Besorgniserregendes Desinteresse in Russland

Besorgniserregendes Desinteresse in Russland

 

In Deutschland gibt es die „Schufa“. In Russland gibt es das „Büro für die Kredithistorie“. Und dieses Büro bemerkte im August erstmals in der neueren russischen Geschichte, dass das Interesse der Russen am Kauf eines Autos auf Kreditbasis nachlässt.

Im August wurden insgesamt 68.000 Kredite in einer Gesamtsumme von 52 Mrd. Rubel für den Kauf eines Fahrzeuges an Privatantragsteller ausgereicht. Im Monat Juli waren es noch 75.000 Kredite mit einer Gesamtkreditsumme von 56 Mrd. Rubel.

Das Büro hat bisher keine Erklärung für diesen Rückgang der Kreditanträge. Mit einer saisonalen Besonderheit kann dies nicht zusammenhängen, die gibt es im Sommer nicht. Die Praxis zeigt, dass im Januar und Mai die Kreditfreudigkeit der Russen nachlässt.

 

 

Die Analysten vermuten nun, dass die Russen kein Interesse mehr an Autos haben und deshalb eben auch keine kaufen und somit auch keine Kredite brauchen.

 

 

Insgesamt ist im Jahre 2019, im Vergleich zu 2018 die Statistik der in Russland verkauften Fahrzeuge rückläufig. Logisch, dass Spezialisten den Russen raten, einen geplanten Kauf nicht auf das kommende Jahr zu verschieben, denn die Preise steigen ganz bestimmt, insbesondere deshalb, weil die Regierung plant, die Verschrottungsgebühren anzuheben.

 

 

Bei einer Umfrage unter Russen vor wenigen Wochen wurde bekannt, dass 47 Prozent aller Befragten meinten, dass das Benzin so teuer sei und sie deshalb das Fahrzeug lieber stehen lassen bzw. nicht über den Kauf eines Autos nachdenken.

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