Visapflichtige Ausländer müssen rechtzeitig wissen, was sie in Russland wollen

Visapflichtige Ausländer müssen rechtzeitig wissen, was sie in Russland wollen

 

Ausländer, die aus visapflichtigen Ländern kommen und Russland besuchen wollen, müssen rechtzeitig, nämlich bereits zum Zeitpunkt der Beantragung des Visums wissen, was sie in Russland tun möchten. Wer dies für sich nicht festlegt, muss mit Ausweisung aus dem Land rechnen.

 

 

Wer ein Visum beantragt – egal für welches Land – wird immer nach den Gründen für sein Besuch gefragt. Man kann touristische Gründe haben, geschäftliche Gründe, humanitäre, kulturelle, sportliche Gründe. Ein einfacher Haken in einem vorgegebenen Kasten reicht zur Beantwortung der Frage aus und man bekommt, falls keine Versagungsgründe vorliegen, dass Visa ausgehändigt.

Und wer ein touristisches Visum beantragt hat, um sich mit den Sehenswürdigkeiten des Landes zu beschäftigen, kann nicht irgendwelche geschäftlichen Dinge erledigen, also z.B. eine Firma gründen oder eine Arbeitstätigkeit aufnehmen. Auch dürfte es vielleicht zukünftig Probleme geben, wenn der angebliche Tourist nach seiner Rückkehr in einer Zeitung professionelle, vielleicht sogar auch analytische Artikel über seinen Aufenthalt veröffentlicht und sich damit als Journalist enttarnt. Für Journalisten gibt es ein entsprechendes Journalismusvisum und bei seiner nächsten Einreise könnte es somit Probleme geben.

Nun haben Amerikaner die Feinheiten der Migrationsgesetzgebung zu spüren bekommen. Ein Gericht in Rjasan hat ein entsprechendes Urteil zur Abschiebung von fünf Mitgliedern einer amerikanischen Delegation gefällt. Sie waren auf Einladung einer russischen Organisation als Vertreter einer Universität in Buffalo eingereist. Ziel war das Treffen mit Studenten. In Wirklichkeit haben aber diese Vertreter nicht mit den Studenten diskutiert, sondern regelrechte Lehrveranstaltungen durchgeführt, wozu das von ihnen beantragte und erhaltene touristische Visum nicht die Rechte gibt.

Die Strafe für derartige Visavergehen beläuft sich auf 2.000-5.000 Rubel und nach Zahlung erfolgt die Abschiebung aus dem Land. Diese wird gegenwärtig für die Amerikaner vorbereitet.

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