USA ziehen keine Lehren aus den Niederlagen der Vergangenheit

USA ziehen keine Lehren aus den Niederlagen der Vergangenheit
 
Als wenn es kein Vietnam oder Afghanistan oder Syrien gegeben hätte, arbeiten die Amerikaner an Denkmodellen, wie sie handeln werden, wenn Russland die Ukraine angreift. Unsichtbare russische Armeen sind an der ukrainischen Grenze aufmarschiert und Amerika überlegt frei nach Lenin: „Was tun“.
 
 
Die amerikanische Zeitung „The Wall Street Journal“ informiert, dass man in Washington verschiedenste Varianten überlegt, wie man reagieren wird, wenn Russland die Ukraine angreifen sollte.
 
Es soll, nach Erkenntnissen der Zeitung, zwei Szenarien geben, die die USA bereit sind anzuwenden, wenn sich die Lage um die Ukraine weiter zuspitzt. Beide Varianten könnten unterschiedlicher nicht sein.
 
Eine dritte Variante, vielleicht die klügste, die die USA annehmen könnten wäre, sich aus Europa zurückzuziehen, sich aus europäischen Angelegenheiten herauszuhalten und sich der Entwicklung der amerikanischen Gesellschaft auf dem eigenen Kontinent zu widmen. Aber diese Variante gibt es nicht.
 
Die erste Variante sieht die Stärkung der ukrainischen Verteidigungsfähigkeit vor, sprich verstärkte Waffenlieferungen und hierbei insbesondere Flugabwehrgeräte. Gleichzeitig werden Sanktionen gegen Russland verhängt.
 
Mit anderen Worten: Nichts Neues und nichts, über was sich Russland Sorgen machen müsste, falls man wirklich Pläne haben sollte, auf die politische Entwicklung der ehemals befreundeten Sowjetrepublik Einfluss zu nehmen.
 
Die zweite Variante der US-Präsidentenadministration sieht vor, die Manövertätigkeit der US-Armee und der NATO erheblich einzuschränken, um damit den Risikofaktor eines Zusammenstoßes mit der russischen Armee abzusenken. Sollte es zu dieser Entscheidung kommen, werden die USA parallel alle Militärhilfe für die Ukraine einstellen.

 

 

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Kommentare ( 2 )

  • Bastian Радебергер Radeberger

    Veröffentlicht: 2. Dezember 2021 19:31 pm

    Uwe, die zweite Variante ist doch wohl Ihrem Wunschdenken entsprungen, weil Sie doch als "alter" Militär einschätzen können, daß so ein Waffengang viele vor allem unschuldige Opfer kostet, auch wenn Rußland nicht der "gewünschte Aggressor" ist,. Sondern auf militärische ukrainische "Übergriffe", dann aber hoffentlich drakonisch reagiert. Der ukrainischen Kamarillia muß deutlich werden, daß sie absolut zu weit gegangen sind und die fatalen Folgen weiteren feindlichen Handelns überschauen können.

    • Uwe Erich Niemeier

      Veröffentlicht: 2. Dezember 2021 21:40

      Variante 1 und Variante 2 stammen nicht von mir, sondern aus der Präsidentenverwaltung der USA. Ich habe nur zitiert und noch eine dritte Variante vorgeschlagen, die natürlich die unwahrscheinlichste ist.

  • Bastian Радебергер Radeberger

    Veröffentlicht: 3. Dezember 2021 00:26 pm

    Wenn der Mister President in Washington sich für die zweite Variante entscheiden würde, dann würde selbst ich über meinen Schatten springen und einem Mister President der USA meine Hochachtung zu dieser guten Entscheidung aussprechen. (Grins)

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