Was würde Russland ohne Schirinowski machen?

Was würde Russland ohne Schirinowski machen?
 
Wladimir Wolfowitsch Schirinowski – eine der bekanntesten politischen Persönlichkeiten in Russland, Vorsitzender der Liberaldemokratischen Partei und Leiter der Duma-Fraktion. Seine spektakulären Meinungsäußerungen zu diversen gesellschaftlichen Vorgängen sorgen regelmäßig für eine Belebung der Diskussionsaktivitäten im größten Land der Erde.
 
 
Ich verhehle es nicht, Wladimir Wolfowitsch gehört mit zu meinen Lieblingspolitikern. Manchmal fällt es mir schwer zu wählen: Schaue ich einen Beitrag von Wladimir Wladimirowitsch, wo dieser über die goldene Zukunft des Landes spricht, oder schaue ich einen Beitrag von Wladimir Wolfowitsch, wo dieser Vorschläge macht, wie wir uns dieser goldenen Zukunft am besten nähern können.
 
 
Heute, am Sonntag, dem Beginn einer Reihe arbeitsfreier Tage, im Zusammenhang mit dem bevorstehenden Feiertag zum „Tag der Vaterlandsverteidiger“, bin ich Wolfowitsch dankbar, dass er dem Radiosender „Komsomolskaja Prawda“ ein Interview gegeben hat, denn derartig lange Feiertagsperioden sind auch Zeiten, wo die Medien wenig Berichtenswertes veröffentlichen.
 
Während des Interviews hat er vorgeschlagen, ein Gesetz zu verabschieden, welches für Beamte, aber auch für alle Bürger der Russischen Föderation, ein Normgewicht, ein Norm-Körpergewicht vorschreibt.
So soll ein Staatsbediensteter nicht mehr als 100 Kilo wiegen dürfen und kein Gramm mehr. Aber wenn ein Beamter 120, 150 hat … das ist doch wohl unmöglich … regte sich Schirinowski auf.
Hören wir mal rein, in seinen Aufreger:
 
Videoeinspielung: Schirinowski fordert gesetzliche Gewichtsregulierung
 
Für einen normalen russischen Bürger sollten 80 Kilo die Norm sein – meint Schirinowski. Warum ein Beamter mehr Gewicht haben darf als ein gewöhnlicher Bürger, ging aus seinen Äußerungen nicht hervor.
Seine Schlussfolgerungen, dass der Staat für die Behandlung von Übergewicht und sonstigen, dadurch hervorgerufenen Erkrankungen, zu viel Geld ausgeben muss, sind sicherlich richtig. Aber dieses Problem durch ein gesetzlich vorgeschriebenes Maximalgewicht zu regeln, bedarf wohl doch noch einiger erläuternder und ergänzender Worte durch den russischen Chefliberalen.
 
Es war nicht das erste Mal, dass Schirinowski das Thema „Übergewicht“ angesprochen hat. Er erwähnte dies ja schon in dem eben gezeigten Ausschnitt. Hören wir noch kurz in einen Beitrag hinein, der vor sieben Jahren entstanden ist.
 
Videoeinspielung: Schirinowski zur Gewichtsregulierung im Jahre 2014
 
Schade, wenn Sie kein Russisch verstehen, denn so wie Schirinowski auftritt und formuliert, treiben einen vor Lachen die Augen in die Tränen … oder aber auch umgekehrt.
 
Videoeinspielung: Duma-Vorsitzender Wolodin zeigt Emotionen
 
Tschüss und Poka aus Kaliningrad
 
Videoeinspielung: Schirinowski zur Sitzungsübertragung in Toiletten

 

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