Bankrotte werden in Russland immer populärer

Bankrotte werden in Russland immer populärer

 

Noch nicht allzu lange existiert in Russland das Privatinsolvenzverfahren. Aber mit jedem Jahr wird es beliebter bei den Russen, die ihre finanziellen Möglichkeiten überschätzt und sich mit Krediten übernommen haben. Ähnlich wie in Deutschland lebt man einige Zeit „abstinent“ und ist dann schulden- und sorgenfrei.

 

 

Allerdings bleiben die Sorgen bei denen, die diesen Leuten Kredite gewährt haben, denn denen gibt niemand die wirklichen Kreditgelder zurück. Andererseits kann man natürlich auch argumentieren, dass diejenigen, die Kredite vergeben, natürlich das Risiko kennen und somit einfach nur verantwortungsbewusster mit den Menschen arbeiten sollten, die um einen Kredit bitten. Und man sollte lieber einen Kredit weniger gewähren – im Zweifelsfall – und auf den zweifelhaften Umsatz auf Kredit verzichten.

Um rund 57 Prozent ist die Zahl der Privatinsolvenzen in Russland im Vergleich zu 2018 gestiegen. 68.980 Personen haben entweder als Privatperson oder auch als Einzelunternehmer, der kleinsten Rechtsform einer Firma in Russland, den Antrag auf Privatbankrott gestellt. Diese Personen wurden in die zentrale Datenbank für Bankrotte in Russland erfasst. Ab diesem Zeitpunkt wird das Leben schwerer.

Interessant ist das Splittung der Insolvenzaktivität.

So haben 90,7 Prozent der Schuldner selber den Antrag auf Privatinsolvenz gestellt. Nur 7,5 Prozent der Kreditgeber ist aktiv geworden. 1,7 Prozent aller Insolvenzanträge wurden durch die Steuerinspektion ausgelöst.

 

 

Damit unterscheidet sich die Statistik der Privatinsolvenz generell von der Statistik der Insolvenzanträge durch juristische Personen, wo in 78,6 Prozent aller Fälle der Kreditgeber den Antrag auf Bankrotterklärung seines Kreditnehmers gestellt hat.

Geld von den Schuldnern zurück zu erhalten ist im Prinzip hoffnungslos. Im Jahre 2019 hatten die Insolvenzantragsteller eine Gesamtverschuldung von 225,6 Milliarden Rubel. Die Kreditgeber erhielten davon acht Milliarden Rubel, also 3,5 Prozent zurück.

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