Wo er Recht hat, hat er Recht … der Matthias Platzeck

Wo er Recht hat, hat er Recht … der Matthias Platzeck
 
Russische Medien informieren, dass der Leiter des Deutsch-Russischen Forums Matthias Platzeck der Ansicht ist, dass Russland die „ewigen Vorwürfe des Westens“ satt hat.  Ständig wird mit erhobenem Zeigefinger gedroht und den Russen mitgeteilt, dass nur der Westen weiß, wie man richtig zu leben habe.
 
 
Videoeinspielung: Zitat russischer Außenminister Lawrow
 
 
Auch glaubt Matthias Platzeck, dass Russland von der Anwendung der Doppelstandards und der destruktiven Kritik bei der Bewertung politischer und gesellschaftlicher Vorgänge durch den Westen einfach „die Schnauze voll hat“.
 
Ganz so hat es Platzeck natürlich nicht gesagt, aber ich habe es einfach so aus dem Russischen rückübersetzt, weil es einfach so ist.
 
Grafik: Matthias Platzeck
 
Platzeck vergaß nicht zu erwähnen, dass er ein Fan westlicher Werte ist und diese verteidigen werde. Somit wäre es, der Logik halber, an der Reihe, dass Lawrow erklärt, dass er der Fan russischer Werte ist und diese verteidigen werde.
 
Matthias Platzeck hatte bereits früher die Sanktionen gegen Russland als nicht effektiv kritisiert und damit nur die Vielzahl von anderen Expertenmeinungen unterstützt, die sich alle auf die russische Realität beziehen, denn dem Land geht es mit jedem Jahr besser, seit die gegenseitige Sanktionspolitik eingeführt wurde.
 
Videoeinspielung: Präsident Putin zur Überwindung von Schwierigkeiten
 
Platzeck kommentierte, dass man mit Russland nur auf Augenhöhe und mittels Dialog Antworten auf Fragen der Gegenwart finden kann. Er forderte die europäischen Länder auf, mal auf die Weltkarte zu schauen. Man werde feststellen, dass es sich bei Russland nicht um ein kleines Land handele, sondern um eine gewaltige atomare Supermacht.
 
Tja, wo er Recht hat, da hat er Recht, der Matthias Platzeck.
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Kommentare ( 3 )

  • Mnborken

    Veröffentlicht: 20. Februar 2021 22:32 pm

    Wenn Platzeck den Disclaimer „ich bin Fan westlicher Werte“ nicht gesetzt hätte, er wäre politisch erledigt. Man muss sich immer erst erklären, bevor man realpolitisch den Dialog mit Russland auch nur wünschenswert hält. Fordern geht schon garnicht.

    Es wird bei uns schon gefeiert, das Biden zu massiver Aufrüstung auffordert. Als wären in den letzten 100 Jahren nicht schon genug Kriegsopfer zu beklagen gewesen.

  • Hans-Otto Bathke

    Veröffentlicht: 24. Februar 2021 00:52 pm

    Maßnahmen ggf. Russland hin, Maßnahmen ggf. Russland her. Und wieder zeigt sich die Politik der Nadelstiche. Deutlich! Sowohl auf deutscher Ebene als auf Ebene der EU.
    Offensichtlich kann und will man nicht begreifen dass keiner mehr auf das Geschwafel mehr Wert legt und die EU mit Deutschland an der Spitze kein ebenbürtiger Partner mehr ist.
    Der Mahner, auch in Deutschland, gibt es genug.
    Dazu gibt´s ein altes norddeutsches Sprichwort:
    "Der Fisch fängt immer am Kopf an zu stinken !"

  • Gego Tschetoch

    Veröffentlicht: 24. Februar 2021 20:24 pm

    Ich frage mich, wer denn überhaupt noch in der Lage ist, diese sogenannten demokratischen EU-Volks-Vertreter zur Besinnung zu rufen. Die aktuellen Fakten belegen eine meilenweite Entfernung vom Willen ihrer Völker und von der Bereitschaft zu einem friedlichen gesamteuropäischen Dialog auf Augenhöhe mit Russland. Wenn die EU nicht verstehen will, wie man Frieden medientechnisch, politisch und militärisch praktiziert, dann muss Russland logischerweise davon ausgehen, dass die EU kein Interesse hat an einem gesamteuropäischen Frieden. Mittlerweile wird mir schlecht dabei, wenn ich dieses auf's äußerte verunglimpfte Wort - Demokratie - westlich wahrnehmen muss.
    Auch die großen Kirchen des Westens lassen offiziell überhaupt nichts von sich hören? Keine Ermahnung, keine Zurechtweisung und auch keine Botschaft des Friedens - ein wahrhaft erbärmliches Armutszeugnis in dieser kriegerischen Zeit!
    Umso wichtiger sind die Worte von Matthias Platzeck, als Ermahnung und als Botschaft des Friedens...

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