Telegram-Kanal-Informationen vom 24. September 2022

Telegram-Kanal-Informationen vom 24. September 2022
 
„Kaliningrad-Domizil“ informiert auf seinem Telegram-Kanal „Baltische Welle“ über Ereignisse in und um Russland in Kurzfassung. Der Beitrag wird im Verlaufe des Tages ständig mit aktuellen Informationen und Nachrichten ergänzt.
 
 
Russische Medien informieren über die Teilnahme am ersten Tag der Referenden in vier Gebieten der Ukraine. In der Donezker Volksrepublik nahmen 23,6 Prozent am ersten Tag teil, im Saporosher Gebiet 20,5 Prozent, im Gebiet Cherson 15,3 Prozent und in der Lugansker Volksrepublik 21,9 Prozent. Das Referendum findet bis zum 27. September statt.
 
Das amerikanische Außenministerium hat alle amerikanischen Sportler, die sich gegenwärtig in Russland befinden, aufgefordert, Russland sofort zu verlassen. Begründet wird dies damit, dass die diplomatischen Vertretungen der USA in Russland nur noch eingeschränkte Möglichkeiten für Hilfeleistungen haben. Nach russischen Medieninformationen sollen sich u.a. 31 Sportler in Basketballmannschaften russischer Clubs aufhalten.
 
Ukraine Stromerzeugerwerke werden gegenwärtig massenhaft abgeschaltet. Begründet wird dies mit Havarie-Instandsetzungen. Die Situation in der Ukraine spitzt sich im Bereich der Stromversorgung weiter zu, da der Verbrauch von Strom, saisonbedingt, begonnen hat, anzusteigen. Eine ähnliche Situation hatte man bereits vor einem Jahr. Allerdings ist der Ausfall von Stromerzeugerwerken in diesem Jahr doppelt so hoch. Weiterhin ist das Atomkraftwerk in Saporoshe ausgefallen.
 
Die mit Russland benachbarten Staaten melden offiziell, dass es keinerlei massenhafte Migration aus Russland in ihre Länder gibt. Die Grenzübergänge arbeiten im völlig normalen Regime. Die Steuerbehörden Georgiens informieren, dass es am Grenzübergang „Kasbeg“ in den letzten 10 Tagen keine erhöhten Passagierzahlen gebe. Das Innenministerien Kasachstans weist alle Informationen über eine massenhafte Migration russischer Bürger zurück. Finnland meldet, dass am 21. September 4.400 russische Passagiere die Grenze überquert hätten, am 22. September 5.950. Die durchschnittliche Passagierzahl vor dem 21. September betrug 4.000 russische Reisende am Tag. Ebenfalls meldet die Mongolei, dass es keinerlei Wartschlangen an den Grenzen von russischen Bürgern gäbe, die sich der Teilmobilmachung entziehen wollen.
 
Das russische Verteidigungsministerium informiert, das der stellvertretende Minister für materiell-technische Sicherstellung (früher Rückwärtige Dienste) Armeegeneral Dmitri Bulgakow, im Zusammenhang mit der Übernahme einer neuen Funktion, von seinen bisherigen Dienstpflichten entbunden wurde. Er hatte die Funktion seit 2008 inne. Er ist Absolvent des Jahrganges 1984 der Leningrader Militärakademie für Rückwärtige Dienste (alte Bezeichnung). Welche Funktion er jetzt übernehmen wird, ist noch unbekannt. Sein Nachfolger wird Generaloberst Michail Misinzew (1962), ein operativer Kommandeur mit Kampferfahrung, der in seiner letzten Funktion das Nationale Führungszentrum für Verteidigung leitete. Er kommandierte die Kampfoperation um Mariupol. Seine militärische Laufbahn begann nach der Suworow-Kadettenschule und einer militärischen Hochschule in der Gruppe der sowjetischen Streitkräfte in Deutschland. Er besitzt umfangreiche operative Erfahrung.
 
Der russische Präsident hat den Erhalt der russischen Staatsbürgerschaft für ausländische Vertragssoldaten erleichtert. Ein entsprechendes Gesetz wurde unterzeichnet. Damit der ausländische Vertragssoldat in den Genuss der russischen Staatsbürgerschaft kommt, muss er mindestens ein Jahr in der Armee dienen. Bisher legt die Gesetzgebung fest, dass ein Ausländer mindestens fünf Jahre ununterbrochen in Russland leben muss, um einen Antrag stellen zu können. Ebenso muss ein Ausländer vorher die Aufenthaltsgenehmigung und davor das Zeitweilige Wohnrecht erhalten haben.
 
Abgeordnete der russischen Staatsduma haben vorgeschlagen, allen Teilmobilisierten eine Einmalzahlung in Höhe von 300.000 Rubel (6.000 Euro) zukommen zu lassen. Das Geld soll sowohl den Eingezogenen helfen, wie auch deren Familien. Weiterhin ist vorgesehen, dass die Mobilisierten befreit werden von der Zinszahlung für Hypotheken oder anderen Krediten in der Zeit des Militärdienstes. Weiterhin sollen die Einberufenen und deren Familienmitglieder für die Zeit des Militärdienstes von Mietzahlungen für die Wohnung, den Kosten für kommunale Dienstleistungen und Zahlungen in den Fond für Gemeinschaftseigentum befreit werden. Weiterhin sollen Kinder und Frauen dieser Einberufenen monatliche finanzielle Unterstützungen erhalten. Es erfolgt eine Befreiung von Grund- und Kfz.-Steuern. Die Kfz.-Versicherung wird um 50 Prozent gesenkt. Die Eltern werden von Zuzahlungen für die Vorschulbetreuung ihrer Kinder befreit.
 
 
Reklame

Kommentare ( 7 )

  • Bastian Радебергер Radeberger

    Veröffentlicht: 24. September 2022 19:53 pm

    "Russische Medien informieren über die Teilnahme ..."

    "Die Vereinigten Staaten werden ukrainische Gebiete niemals als etwas anderes als einen Teil der Ukraine anerkennen. Die russischen Referenden sind ein Schwindel, ein falscher Vorwand für den Versuch, Teile der Ukraine gewaltsam zu annektieren, was eine eklatante Verletzung des Völkerrechts, einschließlich der UN-Charta, darstellt."
    "Wir werden mit unseren Verbündeten und Partnern zusammenarbeiten, um zusätzliche schnelle und starke wirtschaftliche Kosten für Russland zu schaffen."

    Es ist doch wohl so, wie es immer ist, daß die wohl etwas dümmlichen und von Russenhass geprägten Verbündeten und Partner der USA die Suppe auslöffeln sollen, die der Greis Biden den Verbündeten und Partnern einbrockt. Selbst aber halten sich dann die USA nicht an die eigenen Sanktionen und machen fleißig mit den Russen Geschäfte. Ist ja gar nichts Neues.
    Wie hatte sich doch dieser Märchenbuchautor Habeck zu Patriotismus und Deutschland geäußert?

  • Bastian Радебергер Radeberger

    Veröffentlicht: 24. September 2022 19:54 pm

    Beim hinzufügen des Kommentars ist ein Fehler aufgetreten

  • felix

    Veröffentlicht: 24. September 2022 20:39 pm

    Die Äußerungen von Putin und der Russischen Duma weißen auf eine weitere geplante Kriegsführung hin, mit viel weiterem Leid für Menschen in Europa und der Welt, und mit unbekanntem Ausgang.
    Ein Angebot zu Frieden und Verhandlungen für ein besseres Miteinander für die Zukunft, könnte das viele bestehende Leid überall sofort mildern, und eine bessere Zukunft könnte beginnen.
    Für mich ist die bessere Lösung eindeutig, für Politiker aus Ost und West, die Gutes für die Menschen wollen, sollte das genauso einfach zu sehen sein.

  • Manfred SCHARTOW

    Veröffentlicht: 25. September 2022 11:13 pm

    Kann mir mal jemand erklären, warum es in den USA Gebiete gibt, die sehr spanischen Akzent haben? Oder gar New Mexico heissen?

  • felix

    Veröffentlicht: 25. September 2022 15:46 pm

    @Manfred Schartow,
    falls die Frage ernst gemeint ist? auf Wikipedia gibt's Antworten.

  • Müller-Thurgau

    Veröffentlicht: 25. September 2022 17:08 pm

    Mir war von Anfang an nicht klar, wie das Ende der Militäraktion aussehen könnte. Mit "Ende" meine ich, daß Frieden herrscht und daß die geschaffenen Fakten allgemein anerkannt sind. Das Kiewer Regime und die westliche Kriegsgemeinschaft werden natürlich nichts anerkennen und den Krieg auf unbestimmte Zeit fortsetzen, sofern sie nicht total zusammenbrechen. Frieden ist nicht in Sicht, denn von ukrainischer Seite wird weiterhin geschossen werden. Sie werden auch Terrorbanden einschleusen und Unruhe stiften. Am ehesten, aber nur vage, kann ich mir ein Ende vorstellen, wenn die Ukraine als Staat ganz verschwindet.
     
    Die Unsicherheit über den Ausgang der Unternehmung ändert aber nichts daran, daß Rußland keine andere Wahl blieb, als die russischen Gebiete zu befreien, und zwar einschließlich Odessa und bis Transnistrien. Es gibt noch viel zu tun.

  • felix

    Veröffentlicht: 25. September 2022 19:07 pm

    Hitler Deutschland war ein Verbrecherstaat, Stalin und Mao waren schlimm, nach dem Krieg haben sich USA und GB mit etlichen Kriegen sau schlecht verhalten, kaum besser mit Sowjetunion und Russland, Russland hat seit dem Zweiten Weltkrieg auch Fehler gemacht, und der nicht Krieg genannte Krieg gegen die Ukraine ist auch einer, statt dessen wären diplomatische Kämpfe für Russische Ziele richtig gewesen - es kann immer noch zu Frieden und Miteinander umgeschwenkt werden, in und von Ost und West, das schreib ich auch im Westen - es gibt noch genug Probleme, die mit Frieden und Miteinander in der Welt besser gelöst werden können !!!
    Ob es eine Seite begreift ?
    Ich weiß, der stete Tropfen höhlt den Stein, "aber hier geht es wohl eher um Holzköpfe" ? für die ein einfacher Mensch und sein Leben keinen Wert hat !!!

Um zu kommentieren, müssen Sie sich registrieren oder einloggen.

Autorisierung