China kauft Riesenmengen Gas über Plan in Russland

China kauft Riesenmengen Gas über Plan in Russland
 
China hat mit Russland einen perspektivischen Plan zum Kauf von Gas abgeschlossen. Ein Großteil der Lieferungen erfolgt über die Gasleitung „Kraft Sibiriens“. Nun melden russische Medien, dass China die vertraglich zugesicherte Liefermenge erheblich überschritten hat.
 
 
Am 19. Oktober informierte GasProm, dass China 20 Prozent mehr Gas im laufenden Jahr erhalten habe, als vertraglich vereinbart. China hatte hierzu bei GasProm einen Antrag gestellt und GasProm hat geliefert.
 
In den russischen Medien wird kommentiert, dass Russland nur verpflichtet ist, die vertraglich vereinbarte Menge zu liefern. Sollten die Fördermengen ausreichen, um weitere Mengen zu liefern, so kann die Lieferung auf Antrag des Abnehmers, in diesem Fall China, erfolgen.
 
Russland hat im Verlaufe des Jahres in jedem Quartal die Preise für China gesenkt. Im ersten Quartal kosteten tausend Kubikmeter noch 202 USD, gefolgt von 182 USD im zweiten Quartal und 144 USD für Lieferungen im dritten Quartal.
 
Die Aufnahme der Lieferungen von Gas an China erfolgte im Dezember 2019 über die neue Gaslinie „Kraft Sibiriens“. Vertraglich war die Lieferung von bis zu fünf Milliarden Kubikmeter im Jahr vereinbart. Die volle Leistungskraft mit 38 Milliarden Kubikmeter, wird die Gaslinie im Jahre 2025 erreichen. Gegenwärtig verhandeln Russland und China über eine Erhöhung der Durchlassfähigkeit dieser Leitung auf bis zu 44 Mrd. Kubikmeter im Jahr.
 
Parallel laufen bereits die Projektarbeiten für eine weitere Gasleitung unter der Bezeichnung „Kraft Sibiriens – 2“ mit einer Jahreskapazität bis zu 50 Mrd. Kubikmeter. Hier soll der Transit über die Mongolei erfolgen.
 
Die geplante Kapazität der gegenwärtig in Frage gestellten Gasleitung „Nordstream-2“ beträgt 55 Mrd. Kubikmeter.
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Kommentare ( 2 )

  • Vladimir Rudyh

    Veröffentlicht: 21. Oktober 2020 08:22 pm

    Die strategische Zusammenarbeit zwischen China und Russland wird durch externe Bedrohungen immer enger und unverändert. Unsere Länder sind in einer instabilen internationalen Situation zu einer wichtigen stabilisierenden Kraft für einander geworden. Dieser Standpunkt wurde vom außerordentlichen und bevollmächtigten Botschafter Chinas in Russland zum Ausdruck gebracht ... Für jeden Hofen findet sich ein Deckel.

    • Uwe Erich Niemeier

      Veröffentlicht: 21. Oktober 2020 09:16

      ... wie würden Sie sich denn verhalten, wenn ich plötzlich gegen Sie Sanktionen verhängen würde, weil mir Ihr Vorname, Ihr Nachname oder Ihre Telefonnummer nicht gefällt? Vermutlich würden Sie sagen: "Der Niemeier kann mich mal am (...) lecken und würden sich ein anderes Portal suchen (und ganz bestimmt finden), wo Sie weiterhin Ihre Meinung äußern können ...

      Mit Russland ist es ähnlich. Westeuropa will nicht mit Russland arbeiten und findet jeden Tag neue Gründe für Sanktionen ... bitte schön ... dann schaut sich Russland eben nach anderen Partnern um ... Der Westen kritisiert doch Russland am laufenden Band, dass es seine Wirtschaft einseitig ausgerichtet hat und empfiehlt die Diversifizierung. Nun ... Russland hat damit begonnen, seine Handels- und Gesprächspartner zu diversifizieren ...

  • Vladimir Rudyh

    Veröffentlicht: 21. Oktober 2020 10:27 pm

    Es geht nicht nur um Sanktionen. Europäische Politiker geben ihre Fehler nicht zu und lehnen die Zusammenarbeit ihres nächsten Nachbarn - Russland - ab. ..China ist im Gegenteil seit mehreren Jahren Russlands größter Außenhandelspartner. Der heutige Trend ist, dass das Handelsvolumen mit dem "Westen" abnimmt, das Handelsvolumen mit China wächst. "Die westliche Hunde bellen", aber "die russische Karawane" zieht weiter nach Osten. Beachten Sie, dass dieser Trend langfristig und sehr träge ist. Kaliningrad ist Teil Russlands und wird von der Zusammenarbeit mit China nicht abweichen, ob es jemandem gefällt oder nicht. In einigen Jahren wird es in Kaliningrad mehr chinesisch-russische Unternehmen geben als Unternehmen mit westlichem Kapital.

    • Uwe Erich Niemeier

      Veröffentlicht: 21. Oktober 2020 12:26

      ... tja, was soll ich darauf antworten? Ach, ich weiß: "Hurra".

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