Telegram-Kanal-Informationen vom 17. August 2022

Telegram-Kanal-Informationen vom 17. August 2022
 
„Kaliningrad-Domizil“ informiert auf seinem Telegram-Kanal „Baltische Welle“ über Ereignisse in und um Russland in Kurzfassung. Der Beitrag wird im Verlaufe des Tages ständig mit aktuellen Informationen und Nachrichten ergänzt.
 
 
Das russische Außenministerium informiert über das Versprechen der afghanischen Taliban, keine Verlegung von Kämpfern aus Afghanistan oder über Afghanistan in die Ukraine zuzulassen. Alles, was in den Möglichkeiten der Taliban liegt, werde man tun, um dies zu verhindern. Wie der zuständige Sonderbeauftragte des russischen Präsidenten für Afghanistan kommentiert, kann man den Taliban vollständig vertrauen, sie sind keine Heuchler. Russische Medien erwähnen, dass sich eine Delegation der afghanischen Regierung in Moskau aufhält. Gesprächsgegenstand ist in erster Linie Möglichkeiten zur wirtschaftlichen Zusammenarbeit und zum Handel. Die afghanische Delegation beendet ihren Aufenthalt am heutigen Tag.
 
Nun hat auch die deutsche Firma Henkel ihr russisches Unternehmen zum Verkauf ausgeschrieben. Die zum Verkauf stehenden Aktiva befinden sich in Russland und Weißrussland. Über die Verkaufspläne erfuhren die russischen Medien aus der Halbjahresbilanz des Unternehmens. Aus der Halbjahresbilanz ist zu entnehmen, dass das Unternehmen seinen Weggang aus Russland mit 184 Mio. Euro Verlust einschätzt. Erwähnt wird, dass 88 Mio. Euro alleine auf den Imageverlust zurückzuführen sind. Mögliche Käufer sollen aus China und der Türkei kommen. Henkel will einen hohen Preis für sein Unternehmen, den aber wohl niemand bezahlen wird. Man ist in der Zwischenzeit in Russland gewohnt, dass die Unternehmen zu symbolischen Preisen an den „Käufer“ übergeben werden. „Henkel“ arbeitet in Russland seit 1991, gehört somit zu den Firmen, die von der damaligen Privatisierungswelle mit Sicherheit profitiert haben. Jetzt klingelt die Kasse in die andere Richtung.
 
Die Türkei hat mit Russland einen weiteren Vertrag über die Lieferung eines ganzen Regimentes des Luftabwehrsystems S-400 unterzeichnet. Im Rahmen dieses Vertrages ist geregelt worden, dass einzelne Elemente für diese Raketen sogar in der Türkei produziert werden. Mit der Vertragsrealisierung wurde bereits begonnen. In den Meldungen wurde erwähnt, dass es gegenwärtig und in absehbarer Zeit kein Land geben wird, welches Raketen dieses Typs mit ähnlichen Eigenschaften produzieren kann.
 
Lettland hat beschlossen, die in der Vergangenheit ausgegebenen Aufenthaltsgenehmigungen für russische Staatsbürger nur noch in wenigen Ausnahmefällen zu verlängern. Darüber informierte der Premierminister Lettlands. Wer eine Aufenthaltsgenehmigung erhalten will, muss ein Examen der lettischen Sprache ablegen. Allerdings betrifft diese Forderung nur russische Staatsbürger. Praktisch werden bereits jetzt weder Visa noch Aufenthaltsgenehmigungen an russische Bürger vergeben. Da eine Verlängerung von Aufenthaltsgenehmigungen nicht mehr vorgesehen ist, werden also viele russische Bürger das Land verlassen müssen, da auch ersatzweise keine Visavergabe mehr erfolgt. Ob Russland ebenso im Verhältnis zu lettischen Bürgern reagieren wird, ist bisher nicht bekannt geworden.
 
Das litauische Transportministerium hat den Banken im Land empfohlen, nur in Ausnahmefällen Zahlungen für den Transit nach Kaliningrad entgegenzunehmen. Die Banken sollen die gegenwärtige Lage richtig beurteilen und somit nur in Ausnahmefällen Zahlungen entgegennehmen. Das litauische Transportministerium informierte, dass man sich mit dem gesamten litauischen Bankensektor konsultiere, mit der Assoziation der Banken und anderen Organisationen, um Zahlungen zu „filtern“. Noch gibt es keine endgültige Entscheidung, wie man Zahlungsmodalitäten zukünftig regeln wird. Litauen ist daran interessiert, den Transit zwischen Russland und Russland über Litauen einzustellen und unternimmt alles, um das Ziel zu erreichen. Wenn es nicht mehr möglich ist, für Transitleistungen zu zahlen, muss der Transit eingestellt werden, da niemand kostenlos arbeiten wird. Ausweg für Kaliningrad ist die Entwicklung der Seebrücke Russland-Russland.
 
Meinungen zur Entwicklung bestimmter Situationen gibt es immer viele. Man muss diese „vielen“ lesen, damit sich daraus dann Erkenntnisse entwickeln, die der Wirklichkeit ziemlich nahekommen. So vertritt der Direktor des Zentrums für militärpolitische Forschungen Alexej Podberjoskin in einem Interview mit „National Interest“ die Meinung, dass, wenn die Ukraine den Zugang zum Schwarzen Meer verliert, so wäre dies ein katastrophaler Schlag und es würde nur ein Rumpfstaat übrigbleiben. Und diese Entwicklung ist nicht mehr zu vermeiden. Die Schwarzmeerküste ist historisch schon immer Russisch gewesen und Russland wird diese Region niemals der russophoben Junta in Kiew überlassen. Die Kontrolle über die Gebiete Nikolajew und Odessa wird Russland bis Ende August übernehmen – meint der Direktor und gibt zu, dass viele andere Experten sicherlich seine Meinung nicht teilen werden. Es sei daran erinnert, dass bis Ende August nur noch zwei Wochen verbleiben.
 
Die Vertreterin des russischen Außenministeriums Maria Sacharowa hat die Abreise der Familie des ukrainischen Außenministers aus der Ukraine kommentiert. Sie bezeichnete die Abreise ironisch als „echten Patriotismus“. Wie bekannt wurde, hat die gesamte Familie des ukrainischen Außenministers, einschließlich des Hundes, das Land, kurz nach Beginn der EntNAZIfizierung durch Russland, verlassen. „Das ist alles, was man über den wahren Patriotismus des Kiewer Regimes wissen muss. Die Hunde sind wichtiger als alles andere“, - kommentiert Maria Sacharowa in ihrem Telegram-Kanal.
 
Der Oberkommandierende der ukrainischen Streitkräfte stellte in einem Telegram-Kommentar fest, dass die Lage der ukrainischen Armee nicht einfach ist. Die russische Armee intensiviert den Artilleriebeschuss. Ukrainische Stellungen werden jeden Tag 700-800 mal beschossen. Russland verbraucht täglich bis zu 60.000 Geschosse. Der russische Verteidigungsminister hatte am 16. August mitgeteilt, dass die Verluste der Territorialverteidigungstruppen der Ukraine gewaltig sind. Die wirklichen Verluste werden durch die Kiewer Verantwortlichen nicht veröffentlicht. Die Kiewer Verantwortlichen opfern ihre Menschen wie „Verbrauchsmaterial“.
 
Der Abgeordnete der russischen Staatsduma Scheremet informierte, dass das Kampfpotential und die Reserven der ukrainischen Armee vernichtet sind. Der russischen Armee stehen jetzt die Kräfte des kollektiven Westens gegenüber, die ihren Vorposten in der Ukraine aufgebaut haben. Man registriere immer mehr ausländische Söldner auf der gegenüberliegenden Seite – insbesondere aus Polen und Großbritannien. Dazu erfolge der ununterbrochene Nachschub aus dem Westen.
 
Russische Militärs haben begonnen, Radiosendungen für die ukrainischen Soldaten auszustrahlen. Der Sender nennt sich „Leben“. Während der Radiosendungen werden die ukrainischen Soldaten aufgefordert, sich zu ergeben. Die Information erinnert an ähnliche Vorgehensweisen der Roten Armee während des Großen Vaterländischen Krieges. Hier kamen auch deutsche Kriegsgefangene zum Einsatz, die ihre ehemaligen Kameraden über die Radiosendungen zur Kapitulation aufforderten. Die eingesetzten Radiostationen, auf der Basis des gepanzerten Fahrzeuges „Tigr“, hat eine Reichweite von mindestens 15 Kilometer.
 
 
 
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Kommentare ( 9 )

  • Bastian Радебергер Radeberger

    Veröffentlicht: 17. August 2022 13:56 pm

    "Im Rahmen dieses Vertrages ist geregelt worden, dass einzelne Elemente für diese Raketen sogar in der Türkei produziert werden."
    Da scheinen ja die Türken ein abgrundtiefes - Vertrauen - zu ihren Natopartnern zu haben. Vor allem zum Herrscher über alle Indianer- Nachfahren und das dazu gehörige europäische Nato-Gebammel.
    Da werden wieder alle Nato-Drähte glühen. Was kommt als nächster Schritt? Es wird wohl nix werden mit F 16 oder F18 an die Türkei.
    Da sich ja angeblich russische S400 und US-FXX nicht vertragen, wird die Türkei nachdrücklich darum ersuchen, daß die USA sich stützpunktmäßig dünne machen sollen mit FXX, Patriot und Radar.
    Die zweitgrößte Natoarmee stünde dann für den von der Nato herbei gesehnten Krieg gegen ein lt. Nato-Einbildung schwaches Rußland nicht mehr zur Verfügung.

  • Bastian Радебергер Radeberger

    Veröffentlicht: 17. August 2022 14:08 pm

    "Ob Russland ebenso im Verhältnis zu lettischen Bürgern reagieren wird, ist bisher nicht bekannt geworden."
    Ich nehme das nicht an. Im Gegenteil. Rußland wird die ethnischen Russen als auch baltische Zuwanderer mit Lettischen/Litauischen/estnischen Pässen in der Mehrzahl aufnehmen, vor allem bei verwandtschaftlichen bzw. direkten familiären Verhältnissen.
    Diese Nato-Anhängsel-Regierungen sollen doch dann zusehen, wie sie verhältnismäßig rasch demografisch zu einer Bevölkerungsanzahl einer Dorfgemeinschaft tendieren werden. Wie ich schon schrieb, in einigen Jahren oder wenigen Jahrzehnten wird es im Baltikum mehr Nato-Besatzer als Einwohner geben.

  • Müller-Thurgau

    Veröffentlicht: 17. August 2022 15:40 pm

    »Die Kontrolle über die Gebiete Nikolajew und Odessa wird Russland bis Ende August übernehmen – meint der Direktor und gibt zu, dass viele andere Experten sicherlich seine Meinung nicht teilen werden.«
      
    Nikolajew und Odessa übernehmen ... Man will ja nicht drängen, doch allmählich wird es Zeit dafür. Aber falls es erst im September klappt, wollen wir nicht meckern.

  • Bastian Радебергер Radeberger

    Veröffentlicht: 17. August 2022 17:41 pm

    "Wie bekannt wurde, hat die gesamte Familie des ukrainischen Außenministers, einschließlich des Hundes, das Land, ... "
    Wie war doch gleich der Spruch mit den Ratten und dem sinkenden Schiff? Aber auf den Hund würde ich den Spruch nicht erweitern wollen. Der weiß gar nicht als treues Haustier worum es geht.
    Kuleba wird sich wohl auch bald verdrücken. Sein vermeintlicher Nachfolger rückt ja im September aus Berlin schon an. Der hat noch flottere Sprüche drauf als sein bisheriger Chef. Ja, dieser Melnyk-Müller meint ja, den Grenell, zeitweiliger undiplomatischer, großmäuliger und anmaßender Botschafter der USA in Berlin, nachäffen zu müssen.
    Mal sehen, wo und als was Kuleba dann eines Tages wieder mal auftaucht.

  • Bastian Радебергер Radeberger

    Veröffentlicht: 17. August 2022 20:09 pm

    "Die polnische Publikation Defence24 berichtet, dass Estland im Auftrag der NATO Blocker PM16-Minen gekauft hat und plant, sie zur Blockade von Kaliningrad und Baltijsk einzusetzen.
    Experten gehen davon aus, dass Estland versucht, den russischen Schiffen so viele Hindernisse wie möglich in den Weg zu legen und die russische Ostseeflotte in der so genannten «Marquis Puddle» (östlicher Teil des Finnischen Meerbusens) zu blockieren.

    Am Vortag hatten die finnischen Streitkräfte im Finnischen Meerbusen Minenverlegungsübungen durchgeführt. Im Verlauf der Übung blockierten die berührungslosen Minen Blocker PM16 die Durchfahrt nach Kaliningrad. Diese Minen hat Estland der Veröffentlichung zufolge im Dezember 2021 auf Anordnung der NATO-Spitze gekauft." (newsfront 15.08.2022)
    Das dürfte dann der militärische Angriff des Ministaates Estland auf Rußland sein.

    • Uwe Erich Niemeier

      Veröffentlicht: 17. August 2022 20:27

      ... kühlen Kopf bewahren. In den Medien, die ich verfolge, wurde darüber noch nicht berichtet. Sollte der Seeverkehr durch internationale Gewässer behindert werden, so dass die Versorgungssicherheit Kaliningrads gefährdet wird, so werden wir wirklich nur noch wenige Millimeter entfernt sein von einer wirklich ernsthaften europäischen Auseinandersetzung.

  • Manfred SCHARTOW

    Veröffentlicht: 17. August 2022 22:24 pm

    Erichowitsch, der russische Bär fletscht nur die Zähne.
    Blockade Kaliningrad...., GL Konoschenko berichtet in seinen Briefings, dass die militärische Infrastruktur der Ukraine....täglich mit vielem Einsatz zerstört wird.....er berichtet von massenhaften Tötungen ukrainischer Soldaten und ausländischer Söldner.....die Moral der noch kämpfenden Truppe der Ukraine sei wohl hinüber und es gibt Deserteure und Befehlsverweigerer.....
    Erstaunlicherweise fliegen immer noch zahlreiche Kampfflugzeuge und Hubschrauber herum und es ist immer noch so viel Widerstand, dass nun schon 6 Monate gekämpft wird.

    Auf der Krim und auch in den Okkupationsgebieten gibt es eine Widerstandsbewegung gegen Russland. Das betrifft jetzt schon
    das russische Kernland. Schön auch von Nawalny aus einem Straflager zu hören.
    Putin und sein Team machen sich mit ihrer "kriegsfreundlichen" Art......legen Wert auf Vertragstreue der russischen Firmen, wie Gazprom.

    Putin - Biden haben WhatsAPP? täglich?
    Was läuft

  • Bastian Радебергер Radeberger

    Veröffentlicht: 18. August 2022 01:08 pm

    "Russische Militärs haben begonnen, Radiosendungen für die ukrainischen Soldaten auszustrahlen."
    Wird auch höchste Zeit, daß ein Soldatensender für die ukrainischen Militärs eingerichtet wird, wo der wahre Sachverhalt und die wahren Verluste und Verbrechen der Ukrainer bekannt gemacht werden. Das wäre im Zeitalter der psychologischen Kriegsführung schon ab dem 24.02.2022 notwendig gewesen. Ich vermute mal, daß die russische Armee schon viel weiter, wenn nicht gar an ihrem Ziel wäre.
    Nur allein diese allnächtlichen Selenskij-Reden journalistisch auseinander zu nehmen, hätte die mediale Wirkung dieser sonoren Stimme wesentlich herab gesetzt.
    Mir persönlich kam es öfters vor, als ob der Kiewer Möchtegern-Präsident irgend etwas genascht hätte. Auch sein allabendlicher Auftritt in seinem Armee-Hemdchen - seht her, ich bin einer von euch - ist doch mit der Zeit lächerlich.

  • Anton Amler

    Veröffentlicht: 18. August 2022 16:49 pm

    Gerade hat mich meine Tageszeitung davon in Kenntnis gesetzt, daß neben all der Tragik nun auch noch die Trennung des UK Hauptstadt OB`s von seiner Frau ins Haus steht.
    Ganz sicher trägt Putin die Schuld, denn die notwendige, aufopfernde Tätigkeit für Silensky, Volk und Vaterland zeichnet verantwortlich für die Trenn ung von Tisch (UK) und Bett (D).

  • Anton Amler

    Veröffentlicht: 18. August 2022 17:35 pm

    Warum gelingen Rußland immer wieder diese Fehler?
    Jeder kleine Umstürzler in irgend einer Bananenrepublik weiß, daß man zuallererst, wenn man nicht selbst aus dem Militär kommt, dieses, die Polizei, Medien, Post, Fernmelde- und Verkehrswesen zu kontrollieren, und das Parlament aufzulösen hat !
    Zugegeben, die Militäraktion war von Beginn an nicht als Zerschlagung des Staatswesens geplant, aber ein Minimum dieser Hausaufgaben, die Außerdienststellung des gesamten Propagandaapparates hätte geschehen, und durch eine qualifizierte Information ersetzt werden müssen, was wohl jetzt, aber viel zu spät, geschieht.
    Eine verfizierbare "Frontberichterstattung" schafft da Klarheit.
    Aktuell kann ich nur hoffen, daß gegen die beabsichtigten Angriffe auf die Krimbrücke im Schadenfall mit der Vernichtung der gesamten Luftstreitkräfte, wo immer sie auch verteilt sein mögen, geantwortet würde.

    • Uwe Erich Niemeier

      Veröffentlicht: 18. August 2022 17:56

      ... ich habe zu dieser Angelegenheit eine neue Theorie ... vielleicht schaffe ich es, diese morgen meinen Lesern/Zuschauern mitzuteilen.

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