Unstimmigkeiten zwischen den USA und der Ukraine

Unstimmigkeiten zwischen den USA und der Ukraine
 
Russische Medien zitieren die amerikanische Nachrichtenagentur CNN, welche über wachsenden Unmut der USA über die Ukraine berichtet. Die USA kritisieren Äußerungen führender ukrainischer Politiker, dass es eigentlich keine Anzeichen für einen Einmarsch russischer Truppen gäbe.
 
 
Zwischen der Präsidentenverwaltung der USA und dem ukrainischen Präsidenten wachsen die Spannungen. Es geht darum, dass der ukrainische Präsident und weitere ukrainische Politiker keine Gefahr eines Einmarsches russischer Truppen sehen und dies auch öffentlich sagen. Die Situation an der Grenze unterscheidet sich nicht von der Situation, mit der man schon viele Jahre lebt.
 
Dies steht im Widerspruch zur gegenwärtigen Politik der USA, die täglich in dramatischeren Formulierungen die wachsende Gefahr eines russischen Überfalls auf die Ukraine der Welt versuchen zu vermitteln.
 
Der amerikanische Telekanal kommentiert, dass die Ukraine zu erkennen beginnt, dass sie eigentlich nur der Spielball für die Spannungen zwischen den USA und Russland sind. Die USA benötigen die Ukraine nur, um ein Spannungsfeld zu Russland aufzubauen.
 
Hierzu gehört auch die Lieferung von Waffen und Ausrüstungen an die Ukraine, die diese aber eigentlich gar nicht haben wollen. Amerikanische Beamte kommentieren, dass die Ukrainer die gelieferten Ausrüstungen ohne besondere Dankbarkeit entgegennehmen – so CNN.
 
Der ukrainische Präsident Selenski bezeichnete die Äußerungen der USA zur gegenwärtigen Situation als maßlos übertrieben. Die Äußerungen der USA rufen in der Ukraine Panik hervor und führen zu wirtschaftlichen Erschütterungen.
 
Für die Ukraine wären andere Maßnahmen hilfreicher, wie z.B. Sanktionen gegen Nordstream-2. Die ewigen mündlichen Äußerungen der letzten Monate über einen bevorstehenden Krieg helfen dem Land nicht. Ganz im Gegenteil, sie fügen dem Land große wirtschaftliche Schäden zu – kommentierte ein Berater des ukrainischen Präsidenten, der namentlich nicht genannt sein wollte.
 
CNN hat in Erfahrung gebracht, dass Präsident Biden und seine Mannschaft mit derartigen öffentlichen Äußerungen überhaupt nicht zufrieden ist. Ausfälle gegen den amerikanischen Präsidenten werden ebenfalls kritisch in den USA zur Kenntnis genommen. Die USA fordern, dass die ständige Erwähnung der Gefahr eines russischen Einmarsches in die Ukraine der Schlüssel ist, um Russland niederzuhalten – so eine weitere Quelle gegenüber CNN.
 
Der Höhepunkt der Meinungsverschiedenheiten beider Präsidenten wurde während des Telefongespräches am 27. Januar erreicht. Biden forderte die Ukraine auf, sich besser auf den russischen Einmarsch im Februar vorzubereiten. Selenski widersprach dem amerikanischen Präsidenten und zeigte sich mit dessen Meinung nicht einverstanden. Das Telefongespräch beider wird als „nicht besonders gut“ eingestuft. Allerdings, so CNN, bestreitet das Weiße Haus diese Version.
 
Im Ergebnis des Telefongespräches erklärte der US-Präsident, dass die USA die Möglichkeiten weiterer wirtschaftlicher Hilfe prüfen und Selenski erklärte, dass die Situation an der Grenze zu Russland dieselbe ist, wie eigentlich schon immer.
 
 
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Kommentare ( 3 )

  • Frank59

    Veröffentlicht: 1. Februar 2022 11:21 pm

    Welches Interesse hätte die Russische Föderation an einem Krieg gegen die Ukraine? Keines.
    Das Schlimme ist die permanente Wiederholung der Phrase von einem Einmarsch Russlands in die Ukraine von Seiten der USA und seiner Nato-Erfüllungsgehilfen. Durch das Corona-Theater und das Lamentieren über den Wetterwechsel soll hier speziell in Deutschland die Bevölkerung moralisch weichgekocht werden. Es wäre ratsam für jeden, den Konsum von Massenmedien einzuschränken und sich ein eigenes Bild zu machen. Am Ende steht immer die Frage: "Qui Bono?" - Wem nützt es.

  • Anton Amler

    Veröffentlicht: 1. Februar 2022 12:52 pm

    Wenn die Nachrichtenindustrie unisono und länderübergreifend einen auserkorenen Gegner ungestraft definiert hat, dann kann ein eigenes Bild nur noch aus einer hirngestützten Vernunft, und dem, was mit der Humanität verbunden sein sollte, generiert werden.
    Die Nutzung dieser beiden Parameter ist heute weitgehend unüblich, sogar fast verwerflich!

  • Anton Amler

    Veröffentlicht: 1. Februar 2022 13:52 pm

    Hallo Herr Niemeier!
    Sie wissen um meine Dankbarkeit für Ihren unermüdlichen Einsatz bei dem Versuch, ein bewußt herbeigeführtes Zerrbild der Verhältnisse in Rußland zu korrigieren.
    Ich weiß auch nicht wie Sie es schaffen, uns aus ca 30 landesweiten Quellen einen Extrakt herauszuarbeiten, aber ich habe das Gefühl, daß Sie am Limit arbeiten.
    Am Klassenkampf teilgenommen zu haben, sind wir nur zweite Sieger geworden.
    Der Versuch war es wert, aber eine fast 80 Jahre andauernde Hetze hat eine kaum noch einzureißende Mauer in deutschen Köpfen errichtet, wobei das viel bemühte "C" in der Parteienlandschaft leider keinen dämpfenden Einfluß hat.
    Man hat uns gelehrt, daß durch Anhäufung von Quantität, Umwandlung in eine neue Qualität erfolgt.
    Und darauf warten wir nun.
    Falls Sie also künftig Ihr Pensum straffen, so werden Sie auch künftig mich als dankbaren Konsumenten und Kommentator wiederfinden.
    Alles Gute - und der "Liebe Gott" verläßt auch keinen echten Marxisten - pflegten wir zu sagen!

    • Uwe Erich Niemeier

      Veröffentlicht: 1. Februar 2022 14:12

      ... ja, Sie haben das richtige Gefühl und ich werde auch ein wenig auf die Bremse treten. Aber das Leben geht trotzdem weiter, wie Sie heute noch feststellen werden.

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