Telegram-Kanal-Informationen vom 09. August 2022

Telegram-Kanal-Informationen vom 09. August 2022
 
„Kaliningrad-Domizil“ informiert auf seinem Telegram-Kanal „Baltische Welle“ über Ereignisse in und um Russland in Kurzfassung. Der Beitrag wird im Verlaufe des Tages ständig mit aktuellen Informationen und Nachrichten ergänzt.
 
 
Ein Käufer von ukrainischem Getreide aus dem Libanon, ist vom Vertrag zurückgetreten. Als Grund wurde die verspätete Lieferung (mehr als fünf Monate Lieferverzug) angegeben. Bei der fraglichen Lieferung ging es um Mais im Umfang von 26.000 Tonnen, welcher auf dem Schiff „Razoni“ verladen und auf dem Weg zum Zielhafen war. Gegenwärtig wird nun für diese Fracht ein neuer Käufer gesucht. Seit 8. August sind zwei weitere Frachter mit Getreide aus der Ukraine unterwegs.
 
Russische Medien zitieren Meldungen der Agentur Bloomberg, dass südeuropäische Staaten begonnen haben, unter größter Geheimhaltung russisches Öl zu kaufen. Genannt wird Spanien, welches Öl der Marke „Urals“ erworben hat – erstmals seit April 2022. Formell wurde allerdings das Öl in Kasachstan gekauft. Auch die Lieferung von russischem Öl in italienische Häfen hat um 700 Prozent zugenommen. Genannt werden auch Griechenland, Rumänien und Bulgarien, die die Käufe von „russischem schwarzen Gold“ im Umfang bis zu 255.000 Barell pro Tag wieder aufgenommen haben. Zu den Käufern gehört auch, was aber weniger erstaunlich ist, die Türkei. Alle diese Staaten verletzen, nach Meinung von Bloomberg, mit großer Wahrscheinlichkeit die Sanktionsfestlegungen, die sie selber beschlossen haben.
 
Bekannt wurde, dass Lettland seit 5. August wieder russisches Gas importiert. Lettland hatte den Gasbezug aus Russland eingestellt, da Russland angeblich die Lieferbedingungen nicht einhielt. Jetzt erhält Lettland Gas über die Versorgungslinie Waldai-Pskow-Riga im Transit durch Estland. Durch diese Gasleitung fließt ausschließlich russisches Gas – gegenwärtig vier Millionen Kubikmeter am Tag.
 
Die USA sind der Ansicht, dass sie eine ausreichende Anzahl von reaktiven Werfern HIMARS an die Ukraine geliefert haben. Zusammen mit ähnlichen Lieferungen aus Großbritannien und Deutschland (USA 16, Großbritannien 3 und Deutschland 3) müsste diese Anzahl ausreichen, um erfolgreich gegen die russische Armee zu kämpfen – meint der stellvertretende Kriegsminister der USA Colin Kal. Einzig uns allein bestehe jetzt die Aufgabe, die Versorgung mit der dazugehörigen Munition zu organisieren.
 
Die „Wiener Zeitung“ informiert, dass es angeblich in Österreich und Deutschland eine ausgeprägte Pro-Putin-Stimmung geben soll. Autor des Beitrages ist Gerhard Lechner. Lechner glaubt den Grund für Putins Popularität bei den Rechten und Linken in der deutschsprachigen Zone Europas in seiner Einstellung zur Genderthematik und zur NATO-Rhetorik erkannt zu haben. In Europa soll auch langsam eine Antistimmung im Zusammenhang mit den Sanktionsfolgen für die Länder selber entstehen. Man werde sich langsam über die Folgen, Inflation, Gasdefizit, steigende Preise für Waren des täglichen Bedarfs bewusst. Viele glauben auch in Selenski einen Brandstifter im Konflikt erkannt zu haben, der versucht, die Regulierung des Konfliktes zu verhindern.
 
Die westlichen Sanktionen beginnen Russland nun im Bereich der Luftfahrt Probleme zu bereiten. Nachdem es den antirussischen Staaten nach 1990 erfolgreich gelungen war, die Zivilluftfahrtproduktion Russlands zu vernichten und durch Boeing und Airbus zu ersetzen, verfügt Russland nur über unzureichende eigene Flugzeuge im Land. So ist man jetzt gezwungen, westliche Flugzeuge als Ersatzteilspender zu nutzen, da durch die Sanktionen keinerlei Wartungsarbeiten und Ersatzteilversorgungen durch die westlichen Firmen mehr durchgeführt werden. Aus internationalen Kontrollsystemen geht hervor, dass 15 Prozent aller Flugzeuge der Aeroflot-Fluggesellschaft in den letzten drei Monaten nicht mehr geflogen sind. Russland aktiviert gegenwärtig seine eigene Flugzeugproduktion. Der Produktionsumfang ist vermutlich geringer als der Verschleiß der bisherigen Luftflotte.
 
 
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Kommentare ( 6 )

  • felix

    Veröffentlicht: 9. August 2022 16:28 pm

    Ich habe seit Jahren davor warnen wollen, hier, Putin, unseren Kanzler - jetzt ist es schon schlimmer als ich je befürchtet hatte, und es wird noch zu wenig dagegen unternommen.
    Die Ukraine steckt nur dazwischen, aber von West und Ost müssen mehr Initiativen für besseres Miteinander und Frieden ergriffen werden - Tod und Leid wurde schon viel zu viel erzeugt !
    Der Gewinner der Krise kann nur noch sein, wer zuerst anfängt sie zu beenden.

  • Bastian Радебергер Radeberger

    Veröffentlicht: 9. August 2022 17:20 pm

    "Der Produktionsumfang ist vermutlich geringer als der Verschleiß der bisherigen Luftflotte."

    Das eben ist der Fluch der bösen Tat,
    Daß sie, fortzeugend, immer Böses muß gebären.
    Wollen wir hoffen, daß der olle Schiller nicht immer Recht hatte.
    Deswegen war ja auch in der Sowjetunion Heinrich Heine und nicht Schiller der deutsche Lieblingsdichter.
    In Bezug auf Bundesgermanien hat Schiller jedoch immer noch Recht, so lange die Soros- Lieblinge, die Grünen, an der Macht sind. Habeck und Baerbock hat er offensichtlich ganz besonders ins Herz geschlossen.

  • Bastian Радебергер Radeberger

    Veröffentlicht: 9. August 2022 18:35 pm

    "Lechner glaubt den Grund für Putins Popularität bei den Rechten und Linken in der deutschsprachigen Zone Europas in seiner Einstellung zur Genderthematik und zur NATO-Rhetorik erkannt zu haben."Ein weiterer ministerialer Nichtskönner dieser bundesdeutschen Regierungsampel verliert in seinen Äußerungen die Fason, nennt sich aber weiterhin und das lächerlicherweise Professor, Larifari Lautenschläger: " Es ist schade, dass Gerhard Schröder nicht konsequent einfach austritt. Wenn ihm die „Freundschaft“ zu dem Schlächter Putin so wertvoll ist hat er in der SPD keinen Platz mehr. Unschuldige Kinder sterben durch einen narzisstischen Diktator. Unverzeihlich https:// — Prof. Karl Lauterbach (@Karl_Lauterbach) August 8, 2022"Es zeichnet die diese SPD wirklich aus, daß sie solche Mitglieder wie den Corona-Larifari hat und der auch noch für die Verwaltung der Krankheiten eines Landes mit 83-Mio.-Einwohnern ist. Er ist ja nicht die einzige "Koryphäe" in dieser Regierung.

  • Rainer

    Veröffentlicht: 9. August 2022 19:14 pm

    Ich denke, man sollte die momentanen Sanktionen des Westens auch als Weckruf verstehen. Mütterchen Rußland ist erwacht und besinnt sich zunehmend auf eigene Stärken im industriellen Sektor. Die Russen haben sich voll auf das Geschäft mit fossilen Energieträgern und weiteren Bodenschätzen verlassen. Der Export von Erdöl, Erdgas und Kohle wird auf lange Sicht auch ohne Sanktionen rückläufig sein.
    Der Umbruch wurde mit der Präsidentschaft von Wladimir Putin eingeläutet und erhält durch die Verhängung der Sanktionen einen immensen Schub und zusätzlichen Rückhalt durch die Bevölkerung. Das Vertrauen zu den westlichen Ländern ist wahrscheinlich für immer zerstört. Eine systemrelevante Abhängigkeit wird es nicht mehr geben.
    Die zivile Luftfahrt spielt in so einem riesigen Land mit 11 Zeitzonen eine wichtige Rolle. Ich bin mir sicher, dass auch der zivile Flugzeugbau, dessen Wiederbelebung schon vor einigen Jahren eingeleitet wurde, zusätzlich an Fahrt gewinnt.

  • Rainer

    Veröffentlicht: 10. August 2022 15:48 pm

    Herr felix, eine kleine Anmerkung zu Ihrem Kommentar. Ich möchte Sie bitten, wenn Sie den Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland erwähnen, nicht von „unser Kanzler“ zu sprechen. Ich zähle mich auch zu „unser“, aber mein Kanzler ist er definitiv nicht. Weiterhin möchte ich Sie bitten, nicht auf meinen Kommentar zu antworten, es würde zu Nichts führen. Ich hoffe auf Ihr Verständnis, manchmal bin auch ich etwas dünnhäutig.

  • Anton Amler

    Veröffentlicht: 10. August 2022 18:49 pm

    Unsere Zeit fordert, mehr zu "scheinen als zu sein". Das zeigt sich schon in den Bildbänden, die als Bewerbungsunterlagen eingereicht werden. Der Verkäufer ist Top, der dem Eskimo den Kühlschrank verkauft, und so war Rußland dem Werben des Westens schutzlos ausgesetzt, als man erst privatisiert, alles was noch funktionierte zerstört, und das Land gänzlich in die Abhängigkeit gebracht hat.
    Dieses schwere Erbe muß nun überwunden werden.
    Neben der RSFSR war die Ukraine wohl die am besten aufgestellt Sowjetrepublik, deren Führungen diesen Edelstein nach der Loslösung zum Armenhaus Europas degradierten.
    Atom- und Luftfahrtindustrie wurden in den Boden gestampft - gut so, denn das macht das Land wirtschaftlich impotent.
    Es gab zu Sowjetzeiten kaum internationalen Flugtourismus, man wird mit allem was man hat sorgsam umgehen, und neu bauen.
    Kluge Leute werden viel gute Arbeit haben, bei gehobenem Lebensstandard, und hinsichtlich der Repressionen ist das letzte Wort noch nicht gesprochen !

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