Deutsche Doppelmoral im Umgang mit Russland

Deutsche Doppelmoral im Umgang mit Russland

Deutschland mischt sich in die inneren Angelegenheiten Russlands ein und fordert von Russland die Einhaltung der Menschenrechte. Wenn aber Deutschland atomare Abfälle entsorgen will, dann spielen die Rechte der russischen Menschen anscheinend keine Rolle.

Die russische Gesetzgebung verbietet den Import von atomaren und sonstigen gesundheitsschädigenden Stoffen aus ausländischen Staaten auf das russische Territorium. Dies scheint aber in Deutschland niemand zu interessieren, denn russische Medien berichten, dass Deutschland den Export von atomaren Müll nach Russland wieder aufgenommen hat. Große Mengen atomaren Abfalls, verstaut in Containern, sollen auf offenen Güterwagen von Nordrhein-Westfalen nach Russland rollen.

 

 

Nach Veröffentlichungen von russischen Medien, soll die europäische Firma „Urenco“ den Transport von atomaren Abfällen aus der deutschen Fabrik in Gronau wieder aufgenommen haben. Offizielle Bestätigungen soll es in Dokumenten geben, die Regierungsverantwortliche aus Nordrhein-Westfalen veröffentlicht haben.

Greenpeace fordert die sofortige Einstellung der Transporte nach Russland und die Bestrafung derjenigen, die diese Transporte organisiert haben.

Wie russische Medien informieren, sollen im Zeitraum von 2019-2022 12.000 Tonnen atomarer Abfall, das sind eintausend Container oder 20 komplette Eisenbahnzüge aus Deutschland nach Russland entsorgt werden. Wie die Regierungsverantwortlichen aus Nordrhein-Westfalen mitteilten, sollen bereits in diesem Jahr aus Deutschland in die russische Stadt Nowouralsk sechs komplette Züge mit Atomabfällen, das sind 600 Tonnen in 50 Container, gerollt sein.

Greenpeace teilte mit, dass in Russland bereits eine Million Tonnen hochgiftiger Atomabfälle lagern. Es gibt keinerlei Pläne, wie mit diesen Abfällen gearbeitet werden soll.

Russische Verantwortliche zeigten sich erstaunt über diese Meldungen von Greenpeace und kommentierten, dass der Import von Atomabfällen aus anderen Ländern in Russland verboten ist.

Vermutet wird von Greenpeace, dass das Material aus Deutschland nicht als atomarer Abfall deklariert ist, sondern als Material, welches zur weiteren Verwendung aufbereitet werden soll. Die Praxis der Vergangenheit zeigte allerdings, dass dieses aufbereitete Material nur in einem Umfang von höchstens 10 Prozent wieder zurückgeführt wird, die übrigen 90 Prozent verbleiben in Russland.

Greenpeace verfügt über Fotos der Transporte, die die nicht geschützten Container mit Atomabfällen auf offenen Güterwagen zeigen.

Im Ergebnis von Protestaktionen haben im Jahre 2009 „Urenco“ und „RosAtom“ vom weiteren Import von Atomabfällen aus Deutschland Abstand genommen. Die russische Organisation hatte damals versprochen, keinerlei Verträge dieser Art mehr abzuschließen.

Interessant ist, dass die Organisation „Ekosaschita“ (Umweltschutz), die aktiven Anteil an der Aufdeckung der Fakten hat, im Jahre 2014 in das Register der „Ausländischen Agenten“ eingetragen wurde. Die Leiterin der Organisation ist eine Kaliningrader Bürgerin, die vor wenigen Wochen Russland, im Ergebnis von eingeleiteten Untersuchungsverfahren, verlassen hat, um in Deutschland, ausgerechnet dem Land, welches die Umwelt Russlands mit seinen Atomabfällen schädigt, politisches Asyl zu beantragen.

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