Des Einen Leid, des Anderen Freud: Mieten von Wohnraum wird teurer in Russland

Des Einen Leid, des Anderen Freud: Mieten von Wohnraum wird teurer in Russland

In den großen russischen Städten wächst die Miete für Wohnraum. Das wurde vom analytischen Immobilienportal ZIAN ermittelt.

Begründet wird diese Dynamik mit dem Beginn des neuen Schuljahres und der Aktivierung geschäftlicher Unternehmungen nach der Sommer- und Urlaubsperiode.

Analysiert wurde die Mietpreisentwicklung in 15 russischen Städten mit einer Einwohnerzahl von über einer Million.

 

 

Festgestellt wurde, dass die am gängigsten zu vermietenden Einraumwohnungen um fünf Prozent teurer geworden sind – im Vergleich zum August. Eine Zweiraumwohnung ist für vier Prozent mehr Miete zu haben.

In Russland ist der Mietmarkt nicht entwickelt. Ein Großteil der Bevölkerung verfügt, nach der Privatisierungswelle ab Anfang der 90er Jahre des vorigen Jahrhunderts, über eine Eigentumswohnung. Für die mobilen Bürger der Gesellschaft, die im Rahmen ihrer Karriereentwicklung bereit sind, Arbeitgeber auch in verschiedenen Städten zu wechseln, oder aber auch innerhalb einer großen Stadt, ist es schwierig, eine geeignete Wohnung zur Miete zu finden, weil keine ausreichenden Angebote vorhanden sind.

Während in westlichen Industriestaaten 50 Prozent aller Wohnungen Mietwohnungen sind, sind es in Russland nur sieben Prozent. Hierbei handelt es sich aber auch nur im wesentliche um Privatvermieter. Professionelle Vermieter von Wohnungen gibt es so gut wie nicht.

Wer sich heute entschließt, in eine Immobilie zu investieren, um diese dann zu vermieten, muss bereits zehn Prozent mehr bezahlen, als noch vor einem Jahr. Alleine von Juli auf August bemerkten Analysten einen Preisanstieg um 5,4 Prozent.

 

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