Vom Leben und Sterben in Russland

Vom Leben und Sterben in Russland

In Russland wird immer seltener gestorben. Die Lebenserwartung wächst und somit wächst auch die Zahl derjenigen, die über 100 Jahre alt werden. Aber in den Regionen ist die Tendenz unterschiedlich. Kaliningrad nimmt an diesem positiven Prozess nicht teil.

Die russische Statistikbehörde informierte, dass die Zahl der Langlebigen in Russland sich auf Rekordniveau befindet. Mit Stichtag 1. Januar 2019 leben in Russland 20.500 Personen, die ein Mindestalter von 100 Jahren hatten. Das sind 17 Prozent mehr, als noch im Jahre 2017.

Sollte diese Tendenz anhalten, so muss sich Russland wohl beschleunigt Gedanken über eine weitere Anpassung des Renteneintrittsalters machen. Niemals zuvor gab es im Land eine so hohe Anzahl von langlebigen Bürgerinnen und Bürgern. In den letzten acht Jahren hat die Anzahl der über 100jährigen beständig zugenommen. Frauen sind mit 70 Prozent an dieser erfolgreichen Entwicklung der Lebenserwartung beteiligt.

 

 

In Kaliningrad leben zwar auch Menschen im Alter über 100 Jahren, aber insgesamt macht die demographische Entwicklung doch einige Sorgen, denn die sogenannte Stammbevölkerung nimmt ab, d.h. es wird mehr gestorben als geboren. Das es trotzdem einen ständigen Zuwachs der Bevölkerung gibt ist der äußeren Migration geschuldet, d.h. es siedeln Personen aus dem russischen Mutterland nach Kaliningrad und es kommen Migranten aus den ehemaligen Sowjetrepubliken in die geographisch westlichste Region Russlands. Die Überlegungen, dass ein beständiger Austausch der Stammbevölkerung stattfindet, sind somit wohl nicht ganz verkehrt.

 

Im ersten Halbjahr 2019 starben 1.675 Personen in Kaliningrad. Im Gegenzug wurden nur 1.060 geboren. Hierbei ist es so, dass die Anzahl der Sterbefälle im wesentlichen gleichbleibend ist, allerdings die Zahl der Geburten dramatisch abnimmt.

 

 

 

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