um es in der Öffentlichkeit zu diskutieren. Russland selber hatte bisher ukrainische Gefangene immer nach Hause entlassen, wenn diese eine Verpflichtung unterschrieben hatten, nicht mehr an Kampfhandlungen teilzunehmen.
   
14.03.22 / 20.00 Uhr: META (Facebook) ändert wieder seine Zensurpolitik und will nun auch in der Ukraine verbieten, dass man zum Mord an staatlichen Persönlichkeiten anderer Staaten ungestraft und unzensiert aufrufen darf. Zeitweilig hatte Facebook den ukrainischen Nutzern gestattet, zum Mord an den Präsidenten Putin und Lukaschenko aufzurufen. Dies führte letztendlich zum Verbot von Facebook. Jetzt erklärte man bei META, dass man gegen jede Form von Russophobie vorgehen werde. Diese Einsicht kommt allerdings zu spät, denn das Facebook jemals wieder in Russland zugelassen wird, ist sehr unwahrscheinlich – folgt man den Kommentaren zuständiger russischer Verantwortlicher.
 
14.03.22 / 20.00 Uhr: Das russische Verteidigungsministerium warnte alle Söldner, die sich entweder in der Ukraine befinden oder planen, sich dorthin zu begeben. So, wie man bereits zwei Aufenthaltsorte von Söldnergruppen vernichtet habe und dabei 180 Personen getötet worden sind, so werde man alle anderen Söldner in der Ukraine töten. Russland kennt jeden Aufenthaltsort dieser Söldner und wird diese mit hochpräzisen Waffen vernichten. Kein einziger Söldner sollte auf Verständnis oder Rücksichtnahme bei russischen Soldaten rechnen, wenn es zu Kampfhandlungen kommt.
 
14.03.22 / 20.00 Uhr: Das russische Verteidigungsministerium kündigte Vergeltungsschläge gegen Produktionseinrichtungen der ukrainischen Rüstungsindustrie an. Den Raketenschlag gegen die Stadt Donezk mit einer Rakete „Totschka-U“, bei dem 20 Zivilisten getötet wurden und 28 eine Verwundung erhielten, werde man nicht ungesühnt lassen. Die Mitarbeiter derartiger Produktionsstätten und die Bewohner von Häusern in der Nähe derartiger Produktionsstätten wurden aufgefordert, sich aus der Gefahrenzone zu begeben.
 
14.03.22 / 20.00 Uhr: Russland bereit Exportverbot für Getreide vor. Darüber informierte das russische Landwirtschaftsministerium. Außer Weizen werden verschiedene andere Getreidemixsorten für den Export verboten, Roggen, Mais und Gerste. Das Exportverbot soll vorläufig auf den Zeitraum 15. März bis 30. Juni beschränkt bleiben. Insgesamt geht es um 30 Prozent des Weltbedarfs, welches durch Russland und die Ukraine bisher sichergestellt wurde. Die Weltvorräte an Getreide belaufen sich gegenwärtig auf 57 Mio. Tonnen. Dies ist die geringste Menge seit neun Jahren. Die Menge reicht für 27 Tage aus. Wenn es jetzt bereits zum Lieferausfall aus Russland und der Ukraine kommt, reichen die Vorräte nur für 21 Tage. Nach bekanntwerden des Exportverbotes, stiegen die Preise sofort um 7,1 Prozent und erreichten eine Höhe wie letztmalig vor 14 Jahren.
 
 
 
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Kommentare ( 2 )

  • felix

    Veröffentlicht: 14. März 2022 15:41 pm

    Dringend notwendig ist dass der Krieg und das Töten und Verletzen von Menschen ein möglichst schnelles Ende finden.
    Danach wird hoffentlich friedlich eine Lösung für alle Seiten ausgehandelt - mehr im Miteinander und mit weniger Lügen, womit die aktuelle Ukraine glaube ich Weltmeister ist

  • Bastian Радебергер Radeberger

    Veröffentlicht: 16. März 2022 02:10 pm

    "Indien und Russland beraten gegenwärtig zu Fragen des gegenseitigen Zahlungsverkehrs in der jeweiligen Nationalwährung. " Militärgüter, Öl und Gas - und anderes und das ohne USD und ohne US-Kontrolle. Saudi Arabien baut im Norden Chinas ein großes Werk zur Erdölverarbeitung. Zahlungen auf der Basis der chinesischen Swift-Alternative. Viel Geld fließt da in die und jene Richtung. Aber keine USD. Keine Kontrolle durch die USA. Wie sieht es mit dem Iran aus? Der wird sich doch auch der Kontrolle der USA entziehen und beim Ölverkauf eine Alternative zum USD suchen. Bei Swift sind sie ja schon seit Jahren rausgeflogen. Wieviele Länder lauern denn schon darauf, sich dem Druck der USA, dieser Noch-Welt-Reservewährung USD zu entziehen. Ich könnte mir vorstellen, daß es auch in Lateinamerika dafür Interessenten gibt.

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